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Review: Jorn
 
THE GATHERING

Album:
 THE GATHERING, 2007, Frontiers

Stil:
 Hard Rock

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 S.J., 17.12.2006

Review:
 Neben der Coverscheibe UNLOCKING THE PAST gibt es von Jorn eine weitere neue Scheibe, welche aber ebenfalls gänzlich ohne frisches Material auskommt. THE GATHERING ist ein "Best of"-Album seiner frühen Tage.

"Something real" ist ein MidTempo Song mit eingängigem Refrain, welcher sicher nicht unbewusst als Opener gewählt wurde. Gleich danach wird das Tempo angezogen, "Gonna find the sun" glänzt durch solide Gitarrenriffs mit leichtem 80er Touch. Eine Solo hätte dem nur knapp 3-minütigen Song sicher gut getan.
Die stimmungsvolle Ballade "Bridges will burn" ist wieder einer der typischen Streitfälle: Die einen sagen "einfach schön", die anderen "kitschig".
Bei "Young forever" ist der Fall hingegen klar, denn so wie der Titel es ankündigt, klingt auch der Song, die druckvolle Produktion trägt ihren Teil dazu bei. An Effekten hat man nicht gespart, und auch ein Solo gibt es zu bestaunen.
Seine doomige Seite präsentiert uns Jorn mit "Tungur Knivur", was auch immer uns dieser seltsam anmutende Titel sagen soll. "One day we will put out the sun" und "Sunset station" präsentieren uns wieder den gewohnten Mid-Tempo Klang, bevor es in das emotionale "Hourglass" geht. Der Begriff Halbballade passt an dieser Stelle nicht wirklich, ist der Song insgesamt doch zu wuchtig ausgefallen. Es ist eine Berg- und Talfahrt zwischen ruhigen, atmosphärischen Passagen und der typischen Powermetal Schlagseite.
"Gate of Tears" fährt ein Riffbrett ähnlich Grave Digger auf, bis mit "House of Cards" die erste wirkliche Ballade beginnt. Man spürt Jorns Einflüsse, klingt es doch hier und da stark nach Whitesnake, jedoch mit dem Unterschied das Jorn anstelle seiner verlorenen Liebe, Fehler der Menscheit beweint.
Rein klanglich könnte "My own Way" da eine Lösung bieten. Ein fröhlicher Mitsingsong der die zuvor verspürte traurige Stimmung vertreibt und sie durch Optimismus ersetzt. So gesehen ergänzen sich beide Songs sehr gut, ob bei der Zusammenstellung beabsichtigt oder nicht sei dahingestellt.
Die etwas progressive Seite präsentiert "Worldchanger".
Böse wird's dagegen mit "Abyss of Evil". Ein unheilvolles Riff dominiert den Song, sehr schleppend wird das Unheil gewissermaßen heraufbeschworen.
In "Where the Winds blow" geht man wieder gemäßigter zu Werke, der Sturm hat sich offensichtlich gelegt.
Mit "Christine" gibt's eine kleine Lobhymne auf eine Frau, die unter Rockern sehr beliebt zu sein scheint, ist Jorn doch nicht der erste der ihr Zugunsten ein Lied schmettert.
"Big" ist das Schlusslicht der "Best of"-Zusammsenstellung, allerdings ohne neue Glanzpunkte oder Akzente zu setzen.

Fazit: Eine Best-of Zusammenstellung die für Jorn Neulinge sicher reizvoll ist, bietet sie doch einen Querschnitt durch die Alben und ist auch stilistisch recht vielschichtig. Die Spielzeit der CD wurde voll ausgenutzt. Da aber kein neues Material enthalten ist, erübrigt sich ein Kauf für Jorn-Fans, insofern sie nicht der Sammel-Wut verfallen sind.

Titel-Liste:
 
  1. Something real
  2. Gonna find the sun
  3. Bridges will burn
  4. Young forever
  5. Tungur Knivur
  6. One day we will put out the sun
  7. Sunset station
  8. Hourglass
  9. Gate of tears
  10. House of cards
  11. My own way
  12. Worldchanger
  13. Abyss of evil
  14. Where the winds blow
  15. Christine
  16. Big

Laufzeit:
 77:47 Min.

Band-Infos:
 
  • www.jornlande.com 


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