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Review: Karelia
 
RAISE

Album:
 RAISE, 2005, Drakkar

Stil:
 Melodic Metal / Symphonic Metal

Wertung:
 4,5 von 7
4,5 von 7 Punkten
 J.G., 15.07.2005

Review:
 Metal und Frankreich? Quasi ein Widerspruch in sich. Was bei uns in Deutschland als ernst zu nehmende und lukrative Szene gilt, ist bei unseren Nachbarn eher exotisch einzustufen.
Bei der Scheibe RAISE haben sich die Franzosen redlich Mühe gegeben, gegen die anfängliche Kritik mit eigener Kraft vorzugehen.
Was beim Vorgänger noch allzu sehr an die italienischen Nachbarn Rhapsody erinnerte, ist hier nicht nehr zu finden. Die Gitarren sorgen für den Metal-Teppich und Synthesizer sorgen für stampfende Rhytmen und düstere Atmosphäre.
Diesmal probiert man es mit einer streckenweise eigenständigen Mischung mit einduetigen Wurzeln bei Arena und Nightwish - nur noch gelegentlich blitzen Rhadsody-Powwer-Arrangement durch. Sicherlich eine deutliche Verbesserung.

Der Opener "Raise" sorgt gleich zu Beginn für kontroversen Diskussionsstoff. Muss man unbedingt Hitlerreden in Lieder einbauen um Aufsehen zu erregen - oh sorry, um natürlich Kritik zu üben? Scheinbar ist der Mann zur Zeit wieder total im Trend, da auch Stratovarius sich dieses Mannes bedient. Für mich absolut nicht nachvollziehbar.
Das übrige Songmaterial ist überwiegend im Mid-Tempo gehalten. Nur bei "The Hermit", "Unbreakable Cordon" und "Coming turn" fährt man höhere Taktraten.
Für "Disharmonic Dogmas" hat man sich sogar bei arabischen Klängen bedient, was dem Song, trotz der Kürze ein besonderes Flair verpasst.
"High Hopes" ist eine gelungene Cover-Version des Pink Floyd Titels von 1994 (Album: The Divison Bell). Auch sonst erinnert beispielsweise das Cover-Art-Work des Albums an ein altes Pink Floyd Cover - eine durchaus ehrliche und ernst gemeinte Huldigung an die "ganz Großen".

Tipp:
 Wer abwechslungsreichen Symphonic Metal mag und lieber Mid-Tempo-Titel hört, wer bei Synthesizer-Klängen nicht gleich davon rennt und ab und an nichts gegen klassische Elemente und Frauengesang hat, der kann zugreifen.

Titel-Liste:
 
  1. Raise
  2. Child has gone
  3. Breakdown
  4. The Hermit
  5. Disharmonic Dogmas
  6. Cross and crescent
  7. Tearful Clown
  8. Unbreakable Cordon
  9. Coming turn
  10. High Hopes

Laufzeit:
 50:07 Min.


 
 
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