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Review: Helltrain |
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Album:
| | ROUTE 666, 2004, Nuclear Blast |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | J.G., 23.11.2006 |
Review:
| | Tja manchmal passt der Bandname wie die Faust auf's Auge. Bei den drei Schweden wird schnell klar, dass Helltrain alles aussagt, wenn sie mit ihrem höllischen Zug durch die heimischen Boxen rasen. Wobei ich mich frage, ob sie mit ihrer Musik auf ihrer ROUTE 666 aus dem Jahre 2004 in die Hölle kommen möchten oder gerade daraus entsprungen sind.
Was darf man nun erwarten?
Zunächst ist da Pierre Törnkvist's kratziger Sprechgesang, der sich oft an der Grenze des Schreiens bewegt.
Sein Bruder Patrik quält die Gitarre bis zum Äußersten und legt einen Punk-typisch dichten (meist einfach gestrickten) Riff-Teppich auf's Parkett. Manchmal schmuggelt sich auch eine zweite Lead-Gitarre in die Riffs, sorgt für Abwechslung und füllt kompositorische Lücken auf. Neben diesem Job hat er auch noch die Orgel übernommen.
Dies alles begleitet Oskar Karlsson mit einem zwingenden Power-Drumming, vor dem kein Song sicher ist. Ach, ich vergaß den Bass. Den hat sich Sänger Pierre umgeschnallt und bedient ihn fast als Rhythmus-Gitarren-Ersatz. Es ist also immer viel Arbeit angesagt, wenn man nur als Trio unterwegs ist. Lemmy kann davon ein Liedchen singen.
Die musikalischen Pfade hingegen sind ziemlich eng gesteckt - eine wohl dosierte Mischung aus aggressivem Death und Rock'n'Roll-Elementen mit peitschendem Rhythmus und Kreisch-Gesang. Irgendwie hatte ich ein Deja-Vu, als ich Schreihals Dez Farara auf seiner Scheibe DEVILDRIVER erlebte, die ein Jahr später auf den Markt kam. Aber dieses Huhn/Ei-Problem steht hier nicht zur Debatte.
Da ist der Opener schon interessanter, besonders weil "Route 666" zugleich eines der Highlights des Albums darstellt. Von Anfang an wird hier ein treibender Mit-Tempo-Beat aufgelegt und bis zum höllischen Ende durchgezogen.
Trotz stimmlicher Tonhöhenlimitierung liefern die restlichen "Instrumente" ein harmonisches Gesamtbild mit absolutem Klebstoff-Refrain. Der Einstieg ist schon mal gelungen.
Etwas flotter geht es beim zweiten Song "The Helltrain Coven" zu. Mit der Gefälligkeit beschränkt man sich auf den Refrain. Ansonsten werden stakkatoartige Riff- und Gesangsattacken abgefeuert, die mithilfe von Orgeleinlagen etwas abwechslungsreicher gestalten werden.
Bei "Afterglow" kommt man zur Abwechslung in den Genuss von etwas anspruchsvolleren Hooklines und ausgedehnten Soli von Gitarre und Drums.
Eindeutige Rock'n'Roll-Furchen pflügen die Schweden mit ihrem Song "Polizei" metertief in den Boden. Und tatsächlich, im Refrain ist "Ein zwei - ein zwei - Don't mess with polizei" deutlich zu vernehmen. Da drücken wir bei dem Grammatikfehler auch mal ein Auge zu, denn eigentlich sollte es doch heißen: "Eins zwei..."
"Sleepless" ist das langsamste Lied auf der CD und hat trotzdem keine Chance für einen Platz in der Balladen-Liste.
Anschließend nehmen die Songs schrittweise mit "Tombstone" über "Kingsize" und "Rot'n'Roll" tempomäßig wieder Fahrt auf.
Einen melodischen Abschluss und gleichzeitig ein zweites Highlight bietet "Helltrain" mit Akustik-Gitarre, Orgel-Klängen und einem Ohrwurm-Refrain. Auch wenn in der Mitte der Scheibe die Helltrain etwas ins Straucheln gerät, so entschädigt das Ende doch angemessen und es spricht nichts gegen eine nächste Runde.
Fazit: Zugegeben, die Art des Gesangs lässt leider nur wenig Spielraum für Abwechslung. Auch die Gitarren-Teppiche und Hooklines sind sehr schlicht gehalten, aber dafür eingängig. Am häufigsten gönnt sich Drummer Oskar Freiheiten und kommt auch immer auf den Punkt.
Aber muss es denn immer kompliziert sein?
Ich denke nicht! Ab und zu macht es einfach tierisch Spaß, auf "Play" zu drücken und nicht viel denken zu müssen. Das Mit-Nicken bei diesem Death'n'Roll geht von ganz alleine! |
Titel-Liste:
| | - Route 666
- The Helltrain Coven
- S.O.S
- Afterglow
- Polizei
- Sleepless
- Tombstone
- Kingsize
- Rot'n'Roll
- Rat Pack
- Helltrain
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.helltrain.net
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