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Review: Gotthard |
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Doppelschlag:
Album:
| | DOMINO EFFECT, 2007, Nuclear Blast |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 01.06.2007 |
Review:
| | Wer hätte das zu Zeiten von Alben wie DIAL HARD oder G gedacht, dass sich die Eidgenossen einmal zur erfolgreichsten Band der Schweiz entwickeln würden? Ich nicht, auch wenn ich es damals, musikalisch gesehen, erhofft habe.
Es folgten jedoch keine Alben mit gewohnt harter Kost, sondern die Balladen und ruhigeren Töne, hart an der Grenze des Pop, hielten Einzug. Klar, auch für diese Musik gibt es eine Menge Fans, vielleicht sogar mehr, als für die härteren Klänge. Als Folge stellte sich sehr schnell der kommerzielle Erfolg ein und erst 2005 sahen die hartgesottenen Hard Rock-Fans endlich Licht am Ende des Tunnels. LIPSERVICE läutete die Rückkehr zur alten härteren Linie ein ohne jedoch auf die mittlerweile obligatorischen Balladen gänzlich zu verzichten.
Hält dieser Trend auch mit dem neuen Album DOMINO EFFECT weiter an? Nun, ich würde es mir wünschen...
Nach dem ersten Durchlauf ergibt sich eine gewisse Dreiteilung des Songmaterials.
Da findet man zunächst einmal kommerziell ausgerichtetes, flott präsentiertes Material meist mit entsprechender Synthesizer-Unterstützung und gedrosseltem Gitarren-Sound. Durchaus mit neuen Elementen versehen eine Gratwanderung zwischen hartem ursprünglichen Gotthard-Sound und dem Schielen nach kommerzieller Akzeptanz.
Hierzu würde ich den Opener "Master of Illusion", den Titelsong "Domino Effect", der wohl klasse umgesetzt ist, aber deutlich die natürliche Härte der Anfangstage mit allzu geschliffenen Elementen übertüncht oder das Schlusslicht "Now" zählen.
Dann gibt es selbstverständlich die etablierten Powerballaden und hart an der Grenze zum Pop agierenden Schmachtfetzen, wie man sie seit einigen Jahren gewohnt ist. Davon sind etwas zu viele an Bord: "Falling", "The Call", "Letter to a Friend", "Tommorrow's just begun" und "Where is Love when it's gone" sollten auch für Anhänger von Gotthards Kuschelcharakter genügend Stoff bieten.
Und dann sind da noch die Hoffnungsschimmer für Gotthard-Fans der ersten Stunde, die darauf hoffen, dass man vielleicht doch noch deutlicher als bisher den Weg zurück zu alter Härte findet. Beispiele dafür sind "Gone too far", "Come Alive", das starke "Heal me", das auch ein Überbleibsel von G sein könnte und der Bonus-Song "Can't be the real Thing".
Irgendwo dazwischen bewegen sich Songs wie "The Oscar goes to..." und "The Cruiser (Judgement Day)" die durchaus alte harte Tugenden zeigen, aber auch einige Neuigkeiten und modernere Elemente einbringen. Gerade bei quot;The Cruiser" hat man natürliche Härte mit überflüssigen Synthie-Fillings entwertet - schade.
Oder in die anderen Richtung bewegt sich die Ballade "Bad to the Bone", die man durchaus auf eine der ersten Alben hätte finden können.
Wer ganz genau hinhört, der findet auch die eine oder andere Überraschung.
Na, wer hat es erkannt? Bei "Can't be the real Thing" eifern Gotthard durchaus den Langbärten von ZZ Top nach. Wer die La Grange-Riffs einmal verinnerlicht hat, der wird auch jede noch so perfekte Adaption quasi im Schlaf erkennen. Sicherlich ein gelungener Abschluss für ein allzu vorhersehbares Album, wenn auch mit gewissen Fremd- und Eigenanleihen.
