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Review: Kill The Romance |
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Album:
| | TAKE ANOTHER LIFE, 2007, Locomotive |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | M.K., 12.03.2007 |
Review:
| | Kill The Romance stammen aus Finnland und haben schon einige Erfolge vorzuweisen, zum Beispiel einen Auftritt beim letztjährigen Wack Open Air sowie performances bei einigen heimischen Festivals, wie dem bekannten Tuska Open Air. Locomotive Records hat sich die Band geschnappt und veröffentlicht am 23.03. diesen Jahres das Debütalbum namens TAKE ANOTHER LIFE.
Mit dem fünfminütigen "I'm alive" gehts dann sofort druckvoll und rasant los. Sänger Ville Hovi lotet schon hier seine durchaus vorhandene Variabilität aus, in den Strophen erinnert der gute Mann ab und zu an Anders Friden von In Flames. Der Refrain kommt überraschend poppig daher, passt aber durchaus zur Musik. Gerade durch den zweistimmigen, klaren Gesang. Insgesamt wird hier durchaus vertracktes Songwriting geboten, welches von einer Menge Groove durchzogen wird. Ansonsten gibt es noch ein ordentlich gespieltes Gitarrensolo zu erwähnen. Definitiv ein guter, abwechslungsreicher Opener.
"Prey" geht ähnlich schnell zur Sache. Man merkt der Band an, dass sie etwas beweisen will, kraftvolles Drumming und teilweise sehr tiefe Growls wechseln sich mit einem weiteren, klar gesungenem Refrain und netten Gitarrenmelodien im Hintergrund ab. Sehr schöner Song, nicht so komplex wie der Opener, aber keinesfalls schlechter.
Der dritte Song des Debüts namens "Ghost White Coma" ist da schon teilweise langsamer und erinnert durch das Riffing von Tomi Luoma und Antti Kokkonen schon sehr an die Genregrößen von In Flames. Der Refrain ist hier einfach nur Gold wert. Nur irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, dass sich die Band hier nicht für eine grobe Richtung entscheiden konnte. Da wird alles mal durchprobiert, und das schon im dritten Song hintereinander. Ist zwar gut gemacht, aber wird auf Dauer nicht besser. Trotzdem, gerade durch den Refrain, sowie das Solo am Ende, ein gutes Stück Musik namens "Ghost White Coma".
Weiter geht die wilde Fahrt mit "Inner Cell", wo ausgiebig die Double Bass benutzt wird. Der Riff bleibt im Ohr hängen, und endlich zeigt die Band mal konsequentes Songwriting. Hier wird im Mid-Tempo die (bei mir nicht vorhandene) Matte geschüttelt, und ein weiteres Mal überzeugt der klare Gesang von Ville. Sehr guter Song, kann man mit leben!
"Trespasser" beginnt wie ein alter Thrash Metal-Schinken, hier werden die Drumfelle ordentlich bearbeitet, bis dann ein alles vernichtender, grooviger Riff den Song in den Modern Death Metal drückt. Ville liegt hier stimmlich sehr tief, was super zum Song passt. Das Lied an sich erinnert mich etwas an Soilwork, denn auch beim klaren Gesang wird man hier an "Speed" von eben jenen Soilwork erinnert. Mittelprächtiger Song im Endeffekt.
Ebenso rasant und schnell wie der Vorgänger beginnt auch "Friend". Kill The Romance spielen auch hier äußerst brutalen, jedoch modern klingenden, Death Metal mit einigen sehr netten Riff-Variationen. Einmal mehr überzeugt der Refrain, wenn er auch sehr an einige Refrains zuvor erinnert. Das Prunkstück von "Friend" stellt jedoch das atmosphärische, doppelläufige Gitarrensolo in der zweiten Hälfte dar. Auch die Hyperspeed-Attacke zum Schluß überzeugt noch mal kurz.
"Pulse of Negative" weißt einmal mehr ne Menge Groove und Spielfreude auf. Das Songwriting packt mich völlig, so muss das sein. Der Refrain ist jedoch recht komisch, irgendwie passen da Gesang und Musik nicht wirklich zusammen. Das schnelle Gitarrensolo kann jedoch einiges wieder rausreißen, und so kann "Pulse of Negative" doch noch einen ordentlichen Eindruck machen.
Nun folgt mit "Breath" ein Song mit sehr interessanten Riffs und Soli. So bekommt der geneigte Hörer sofort zu Beginn ein ordentliches Gitarrensolo, und weiter geht es im Mid-Tempo. Erinnert teilweise an Static-X, in manchen Momenten. Ein weiteres Mal wird im Refrain klarer Gesang mit tiefen Growls gemischt, während in den Strophen die Aggression gesanglich klar im Vordergrund steht, hier wird geshoutet, was die Stimme aushält. Guter Song, hat mir Gefallen.
Die "Worldwide Destruction" steht nun an. Und wer hier von einer weiteren Highspeed-Geballer-Attacke ausgeht, hat sich getäuscht. Man beginnt gemählich im Mid Tempo mit einem äußerst symphatisch groovenden Riff, der ab und zu an Meshuggah erinnert. Überraschenderweise gibt es hier, im Gegensatz zu den anderen Songs, schon zu Beginn klaren Gesang auf den Ohren. Jedoch wird auch das Shouten nicht zu wenig eingesetzt. Der Riff, der bei ca. anderthalb Minuten einsetzt, weckt Erinnerungen an so manche Iron Maiden-Songs. Ein weiterer, guter Song.
Richtig schnell beginnt "My sweetest Enemy", brutal und trotzdem melodisch. Schon nach kurzer Zeit wird jedoch der Groove ausgepackt, kurzzeitig von klaren Vocals untermauert. Das Spielchen wird nun erstmal wiederholt, Tempowechsel inklusive. Die klaren Vocals überzeugen mich hier irgendwie besonders, denn sie harmonieren perfekt mit der ruhigeren Musik in den entsprechenden Passagen.
Der letzte Song auf TAKE ANOTHER LIFE heißt "Dark Filth Water" und ist ebenfalls echt schnell, jedoch auch von melodischen, ruhigeren Passagen durchlöchert. Erinnert in den Strophen wieder sehr an die Schweden von In Flames, der Refrain kommt da schon fast in Hard Rock-Gefilde, Singalong-Zeug halt. Insgesamt kann man aber auch zum letzten Song ordentlich die Rübe rotieren lassen, außerdem gibt es auch ein Gitarrensolo zu bestaunen. Leider kommt das Ende etwas abrupt.
Fazit: TAKE ANOTHER LIFE ist sicherlich ein gutes Album. Aber leider nicht im Album-Sinne. Sprich, man kann sich die Songs einzeln echt gut anhören, aber zusammenhängend auf einer CD ist das ganze irgendwie anstrengend. Denn Geschwindigkeit, Gesang und Songwriting an sich wechseln sich teilweise sehr oft ab.
Aber ansonsten können die meisten Songs durch gute Refrains ganz klar überzeugen. Teilweise ähneln sich in dem Bereich jedoch die Gesangslinien sehr. Insgesamt bleibt unterm Strich ein ordentliches Debüt.
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Tipp:
| | Vor allem "Inner Cell" und "Breath" überzeugen hier auf ganzer Linie. |
Titel-Liste:
| | - I'm alive
- Prey
- Ghost White Coma
- Inner Cell
- Trespasser
- Friend
- Pulse of Negative
- Breath
- Worldwide Destruction
- My sweetest Enemy
- Dark Filth Water
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.killtheromance.com  |
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