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Review: House of Lords
 
WORLD UPSIDE DOWN

Album:
 WORLD UPSIDE DOWN, 2006, Frontiers

Stil:
 Melodic Metal, Hard Rock

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 J.G., 03.05.2006

Review:
 Die Geschichte von House of Lords - erzählt als ein modernes Märchen.
Es war einmal anno 1988 im Jahr des Herren, als einige tapfere Ritter des ehemaligen Giuffria Clans beschlossen, von nun an mit einigen neuen Mitstreitern durch die Lande zu ziehen und die Menschen aller Ländereien mit ihren Künsten zu beglücken. So kam es, dass Tastenzauberer Gregg Giuffria, Langsaitenkämpfer Chuck Wright, Axtschwinger Lanny Cordola und Taktgeber Ken Mary gemeinsam auf dem Gutshof ihre Kräfte maßen. Minnesänger David Glen Eisley fasste ihre Träume und großen Taten der Vergangenheit in die richtigen Worte.
Und siehe da, die Sache schien zu gelingen.
Nachdem sie bei einigen Burgen ihre geselligen Dienste anboten, trafen sie den Grafen Gene von Simmons, der gerade begann einen geeigneten Übungsplatz aufzubauen und die Ritter sofort unter Sold stellte.
Seine Ansprüche waren jedoch sehr hoch und er wollte die Dienste ihres Minnesängers nicht länger mit Dukaten unterstützen. Es hatte ihm der junge Ritter James Christian angetan, der von nun an die Taten in Worte fassen durfte.
Der Lohn für ihre Mühe und auch der Mut für ihren Neuanfang wurde belohnt. Von nun an zogen sie mit einer kleinen Schar an Knappen und Dienern durch die Ländereien und beglückten das Volk mit ihren Liedern und Geschichten, die sie wie sich selbst einfach HOUSE OF LORDS nannten.

Doch das Reisen ward beschwerlich zu diesen Zeiten. Obwohl ihre musikalischen Künste die Adeligen, wie auch das einfache Volk gleichermaßen verzauberte und jeder das gab, was er entbehren konnte, war es nicht genug, um in dieser harten Zeit zu überleben. Ritter Lanny war der erste, der den Freunden Lebe wohl sagte und es mit einer eigenen Ritterschar versuchen wollte. Glücklicherweise fanden die übrigen Mitstreiter kurz darauf einen heimatlosen Kämpfer mit Namen Doug Aldrich, der sich ihnen anschloss.
Zurückgekehrt auf den Übungsplatz des Grafen, begannen sie ihre Übungen für einen neuen Epos. Es sollte diesmal klingen wie eine Geschichte, die ihre Großväter aus den Zeiten der Kreuzzüge zu erzählen wussten. Sie nannten es deshalb SAHARA. Obwohl es noch besser zu gelingen schien, als ihr erstes Werk, war Kämpfer Doug Aldrich des Kämpfens müde und gibt seine Axt weiter an einen Neuen, den man Mike Guy rief.

Doch diesmal will das gemeinsame Training nicht recht gelingen und man bricht einen Streit vom Zaun. Es gelingt das Schlimmste zu verhindern. Jedoch sind es nicht die blauen Flecke sondern der verletzte Stolz, die die kleine Schar spaltet. Ritter Chuck und Ken können die Schmach nicht überwinden und gehen von nun an ihre eigenen Wege.
Man findet sich mit neuen Rittern zusammen und unternimmt einen letzten Versuch, mit den Epos DEMONS DOWN die eigenen Geister zu beschwören, jedoch vergebens. Die Schar zerstreut sich in alle Winde und geht von nun an ihre einen Wege.
Es vergeht mehr als ein Jahrzehnt, bis sich die beiden ehemaligen Waffengefährten Gregg Giuffria und James Christian zufällig wieder treffen und ihren Träumen der Vergangenheit Taten folgen lassen möchten. Diesmal sucht man sich die besten Ritter aus den verschiedensten Königreichen, damit die Sache gelingen möge.
Kampferfahren wie sie nun einmal waren, können sie ihre Geschichten mit reichlich Anekdoten und spielerischem Zauber erfüllen, denn sie haben mit den Jahren nichts von ihrem eigentlichen Handwerk verlernt. Sie wollten diesmal am liebsten die ganze Welt bewegen und gaben ihrem Werk deshalb den Namen WORLD UPSIDE DOWN.

Und es mag manchen Ungläubigen erstaunen, aber der Plan scheint zu gelingen. "These are the Times", "I'm free" und "Million Miles" zwingt jeden ihrer Zuhörer sich im Takt der Musik zu bewegen.
"Rock Bottom" hat man mit einen so starken Zauber versehen, das so mancher ihrer Zuhörer mitten des Nachts mit schweißnassem Körper aufwacht, weil ihm das Stück bis in seine Träume verfolgt hat.
Doch besonders mit langsameren Takten verstehen es die Gefährten, ihre Zuhörerschaft in den Bann zu ziehen. Bei "All the Way to Heaven" und "Field of shattered Dreams" verlor sicherlich so manch spröde Magd ihre Unschuld.
"All the Pieces falling" und "World upside down" verstanden es mit ihrem Flair sogar das zu Stein gewordene Herz mancher Prinzessin zu erweichen.
Fazit: Auch wenn die Frische der Jugend, mit den Jahren, der Weisheit des Alters gewichen ist, so hat sich die Schar vieles ihres früheren Zaubers erhalten können. Es ist immer noch eine wahre Freude den Ausführungen des Minnesängers James Christian zu lauschen.
Jedoch ziehen manchmal auch dünne Nebelschwaden auf, die das Gefühl von bereits verklungenen Weisen anderer Ritterscharen heraufbeschwören.

Tipp:
 Alle, die bereits von den ersten Werken begeistert waren, werden auch diesmal ihre Erfüllung finden. Das unbedarfte Volk wird ebenfalls bereitwillig einen Obulus errichten, um an dem Genuss des Zauber-Epos Teil zu haben.

Titel-Liste:
 
  1. Mask of Eternity
  2. These are the Times
  3. All the Way to Heaven
  4. Field of shattered Dreams
  5. I'm free
  6. All the Pieces falling
  7. Rock Bottom
  8. Million Miles
  9. Your Eyes
  10. Ghost of Time
  11. My Generation
  12. SOS
  13. World upside down

Laufzeit:
 57:15 Min.


 
 
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