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Review: Glenn Hughes |
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Album:
| | MUSIC FOR THE DIVINE, 2006, Frontiers |
Stil:
Wertung:
| |  7 von 7 Punkten | | R.Z., 07.06.2006 |
Review:
| | Da liegt es nun also vor mir, das neueste Werk von Glenn Hughes, The Voice Of Rock und ich frage mich beim Einlegen der Scheibe, was mich wohl erwartet. Der Titel MUSIC FOR THE DIVINE legt ja die Latte für das, was da kommen mag, recht hoch und soll laut Label-Info seinen momentanen Standpunkt repräsentieren. Vor allem darauf bin ich gespannt, denn ich kenne kaum jemand der musikalisch und stimmungsmäßig so vielseitig war und ist.
Eine Stunde später. Ich bin beeindruckt, nein eigentlich ergriffen! Vor allem aber habe ich das Gefühl aus einem Traum erwacht zu sein. Ein Traum von einem Konzert anno 1977, bei dem Bands und Künstler wie David Bowie, Die Beatles (wenn sie noch existiert hätten), Jimi Hendrix, Aerosmith, Led Zeppelin und Rainbow aufgetreten sind. Aber das alles klang so neuzeitlich. War es am Ende doch kein Traum?
Nach dem zweiten Durchlauf weiß ich nun, dass ich nicht geträumt habe. Dieses Album hat mehr Facetten als ein Diamant im Altschliff! Dennoch gibt es einen roten Faden. Es ist die 11 Songs dauernde Reise durch die prägende Musik der 70er. Hardrock, Soul, Funk und Blues. Jeder Song eine gelungene Mixtur von typischen Elementen dieser Musikrichtungen, exakt so präsentiert, wie es sich anhören würde, ständen die alten Recken heute auf der Bühne. In modernem Gewand, aber ohne moderne Elemente. Modern präsentiert, aber ohne moderne Spielereien. So und nicht anders würden die Songs der von mir oben angeführten Bands klingen, kämen sie gerade frisch auf den Markt.
Einen Song hervorzuheben oder als Anspieltipp zu nennen wird diesem Album nicht gerecht. Jeder Song erinnert an andere Helden der 70er. Mal hört man Led Zeppelin heraus, dann glaubt man Deep Purple zu erkennen und beim nächsten Song scheint Jimi Hendrix auf der Bühne zu stehen. Diese Bilder erzeugt Glenn Hughes mit einer unglaublichen Leichtigkeit. Seine Stimme gereicht einem Chamäleon zur Ehre. Mal kräftig rockig, mal melancholisch, dann wieder soulig, nur um beim nächsten Song funky oder emotional das Mikrofon zu verwöhnen. Einzig der Bonustrack der mir vorliegenden Version "Nights In White Satin" (eine Cover-Version des Moody Blues Klassikers) sticht ein wenig heraus. Wer schon immer mal wissen wollte, wie der Song geklungen hätte, wenn ihn Moody Blues im Hardrock Gewand veröffentlicht hätten, sollte sich diese Version nicht entgehen lassen.
Dass diese Stimmungsbilder auch musikalisch authentisch erzeugt werden und von der ersten bis zur letzten Sekunden eines jeden Songs Bestand haben, dafür sorgen, neben Herrn Hughes selbst, der sich für die genial eingestreuten Streichersequenzen und die Akustikgitarrenparts verantwortlich zeichnet, zwei Musiker: Chad Smith und John Frusciante. Schlagwerker und Gitarrist der Red Hot Chili Peppers. Und sie bringen in genialer Art und Weise genau die Elemente ein, die den Songs den Touch der heutigen Zeit verleihen. Besser hätte eine solche Zusammenarbeit einfach nicht ausfallen können.
Fazit: Dieses Album ist so abwechslungsreich wie ein Frühlingsblumenstrauß und doch werden die Blumen von einem starken Band, dieser tollen Hommage an die großen Musiker der 70er, perfekt zusammengehalten. Jeder Song für sich ist schon hörenswert, aber in der Gesamtheit unschlagbar. |
Tipp:
| | Jeder, der etwas mit den großen Gruppen und Musikern der 70er, gerade im Rock-Bereich, anfangen kann, sollte hier bedenkenlos zugreifen. Aber auch Fans der Red Hot Chili Peppers werden begeistert sein! |
Titel-Liste:
| | - The valiant Denial
- Steppin' on
- Monkey Man
- This House
- You got Soul
- Frail
- Black Light
- Nights in white Satin (Bonus Track)
- Too high
- This is how I feel
- The Divine
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.glennhughes.com
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