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Review: Genius
 
EPISODE 3: THE FINAL SURPRISE

Album:
 EPISODE 3: THE FINAL SURPRISE, 2007, Frontiers

Stil:
 Progressive Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 S.J., 05.02.2007

Review:
 Mit EPISODE 3: THE FINAL SURPRISE erwartet uns, wie der Titel schon verrät, der dritte und letzte Teil der Genius Saga, oder soll man sagen, des Genius Märchens? Alle jene, die von den ersten beiden Teilen angetan waren, werden somit endlich erfahren wie es Genius und seinen Twinspirits 32 auf dem Weg in die Traumwelt weiter ergeht. Inhaltlich soll hier natürlich nichts verraten werden, daher widmen wir uns der Musik.

Für diese hat sich Daniele Liverani reichlich Verstärkung geholt. So kommen für die Umsetzung der verschiedenen Charaktere unter Anderem die Stimmen von Jorn Lande, Eric Martin und Daniel Gildenlow zum Einsatz. Philip Bynoe erläutert und ergänzt als Erzähler zwischen den Songs die aktuellen Geschehnisse rund um Genius.
Die letzte Reise des Genius startet im "Toy Warehouse" und wird dem Untertitel Rock opera" auch gleich gerecht. Ein vertrackter Rhythmus in der Strophe steht im Wechsel mit einem bombastischen Refrain, für dessen Chöre sich übrigens Oliver Hartmann verantwortlich zeichnet. Was folgt ist die böse Seite der Geschichte, von Jorn Lande als schnelle, druckvolle Powermetal Nummer intoniert. In "No more Chances" lassen sich gesanglich durchaus Parallelen zu Ronnie James Dio feststellen. Durch vertrackte Zwischenspiele wird es nie langweilig, und wenn die Doublebass wieder die Führung übernimmt sollten sich Anhänger von Masterplan und Co wie zuhause fühlen.
"Save me from my Destiny" ist eine balladeske Nummer, von Andrea Datwyler sehr gefühlvoll gesungen. Die Chöre kommen wiederholt sehr gut zu Geltung, und so ist der Song eine gute Verschnaufpause bis nicht nur die erzählte Geschichte in ihrem Handlungsverlauf schneller wird. "Alive and safe" lässt sich als klassische Hardrocknummer beschreiben, in "Jump off this Train" werden Geschwindigkeitsrekorde gebrochen. Ein vertrackter Rhythmus in Strophe und ein sofort mitsingbarer Refrain wechseln sich ab, bis der waghalsige Sprung aus dem Zug gewagt ist.
"Let me live" klingt ein wenig nach neueren Helloween Scheiben, "Inside these Memories" verlangsamt das Tempo wieder ein wenig, und "I die" stellt ein Erwachen aus der Ohnmacht dar. Überraschend ist, wie sehr sich die einzelnen Mitwirkenden in's Zeug gelegt haben für das Genius Projekt. Insbesondere die Sänger glänzen in jedem Song durch sehr gefühlvolle Interpretationen welche das Album angenehm lebhaft erscheinen lassen und auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilig werden lassen.
"Back to Life again" klingt wie es der Titel verspricht nach Lebensfreude. Ein geradliniger Melodic Metal Song, der uns auf einen weiteren Höhepunkt des Albums hinführt: "Dream in Liberty" glänzt durch Vielseitigkeit, den Einsatz vieler Charaktere und gelungene Führung der Leadgitarre.
"The final Surprise" schließt Genius' Abenteuer ab, doch was genau diese letzte Überraschung ist, soll natürlich jeder selbst erkunden.

Fazit: Eine hervorragende Umsetzung einer interessanten Geschichte die nicht nur für Progressive Metal Hörer interessant ist sondern auch bei Helloween oder Masterplan Anhängern Freunde finden dürfte.

Tipp:
 Auch wenn man die ersten beiden Teile nicht kennen sollte, EPISODE 3 - THE FINAL SURPRISE ist auch allein lohnenswert. Zu der Geschichte findet man schnell Zugang, und die Musik spricht für sich.

Titel-Liste:
 
  1. Toy Warehouse
  2. No more Chances
  3. Save me from my Destiny
  4. Alive and safe
  5. Jump off this Train
  6. Let me live
  7. Inside these Memories
  8. I die
  9. Back to Life again
  10. Dream in Liberty
  11. The final Surprise

Laufzeit:
 78:43 Min.

Band-Infos:
 
  • www.geniusrockopera.com 


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