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Review: House of Lords |
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Album:
| | LIVE IN THE UK, 2006, Frontiers |
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | J.G., 26.12.2006 |
Review:
| | Kaum machen die wiedererstarkten US-Amerikaner von House of Lords mit ihrer Reunion und einem neuen Album WORLD UPSIDE DOWN von sich reden, so bringt die neue Labelheimat gleich eine weitere Überraschung aus den Markt, das Live-Album LIVE IN THE UK. Die Aufnahmen stammen vom bis dato letzten Auftritt der Lords auf dem Firefest in Nottingham am 26. November 2005 mit Sänger James Christian, Gitarrist Lanny Cordola, Bassist Chuck Wright und Ken Mary am Schlagzeug.
Wie oft musste man bei anderen Bands erleben, dass nach der Veröffentlichung eines neuen Albums im Anschluss jede Menge weiteres Material erscheint, sei es eine Sammlung unveröffentlichter Stücke, Frühwerke, Bootlegs oder irgendwelche Live-Mitschnitte von zweifelhafter Qualität, nur damit das Süppchen der Aufmerksamkeit am köcheln gehalten wird.
Doch es gibt auch glänzende Ausnahmen gepaart mit geschicktem medienwirksamen Timing. Ein neues Album und im Anschluss Live-Material schafft einfach mehr Vertrauen, als nach längerer Abstinenz aus heiterem Himmel ein Live-Album auf den Markt zu werfen.
Angesichts der Setlist und der Qualität der vorliegenden Scheibe hätte dies jedoch kaum einen Unterschied gemacht.
Was erwartet man eigentlich von einer guten Live-Aufnahme? Es muss die Zusammenstellung der Songs passen, es muss Stimmung herüber kommen, die Qualität muss stimmen, wären spontan meine ersten Wünsche.
Diese Wünsche haben die Lords erhört und in beeindruckender Art auf Kunststoff gebannt. Auch wenn kein Song des aktuellen Album dabei ist, was technisch auch nicht möglich gewesen wäre, so trübt dies den Hörgenuss nicht im geringsten.
Nach kurzer Vorstellung, was die Fans nun erwartet: "...very, very great pleasure to present you, The House of Lords", legen sich die US-Amerikaner mit "Sahara" des gleichnamigen Erfolgsalbums von 1990 gleich mächtig ins Zeug. Schon hier wird klar, die vier haben das Publikum voll im Griff.
Nach dem nächsten Rock-Kracher "Chains of Love" wird zur Freude des Publikums ein Gang heruntergeschalten und der Feuerzeug- und Taschenlampen-Fraktion Gelegenheit gegeben im Takt von "Love don't lie", einer Ballade des Debüt-Albums, für Stimmung zu sorgen.
Mittlerweile kocht die Stimmung im Publikum und es fällt den vier Lords schwer sich mit "Pleasure Palace" gegen die tosende Menge lautstärkenmäßig durchzusetzen.
The eighties are back, zumindest so lange das ruhigere "Talkin' Bout Love" empfängliche Frauenherzen höher schlagen lässt.
Noch eine Spur sanfter und eingängiger geht es zu Beginn von "The Edge of your Life" zur Sache - übrigens wieder ein Song aus dem Debüt-Album. Erstaunlich, wie die Menge noch auf mehr als 15 Jahre alte Songs abfährt.
Mit Sicherheit eine live-wirksame Nummer, der Song "Mind Trip", für mich jedoch zu viel Gefrickel und zu lange nervende Gitarrensoli, aber das ist sicherlich Geschmacksache.
Danach gibt es allerdings keine Ausrutscher mehr, egal ob der groovende Hardrocker "All is gone", das Retro-angehauchte "The Rapture", der Schmachtfetzen "I wanna be loved" oder der ruhige Mega-Ohrwurm "Can't find my Way Home", können sie alle punkten und haben schon "The Way to my CD-rack" gefunden.
Zum Abschluss des Live-Teils geben die Lords mit "Slip of the Tongue" aus ihrem Debüt Album nochmals mächtig Gas. Obwohl namensgleich mit einem Song von Whitesnake, so haben beide nichts miteinander zu tun. Die Lords waren damit auch ein Jahr früher am Start als David's weiße Schlange. Ein gelungener Ausklang für eine knappe Stunde Bühnenluft alá House of Lords.
Den tatsächlichen Schlusspunkt setzt der Bonus-Song "Havana", der ebenso wie das Live-Material durch gefällige Hooklines und mitreißendem Rhythmus zu überzeugen weiß, den Silberling jedoch mit einem etwas zu schnellen Fade-out ausklingen lässt.
Fazit: Um ein gutes Live-Album präsentieren zu können bedarf es schon einiger Voraussetzungen. Wer genügend Live-Taugliches Material in seinem Repertoire hat, Spielfreude an den Tag (bzw. den Abend) legt, ein dankbares Publikum vor sich stehen hat und einen geschickten Mann ans Mischpult abgestellt, der braucht nur noch das berühmte Quäntchen Glück. All dies trifft hier zu und deshalb verwundert es kaum, dass das Ergebnis auf der ganzen Linie zu überzeugen weiß. |
Tipp:
| | Egal ob Neueinsteiger, Fan von Live-Alben oder alter "House of Lords"-Hase, diese Scheibe macht auf der ganzen Linie einen sehr guten Eindruck und bringt jedem ein Stück Bühnenatmosphäre ins Wohnzimmer. |
Titel-Liste:
| | - Sahara
- Chains of Love
- Love don't lie
- Pleasure Palace
- Talkin' Bout Love
- The Edge of your Life
- Mind Trip
- All is gone
- The Rapture
- I wanna be loved
- Can't find my Way Home
- Slip of the Tongue
- - - Bonus Studio Track - - - - Havana
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Laufzeit:
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Bandinfos |
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