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Review: Jorn |
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Album:
| | UNLOCKING THE PAST, 2007, Frontiers |
Stil:
Wertung:
| |  3 von 7 Punkten | | S.J., 13.12.2006 |
Review:
| | Cover-Songs sind immer eine schwierige Angelegenheit. Sehr schmal ist der Grat zwischen langweiliger Kopie und einem totalen Verriss durch zu viel Eigeninitiative. Noch komplizierter wird es, wenn ein ganzes Album nur aus Songs vergangener Tage und diversen Künstlern bestehen soll. Große Erfolge wie Metallicas GARAGE DAYS RE-REVISITED sind die Ausnahme. Nun wartet ex-Masterplan Sänger Jorn mit einer neuen Scheibe auf, die alte Songs wieder zum Leben erwecken soll.
Los geht es mit "On and on". Der Song der Michael Schenker group besticht durch zeitgemäße Produktion und fette Gitarrenriffs. Gerade im Solo ist es sicherlich strittig ob dieser Sound die richtige Wahl war, jedoch wird man es den eingefleischten Schenker-Fans eh nicht Recht machen können in dieser Hinsicht.
Nun knöpft man sich Whitesnakes "Fool for your loving" vor. Klingt ganz nett, kann aber keine wirklichen Akzente setzen, was aber auch damit zusammen hängen kann das gerade bei diesem Song Coverdales Stimme für meine Ohren unabdingbar ist. Jorn macht seinen Job am Mikro aber dennoch gut.
"Cold sweat" von Thin Lizzy ist als nächstes an der Reihe. Wieder fällt die starke produktionstechnische Modernisierung auf. Die Gitarrenarbeit ist natürlich auch dementsprechend ganz anders gehalten als im Original und deutlich dem Stil von Jorn angepasst.
Wenn UNLOCKING THE PAST schon als "A Tribute to the Hard Rock Giants" angepriesen wird, so dürfen natürlich auch Black Sabbath nicht fehlen. Jorn widmet ihnen ein Miniatur-Medley aus den Songs "Lonely is the word / Letters from earth", welche beide aus der späteren Schaffensperiode der Herren aus Birmingham stammen. Heavy und doomig klingt es, und im Vergleich zu Ronnie James Dio macht sich Jorns außerordentliche Stimme bemerkbar. Natürlich hängt sie dem von Dio gerade in punkto Volumen noch deutlich hinterher, aber Parallelen lassen sich dennoch nicht von der Hand weisen.
Mit "Burn" wird das Tempo wieder angezogen. Wenn man schon einen Song von Ritchie Blackmore nachspielt, so sollte doch die Akzentuierung auf der Gitarrenarbeit liegen, welche leider hier völlig untergeht. Zwar ist die Hammond-Orgel gegen Ende ganz nett anzuhören, jedoch wäre ein echtes Aufreißer-Solo sicher besser gekommen als Melodiebögen die in der wuchtigen Soundwand verschwinden.
Dass Bad Company eine persönliche Vorliebe von Jorn sind, lässt sich anhand des nächsten Tracks vermuten: "Feel like making love". Hier kann Jorn seine gefühlvolle Gesangstechnik ganz ausspielen, eine gelungene Version.
"Kill the king" haut im dicken Soundgewand wie erwartet richtig rein. Die Stimme passt, das Tempo wurde gegenüber dem Original noch ein wenig erhöht und der kurze Pentatonik-Lauf im sonst ja sehr straighten Riff passt auch wie die Faust auf's Auge. Eine geglückte Powermetal Version des alten Rainbow Klassikers.
Die Idee "Perfect Strangers" zu covern ist alles andere als neu, und auch fraglich ob hier unbedingt notwendig, waren Deep Purple doch auch schon vertreten. Jene hier gebotene Version ist wie viele andere ganz nett, aber reißt nicht wirklich vom Hocker.
Nachdem "Naked City" (Kiss) mehr oder weniger am Hörer vorbeigerauscht ist, schließt "The Day the Earth caught Fire" die CD ab. Betont episch aufgemacht, bildet der Song den Abschluss eines eher mäßigen Cover Albums.
Fazit: Ein Teil der Songs waren als Bonus-Tracks für andere Alben vorhergesehen: "Burn" und "The Day the Earth caught Fire" wurden auch von Jorn schon veröffentlicht, aber wohl remastered für diese Zusammenstellung. Viele der Songs können keine neuen Akzente setzen, oder eben jene kommen nicht recht zu Geltung. Für Hardrock-Neulinge mit Vorliebe für modernen Sound ist diese Scheibe vielleicht interessant, alle die diese Scheibe nicht kennen haben aber nichts verpasst. Für den Preis eines kompletten neuen Albums ist die Leistung einfach zu mager ausgefallen. |
Titel-Liste:
| | - On and on
- Fool for your loving
- Cold sweat
- Lonely is the word / Letters from earth
- Burn
- Feel like making love
- Kill the king
- Perfect strangers
- Naked city
- The day the earth caught fire
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.jornlande.com
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