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Review: Frontside |
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Album:
| | TWILIGHT OF THE GODS, 2006, Dockyard 1 |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | S.J., 22.08.2006 |
Review:
| | Frontside sind eine polnische Band, die sich nicht wie die Exportschlager Vader dem klassischen Death Metal verschrien haben, auch wenn das Cover ihres neuen Albums diese Vermutung nahe legt. Wurde auf den ersten Alben noch in der Muttersprache gebrüllt, sind die Jungs nach dem Erfolg der englischsprachigen Neuveröffentlichung von "I Odpusc Nam Nasze Winy" ("Forgive our sins") offenbar auf den Geschmack gekommen und mit "TWILIGHT OF THE GODS - a first step to mental revolution" steht uns nun die nächste englischsprachige Brüllattacke ins Haus.
"Apocalypse continues" klärt auch gleich die Fronten. Ein Riff, das durchaus auch Morbid Angel entstammen könnte führt in einen wilden Rhythmus, der den Hörer in einen stampfenden Refrain geleitet. Kaum überstanden geht es mit wildem Thrashgebolze weiter, so dass man den darauf wiederkehrenden Refrain samt agressivsten Vocals schon fast als Beruhigung empfindet.
"Burden of hell" klingt da hingegen schon moderner. Midtempo Thrash zum Headbangen bis im Refrain dann tatsächlich mal Melodien und mehrstimmige Gesänge auftauchen.
"Messiah Syndrome" startet mit einem vielversprechenden, an Slayer erinnernden Riff. Leider hält sich dieses keine zwanzig Sekunden lang und das ganze mündet in modernes Groovegehüpfe und Brüllrefrain welcher mit einem Riff unterlegt ist, was aus nur einem Ton besteht. - Was dabei herauskommt klingt wie verdammt viele andere moderne Bands auch, und reißt mich somit nicht wirklich vom Hocker. Da hilft auch das an sich wirklich nicht schlechte Solo gegen Ende nicht mehr viel - schade!
"We are destined to burn" klingt da doch schon wieder besser. Guter Thrash mit ausgewogenen Melodien sowohl von der Leadgitarre als auch in den Vocals vom Refrain.
Mit "Hurricane" wird uns zum wiederholten Male bewiesen, was für verschiedene Riffs man mit fast nur einem Ton gestalten kann, wenn man die Gitarrenfraktion nur mal ordentlich tief stimmt. Das macht streckenweise zwar Spaß, aber wirklich einfallsreich ist es nicht.
"Appeal for forgiveness" bringt erst ein Slayer Riff, dann modernen, guten Metalcore welcher von einem rasend schnellen Doublebass-Refrain gefolgt wird. Dieser wiederum endet in einer ruhigen Melodie, welche gewissermaßen fast epische Züge auch nicht von sich weisen kann, bis die Reihenfolge wieder von vorn beginnt. Stiloffenheit muss man Frontside also definitiv zugestehen.
"Absolution hour" führt dieses Prinzip selbstverständlich fort: Epische Intromelodie, Death Metal Riff, Metalcore Rumgehüpfe und einen diesem entsprechenden Refrain mit cleanen Vocals.
"Embrace this promise" ist noch Metalcore lastiger als die anderen Tracks zuvor, dafür erwarten uns mit "Shape of pain" und "Redemption symphony" im Anschluss noch mal echte Kracher die sich größtenteils dem Thrashmetal Arsenal bedienen.
Beim Hören von "Exhaling final breath" lässt letztendlich nur hoffen, dass Frontside ihren letzten Atemzug noch lange nicht getan haben!
Fazit: Ein gelungener und äußerst wohlschmeckender Cocktail aus modernem Thrash-, Deathmetal und Metalcore wird hier dem Hörer serviert. Sicher wird sich im -Core Bereich schon wieder Mal jemand einen eigenen Namen dafür eingefallen haben lassen. Doch in diesem Stilbereich sehe ich selbst die Grenzen nicht mehr. Ist aber auch egal, denn wer auf modernen und druckvollen Sound steht, sollte an Frontside seine Freude haben! |
Titel-Liste:
| | - Apocalypse continues
- Burden of hell
- "Messiah" syndrome
- We are destined to burn
- Hurricane
- Appeal for forgiveness
- Absolution hour
- Embrace this promise
- Shape of pain
- Redemption symphony
- Exhaling final breath
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.frontsiderocks.com
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