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Review: GWar
 
BEYOND HELL

Album:
 BEYOND HELL, 2006, DRT/Soulfood

Stil:
 Horror Rock

Wertung:
 4 von 7
4 von 7 Punkten
 S.J., 05.11.2006

Review:
 GWar sind ein Phänomen für sich. Seit 1985 schocken sie nun schon in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen Fans und Feinde mit ihren Kostümen und Texten. Sicher, bei manchen Alben schockt auch die Musik, denn in dieser Hinsicht waren einige Scheiben sicher alles andere als Meilensteine der Musikgeschichte.
Doch ging es in meinen Augen mit dem letzten Album WAR PARTY wieder etwas bergauf, und ich bin gespannt was mir nun für ein Baby vom Pussy Planet entsandt wurde.

Nach einem kurzen Intro beginnt "War is all we know" mit einem vertrackten Rhythmus und der irgendwie vertraut unmelodisch klingenden Stimme von Oderus Urungus.
Mit "Murderer's Muse" gibt es eine lockere Rocknummer im typischen Horror-Soundgewand zu vernehmen, live würde sie aber sicher noch mehr Spaß machen.
"Go to hell" ist der nächste Track - und so mancher gestandener Old-School Rocker wird den Titel wohl als direkte Aufforderung verstehen. Lässt sich der Anfang noch als Marilyn Manson mit Punkeinschlag beschreiben, geht es danach in deinen NuMetal artigen Refrain der einfach klingt wie schon 1000 Mal woanders gehört, und da ändern auch die zarten Background Chöre nichts daran.
"I love the Pigs" kommt dagegen schon wieder als lustige Punknummer daher. Keine Weltklasse, aber das soll sie auch nicht. Nur Spaß machen - und das tut sie.
"Tormentor" sollte Thrash-Fans in zigfacher Ausführung ein Begriff sein. Leider hat dieser Song nichts damit gemein. Aber er ist für GWar schon einer der schnelleren Songs und für auf diesem Album sicher auch einer der besten, insbesondere da sowohl Solo als auch Refrain über einprägsame Melodien aufweisen und man sich nicht auf den Standard GWar-Sprechgesang beschränkt hat.
"Eight lock" ist eine weitere Horror-Rock Nummer, insofern man sich als musikalische Abgrenzung das irgendwie vorstellen kann. Leider liegen mir die Lyrics nicht vor, denn diese bringen sicher wieder zusätzlichen Spaß, vorausgesetzt man kann auf Korrektheit verzichten und dreht auch der einen oder anderen Ekelei nicht gleich angewidert den Rücken zu. Denn das ist bei GWar nach wie vor absolute Voraussetzung.
"Destroyed" kommt wieder aus der Thrash-Metal-Ecke daher, und auch "The ultimate Bohab" hat definitiv die selben Eltern. Allerdings muss gesagt sein, dass die von mir hier genannten Genre-Bezeichnungen nur Tendenzen angeben, die sich von Song zu Song im gewohnten GWar Sound wieder. Ebenso verhält es sich mit "One who will not be named" und "Back in Crack", wobei diese Songs auch nun wirklich keine neuen Akzente mehr setzen können.
Zum Ende wagt man sich mit "School's out" an den Schützling des wahren Horrormeisters Alice Cooper heran, und das sogar mit vertretbarem Erfolg. Der GWar Akzent ist deutlich spürbar und hat den Song dennoch nicht völlig zerrissen, und beim Hören des Pre-Chorus macht sich auf meinem Gesicht doch irgendwie ein freudiges Grinsen breit.

Fazit: Nichts neues. GWar sind was sie sind und werden sich wohl auch nicht mehr ändern. Sicher wird es immer schwieriger, das Publikum mit Plastikkostümen zu schocken oder zu belustigen ohne dass man unfreiwillig selbst derjenige wird, der belächelt wird. Wenn dazu aber auch die Musik nichts innovatives bietet, sind das denkbar schlechte Vorraussetzungen. Dennoch, ein durchschnittliches Album an dem Fans sicher auch ihren kurzweiligen Spaß haben werden!

Titel-Liste:
 
  1. Intro
  2. War is all we know
  3. Murderer's muse
  4. Go to hell
  5. I love the pigs
  6. Tormentor
  7. Eight lock
  8. Destroyed
  9. The ultimate Bohab
  10. One who will not be named
  11. Back in crack
  12. School's out

Laufzeit:
 46:51 Min.


 
 
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