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Matrix, Bochum Sonntag, 14.10.2007
Bands: Pain, Zonaria, Absolute |
Workaholic Peter Tägtgren und seine Industrial-Rocker von Pain spielten in der Bochumer Matrix auf, doch dem Ruf von Pain, Zonaria und Absolute folgten nur wenige Leute. Lag es am Sonntag oder etwa an der Performance der Bands?
Absolute
Als Opener standen die Frankfurter von Absolute auf der Bühne im langgezogenen Tunnel im Keller der Location. Der leicht poppige Industrial Rock des Quartetts wurde mit viel Elan und Bewegung präsentiert, interessierte das anwesende Publikum jedoch leider kaum. Vor der Bühne war wenig Bewegung, dafür jedoch viel Platz zum fotografieren. Absolute ließen sich nichts anmerken und spielten ihr gut 35 Minuten andauerndes, abwechslungsreiches Set professionell durch.
Stücke wie "The ultimate Show" oder "Message for you" kamen eingängig und kraftvoll rüber, die Band um Frontmann und Gitarrist Toby klang genau so gut wie auf CD. Auch die Halbballade "Sebastian" konnte überzeugen. Mit einer abwechslungsreichen, gut abgestimmten Lightshow wurde die engangierte Performance des Openers unterstrichen. Leider war jedoch nicht mehr als Anstandsapplaus zu holen.
Der Abend sollte auch nach dem Konzert nicht allzu gut für die Band, die zwei Tage vorher ihr selbstbetiteltes Debüt veröffentlichte, laufen: Gitarrist Roberto quetschte sich beim Einladen zwei Finger und zog sich einen Kapselriss zu. Dies bedeutete das vorzeitige Aus von Absolute auf dieser Tour.
Zonaria
Nach einer zwanzigminütigen Umbaupause ging es mit den Schweden von Zonaria weiter. Diese gingen schon einiges härter als ihre Vorgänger zur Sache und präsentierten dem Publikum Industrial Death Metal, der teilweise an die Frühwerke von Fear Factory erinnerte. Auch dieses Quartett wusste sich zu bewegen, es wurde geheadbangt und über die Bühne gelaufen, die Performance war durchaus überzeugend. Der Sound kam druckvoll aus den Boxen, was dem oftmalen Einsatz der Double Bass zu Gute kam. Auch die gegrowlten Vocals von Simon Berglund stießen beim Publikum auf offene Ohren. Innerhalb ihrer vierzig Minuten schafften es Zonaria, den ein oder anderen Headbanger vor die Bühne zu locken.
So flogen die Mähnen zu Stücken wie "The Armageddon Anthem", welche absolut gut präsentiert wurden. Auch Peter Tägtgren schaute sich das Spiel der Band vom seitlichen Backstageeingang an und fand Gefallen an dem, was er und die ca. 200 Leute in der Matrix dort sahen. Zonaria beendet ihr Set unter lautem Jubel und in die Luft gereckten Pommesgabeln, auch Zugaberufe blieben nicht aus. Diese konnten jedoch wegen dem straffen Zeitplan nicht erfüllt werden.
Pain
Nun dauerte es noch einmal zwanzig Minuten, bis der heutige Headliner namens Pain auf der Bühne der "Tube" stand. Vor der Bühne wurde es auch dementsprechend voll, doch in der langgezogenen Halle wirken ca. 200 Leute etwas wenig. Der Bereich zwischen Bühne und Mischpult war jedoch gut gefüllt, als Pain zu ihrem Intro die Bühne betraten. Tägtgren und seine Mannen wurden begeistert empfangen und starteten mit "Same old Song" in ihr Set. Direkt ging es vor und auf der Bühne deutlich mehr ab als bei beiden Bands zuvor. Mit "Crashed" und "Nailed to the Ground" folgten weitere Stücke, die live immer ordentlich für Bewegung sorgten. Jeder Song wurde mit Hörnern und Applaus entsprechend gewürdigt.
Auch langsamere Stücke wie "Injected Paradise" und "Just hate me" fanden ihren Weg in die zwanzig Songs umfassende Setlist und stießen auf wohlwollende Ohren.
Doch die Up-Tempo-Nummern sorgten für die meiste Bewegung im Publikum. Die stampfenden Beats von Pain-Klassikern wie "End of the Line" oder "On and on" wurden vom Publikum direkt mähneschüttelnd verarbeitet, während die Gruppe auf der Bühne sichtlich Spaß am Spielen hatte. Vor allem Gitarrist Micael Gohlin sowie Basser Johan Husqafver wechselten oftmals ihre Positionen untereinander. Auch kleine Schubser etc. blieben spaßeshalber nicht aus. Aber auch Peter hatte, vor allem während der Ansagen, den ein oder anderen Spruch auf den Lippen. Da wurde ihm auch verziehen, dass er am Anfang Bochum mit Köln verwechselte.
Vom neuen Album PSALMS OF EXTINCTION fanden u.a. "Zombie Slam" und "Walking on Glass" ihren Weg in die Setlist. Das neue Material kam ebenso gut an wie ältere Stücke. Insgesamt gab es fünf neue Stücke für das Bochumer Publikum.
Nach "On and on" verließen Pain die Bühne, mussten sich jedoch kurz danach den ausdauernden Zugaberufen beugen. "Dancing with the dead", "Bitch" und das frenetisch geforderte "Shut your mouth" wurden zur Zufriedenheit aller gespielt. Doch auch das reichte dem Publikum in Bochum noch nicht: "Bye/Die" folgte. Peter hier ohne Gitarre und mit Textaussetzern, die er jedoch mit Gestik und Mimik überspielte.
Danach war nach gut zwei Stunden Pain Schluss mit lustig. Die Lichter in der Matrix gingen an, die Leute gingen zufrieden nach Hause.
Pain können jedoch mit rund 200 Besuchern nicht zufrieden sein. Allerdings muss man anmerken, dass das Konzert auf einem Sonntag stattfand und Tags darauf im nur rund 90 Kilometer entfernten Köln der nächste Auftritt anstand. An den Performances aller drei Bands lag das wenig vorhandene Interesse sicherlich nicht.
Setlist Pain:
- Intro
- Same old Song
- Crashed
- Nailed to the Ground
- Eleanor Rigby
- Suicide Machine
- Injected Paradise
- Zombie Slam
- Stay away
- On your Knees
- End of the Line
- Walking on Glass
- It's only them
- Just Hate Me
- Clouds of Ecstasy
- Greed
- On and on
---1. Zugabe---
- Dancing with the Dead
- Bitch
- Shut your Mouth
---2. Zugabe---
- Bye/Die
M.K. 22.10.2007
Fotos von Melanie Wiechers und Mario Kloschinski |
Band-Infos:
| | Absolute: www.absolute-online.com
Zonaria: www.zonaria.tk  |
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