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Review: Gypsy Rose |
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Album:
| | GYPSY ROSE, 2005, Escape Music |
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | J.R. / J.G., 21.11.2005 |
Review:
| | Kaum zu glauben. Da schaffen es diese Schweden nach 23 Jahren Sendepause, ihre alte Bandidee wiederzubeleben und einen Label zu finden, um sich wahrscheinlich ihren Jugendtraum zu erfüllen - eine eigene CD. Es überrascht nicht weiter, dass die musikalische Ausrichtung eher in den wilden 80ern zu suchen ist, wo auch die Wurzeln der Band liegen. Der Sänger bewegt sich stimmlich zwischen Mats Leven und Klaus Meine, also nicht von schlechten Eltern...
Und um es vorweg zu nehmen, dieses Debüt ist zu vergleichen mit einem guten Wein, der oft besser wird, je reifer und älter er ist.
Schon der Opener "When you leave at Night" zeigt deutlich die Marschrichtung auf. Es rockt, es groovt, die Riffs und auch der Refrain passen wie die Faust aufs Auge. Ja, ja, so klang es vor 25 Jahren und es macht immer noch Laune...
Es folgt mit "Promise to stay" das nächste Mega-Brett. Wie zu den Hochzeiten von Europe, der legendären schwedischen Band der 80er, gibt es satte Refrains auf die Ohren, die man nicht so schnell vergisst.
"Moonlight" ist der erste Titel aus der Abteilung Kuschelrock mit garantiertem Gänsehaut-Feeling - spätestens, wenn die Gitarre auf Solopfaden wandelt.
"You are the one" kommt ziemlich flott daher und zündet von Anfang an. Solider Melodic Rock mit griffigen Riffs und einem Refrain, an den man sich gerne erinnert.
Vom gleichen Kaliber ist "Queen of the Night". Das Strickmuster ist wohl nicht gerade neu - schätzungsweise 20 Jahre und mehr, aber das tut dem Fun-Faktor keinen Abbruch. Gute Laune Musik mit einem Schuss Partystimmung.
Mit "Burning" schickt man die nächste megamäßige Ballade ins Rennen, wie es Klaus Meine und die Jungs von Scorpions nicht besser hinbekommen hätten.
Keine Chance zum Einschlafen und Weiterträumen. Auch wenn "Light up my Way" recht sanft beginnt, ist noch genügend Dampf unter der Haube, dass man sich die Finger verbrennt und leicht den richtigen Takt zum "rumhüpfen" findet. (Soll keine Aufforderung zum Fingerverbrennen sein!)
"Decembernight" ist eine weitere, noch sanftere Ballade, die ohne den heute leider allzu üblichen Kitsch auskommt. Geradlinig, ehrlich, eingängig.
"Fender 59'" ist nicht nur musikalisch eine Ode an die gleichnamige legendäre Gitarre. Glücklich dürfen all jene sein, die sie einmal mit ihren Händen bearbeiten durften.
Fazit: Es fällt ziemlich schwer einzelne Titel besonders hervorzuheben. Jeder für sich ist kaum zu kritisieren. Es macht einfach unheimlich Spaß anno 2005 nochmals die guten alten Zeiten von Europe, Scorpions & Co. aufleben zu lassen - besonders dann, wenn der Sound so genial satt aus den Boxen quillt. Leider ist nach knapp 43 Minuten schon wieder Schluss. |
Tipp:
| | Ein echter Geheimtipp für alle älteren Semester, die immer noch in den 80ern schwelgen und für alle, die melodischen Rock lieben. |
Titel-Liste:
| | - When you leave at Night
- You drive me crazy
- Promise to stay
- Moonlight
- You are the one
- Queen of the Night
- Burning
- Light up my Way
- Decembernight
- Fender 59'
- The look in your Eye
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Laufzeit:
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