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Review: Oliver Hartmann |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 27.12.2006 |
Review:
| | Er gilt in der Branche als die Zuverlässigkeit in Person und ziert so manchen Background-Vocal-Platz auf den unterschiedlichsten Alben, sei es nun Avantasia, Rhapsody of Fire, Lunatica oder Genius, Oliver ist immer zur Stelle, wenn Not am Mikro ist.
Immerhin hat er mit seinem Solo-Debüt OUT IN THE COLD bereits bewießen, dass er neben hartem Heavy Metal zu Zeiten von At Vance & Co. auch ein glückliches Händchen für den Melodic Rock besitzt. Wem das Debüt deshalb etwas zu weichgespült erschien, der darf sich bei HOME auf etwas härtere Kost freuen. Auch wenn zu richtigem Hard Rock noch ein bis zwei Schritte fehlen, so ist es doch ein Rock-Album mit jeder Menge Ecken und Kanten geworden.
Der Opener "Coming Home to you" hat es mit Sicherheit auf gut Chartplätze abgesehen, versprüht er doch mit jeder Note den zuckersüßen Don Henly-Summer-Esprit und positioniert sich in der Gruppe der Brian Adams-artigen.
Wer jetzt nach dem ersten Song bereits denkt, schon wieder 'ne Kommerzschnulzen-Scheibe, den belehrt Gitarrist Mario Reck mit einigen brillanten Gitarren-Soli eines Besseren.
Deutlich rockiger glänzt da schon "The Sun's still rising", jedoch wurde nicht auf den Ohrwurm-Refrain verzichtet wenn gleich auch der richtige Weichspülgang gestrichen wurde.
Melodic Rock ohne Balladen wäre wohl 'ne Mogelpackung, deshalb hat Oliver in diesem Punkt nicht gegeizt. Den Anfang macht das auf Soul getrimmte "My everything" mit Gospel-Chor im Refrain. Aber auch das spätere "I don't want to know" mit fetter Orchester-Untermalung, der Slow-Rocker "Crying" und auch der Akustik-Gitarren-lastige Ausklang "Lay all your Love on me" sollten jedem Kuschel-Fanatiker genügend Futter bieten.
Für leichte Melancholie sorgt "Somewhere someday" und bietet damit einen abwechslungsreichen Gegenpol zu den übrigen, meist fröhlichen Themen.
"Just for you" liegt wieder eindeutig auf der rockig angehauchten Linie des Debüt-Albums OUT IN THE COLD und hat neben dem Opener durchaus Chancen auch in Radio-Charts zu glänzen, trotz Marios Gitarren-Solo.
"Higher than me" macht den Anfang für den härteren Abschnitt, der sich über den lockeren Rocksong "Why do I" bis hin zum flotten Rock'n'Roller "Millionaire" tempomäßig immer mehr steigern wird.
Erneut hält Oliver Hartmann die Fahne des deutschen Melodic Rock gut sichtbar haushoch und lädt auch andere dazu ein, es ihm gleich zu tun. Doch bisher hat er kaum Mitbewerber zu befürchten, solange er dieses Niveau halten kann - und das scheint für ihn mühelos möglich zu sein. Denn wer neben seinen Ambitionen bei der Pink Floyd-Cover-Band Echoes und zahlreichen Engagements als Background-Sänger auch noch Zeit findet, mit der eigenen Band die US-Urgesteine Toto auf deren Tour zu unterstützen und so nebenbei eine neue Solo-Scheibe einspielt, der ist Profi genug, um zu wissen wo er selbst steht.
Fazit: Musikalisch gefällt mir die Entwicklung des Zweitlings, denn ich hoffe noch auf mehr Rock in der Zukunft. Mir persönlich wären schon jetzt ein bis zwei Balladen im Tausch für ein rockigeres Stück lieber gewesen, aber die Hoffnung stirbt zuletzt, sagt man. |
Tipp:
| | Hartmann Fans können bedenkenlos zugreifen. Alle anderen, die Oliver nicht kennen, aber Bryan Adams & Co. nicht aus dem CD-Regal verbannt haben, sollten sich das Scheibchen genauer anhören. |
Titel-Liste:
| | - Coming Home to you
- The Sun's still rising
- My everything
- Somewhere someday
- Just for you
- I don't want to know
- Higher than me
- Why do I
- Millionaire
- Crying
- Lay all your Love on me
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.oliverhartmann.com  |
Weitere Reviews:
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