Fazit: Leider hat es Gotthard versäumt, direkt an die großartigen Alben wie DIAL HARD oder G anzuknüpfen. Bei LIPSERVICE hatte ich noch Hoffnung, dass die Jungs langsam wieder die Kurve bekommen, jedoch ist dies nicht geschehen. Fünf Balladen sind trotz vorhandener Härte einfach zu viel. Außerdem müssen die Schweizer langsam aufpassen, dass es ihnen nicht so geht wie Bon Jovi und Co., vorhersehbar und damit langweilig zu werden. Ich gebe die Hoffnung nicht auf und vielleicht spricht auch "Mama" erneut ein Machtwort!
Qualitativ gibt es absolut nichts zu meckern. Jedes Lied kommt technisch perfekt und mit dem nötigen Nachdruck auf die Trommelfelle der Zuhörer und löst dauerhafte Wohlgefühle aus. Zumindest hier sind die Schweizer einmal mehr ein Garant für Qualität. |
Tipp:
| | Wer bei LIPSERVICE genau die richtige Mischung zwischen Gefühl und Härte gefunden hat, kann auch hier bedenkenlos zugreifen und wird sofort begeistert sein. Wer sich an die guten alten harten Zeiten erinnern möchte, dem bleiben immerhin zehn zeitgemäße Rocker übrig, die durchaus alte Erinnerungen aufleben lassen. |
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | M.H., 01.06.2007 |
Review:
| | Mit DOMINO EFFECT legen die Schweizer Eidgenossen um Sänger Leo Leoni also ihr neuestes Werk vor. Während die Werke Mitte und Ende der Neunziger sich doch eher dem seichten Pop / Rock verschrieben haben, wurde mit LIPSERVICE vor zwei Jahren eine CD abgeliefert, die doch insgesamt wieder rockiger war. Und diesen Weg gehen Gotthard nun mit DOMINO EFFECT konsequent weiter.
Schon der Opener "Master of Illusion" erinnert stark an die Anfangstage der Schweizer zu DIAL HARD oder G - Tagen. Ein grooviger Riff trifft auf einem hymenhaften Refrain, das macht auf jeden Fall Lust auf mehr und man wird mit dem nachfolgenden "Gone too far" wahrlich nicht enttäuscht.
Der Titeltrack "Domino Effect" ist dann auf jeden Fall das erste Highlight auf der CD, das passt einfach alles - ob es nun das stampfende Arrangement oder der nicht mehr aus dem Ohr gehende Refrain ist.
Mit der bittersüßen Nummer "Falling" beweisen Gotthard dann natürlich, dass sie es nicht verlernt haben, richtige Gänsehautballaden zu schreiben.
Mit "The Call" fährt man dann einen hitverdächtigen Angriff auf die Radiocharts auf, während man mit "The Oscar goes to you..." wieder sauber abrockt.
Doch noch mehr überrascht das Werk namens "The Cruiser (Judgement Day)", das wohl der härteste Song von Gotthard seit langer Zeit ist und auch das nachfolgende "Heal me" bietet keine Ruhepause, die Gitarren werden nur minimal runter geschraubt, anders würde der Bluesrocker auch keinen Sinn machen.
Danach kann man dann mit dem zweiten Ballade "Letter to a Friend" wieder durchatmen und eine wunderschöne Nummer genießen, auch wenn es hier im Mittelteil noch mal etwas härter wird.
Fazit: Auch die nachfolgenden Songs können mal wieder voll überzeugen, jedenfalls bei Fans dieser Art von Rockmusik. Ausfälle gibt es keine, trotzdem kommt DOMINO EFFECT nicht auf volle 7 Punkte, irgendwie fehlt mir noch der gewisse Kick. |
Tipp:
| | Trotzdem: Fans von Gotthard, Bon Jovi und ähnlichen Bands sollten hier zugreifen. |
Titel-Liste:
| |
- Master of Illusion
- Gone too far
- Domino Effect
- Falling
- The Call
- The Oscar goes to...
- The Cruiser (Judgement Day)
- Heal me
- Letter to a Friend
- Tommorrow's just begun
- Come Alive
- Bad to the Bone
- Now
- Where is Love when it's gone
- - - Bonus Track - - - - Can't be the real Thing
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Laufzeit:
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