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Review: Oliver Hartmann |
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Album:
| | OUT IN THE COLD, 2005, Frontiers |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 21.07.2005 |
Review:
| | Kann man Erfolg produzieren? Eine Frage, die hoffentlich noch länger nicht eindeutig beantwortet werden kann.
Oliver Hartmann ist sicherlich kein unbeschriebenes Blatt in der Rock/Metal Szene. Gastauftritte als Papst Clemens VIII auf Tobias Sammet's Projekt Avantasia oder als Background-Sänger auf dem Album ETERNITY der Band Freedom Call aus Franken, sind quasi nur die I-Tüpfelchen.
Richtig bekannt wurde Olli sicherlich als Frontmann bei den Power Metallern von At Vance. Offiziell heißt es wohl "...im Streit getrennt...". Die Schuldfrage ist aber sicherlich zu klären. Da es sich der At Vance Gitarrist Olaf Lenk nach einem Konzert in Langen erst kürzlich von allen übrigen Bandmitgliedern getrennt hatte, zeigt einmal mehr, dass es eben auch in der Musikerwelt menschelt.
OUT IN THE COLD ist aber keine Power-Scheibe alá At Vance mit HEART OF STEEL oder ONLY HUMANS.
Ruhigere Töne sind angesagt und Olli hätte es gar nicht in einem Interview verraten müssen. Nach den ersten Songs wurden auch bei mir Erinnerungen an Whitesnake geweckt.
Es wurde bei der Scheibe wahrlich nicht gekleckert. Olli übernimmt Gesang und auch wieder die Gitarre. Obwohl er seit dem 18. Lebensjahr kaum noch zum Spielen kam, hat er es nicht verlernt. Mit Bodo Schopf holt er sich ein Michael Schenker Group-Mitglied hinters Schlagzeug. Über Miro Rodenberg und dessen Violinen-Künste braucht man auch kaum ein Wort zu verlieren. An den Reglern saß kein geringerer als Sascha Päth mit dem Oliver Hartmann zudem gut befreundet ist.
Der im Mid-Tempo walzende Opener "Alive again" zeigt von Anfang an blitzsaubere Arrangements und Liebe zum Detail.
Mit "Out in the Cold" geht es noch eine Spur gefühlvoller zu. Background-Chor und Streicher sorgen für das nötige Volumen.
Bei "Brazen" handelt es sich wohl um eine radiotaugliche Cover-Version von Skunk Anansie. Die etwas tiefere Abmischung und Ollis gesangliche Qualitäten fügen den Song jedoch harmonisch ins Gesamt-Konzept ein.
Erst bei "The same again" blitzen deutlich einige Metalsplitter auf. Sicherlich auch für tolerante Metaller hörenswert.
"I will carry on" ist dann aber wahrlich etwas für's Herz. Der gefühlvolle Einstieg und die Streicher sorgen für wohlige Schauer - Ollis Stimme tut sein übriges. Erinnerungen an Joshua Kadison werden in mir wach.
Kaum ins Reich der Träume entführt, holt einen das flotte "What if I" gleich wieder auf den Boden der musikalischen Tatsachen zurück. Auch bei "Listen to your Heart" wird etwas auf's Gaspedal getreten.
Richtig rockig wird es wieder mit "Who do you think that you are" und seinem eingängigen Refrain.
Obwohl "Into the Light" ganze 6:15 Min. lang ist und auch der Fade-out einige Zeit dauert, war ich dann doch von der einsetzenden Stille überrascht. Ich habe mich nach diesem letzten Song spontan zum CD-Player rumgedreht und musste feststellen, dass die Scheibe leider schon zu Ende war. Irgendwie hätte ich mir einen etwas anderen Ausklang gewünscht.
Fazit: Blitzsaubere Produktion, durchdachte Song-Arrangements, durchgängige eigenständige Linie. Vielleicht geht's zukünftig sogar eine Spur härter - ich hätte nichts dagegen. |
Tipp:
| | Alle Rocker und Rockerinnen, die auch mal zu ruhigeren Songs nicht "Nein" sagen, können bedenkenlos zugreifen. |
Titel-Liste:
| | - Alive again
- Out in the Cold
- Brazen
- The same again
- I will carry on
- What if I
- How long
- The Journey
- Who do you think that you are
- Listen to your Heart
- Can you tell me where Love has gone
- Into the Light
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.oliverhartmann.com  |
Weitere Reviews:
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