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Konzertbericht
 

Philipshalle, Düsseldorf
Samstag, 18.10.2008

Bands: Disturbed, Shinedown

Am 18. Oktober machten Disturbed auf ihrer Europatour zu INDESTRUCTIBLE Halt in der Düsseldorfer Philipshalle. Als Support hatte man mit Shinedown einen hierzulande eher unbekannten Act im Gepäck, der in Amerika jedoch schon zu den ganz großen Bands im Rockgeschäft zählt. Ein interessantes Package also, das die Philipshalle gut ausfüllte und einiges versprach.


Shinedown

Als wir die Philisphalle betraten waren Shinedown leider schon mitten im Set. Tja, Bahnverspätungen und unfähige Leute, die die Gästeliste blockieren sind leider keine gute Kombination und aus selbem Grund gibt es leider bei Shinedown auch keine Fotos. Dennoch konnte der Auftritt des Quintetts noch genossen werden.

Die Philipshalle war überraschend gut gefüllt, das Ticket für zwei Bands war mit über dreißig Euro nun auch nicht kostengünstig und so war es schon verwunderlich, dass die große Halle zu rund 85-90 Prozent gefüllt war.

Shinedown legten sich mit einer amtlichen Rockshow ins Zeug und konnten viele Fans zum Mitklatschen bewegen. Der druckvolle Sound und die passende Lightshow taten ihr übriges um den Auftritt gelingen zu lassen. Überraschend passen Shinedown und Disturbed gut zusammen, die Fans des Mainacts hatten bei Songs wie "The Sound of Madness", "Devour" oder "Second Chance" ihren Spaß uns so verwundert es nicht, dass Sänger Brent Smith ein leichtes Spiel hatte, die sitzenden Fans zum Aufstehen zu bewegen. Wer jetzt ohne Vorwissen in die Halle gekommen wäre könnte denken hier spielt schon der Headliner. Auch das ruhige "45" konnte gefallen und einige Feuerzeuge sowie Handydisplays erleuchteten die abgedunkelte Halle. Mit "Save Me" endete der Auftritt nach rund vierzig Minuten, hier hatte Brent jedoch stimmliche Probleme im Refrain. Insgesamt zeigt die Band einen sehr guten Auftritt, bei dem jedoch so manche Ansage hätte gekürzt werden können. Da hätte noch ein Song gepasst.

Disturbed

Disturbed
Die Umbaupause ging recht flott und die Halle war sehr voll als Disturbeds Intro um 21:10 erklang und Frontmann David Draiman in Anlehnung an Anthony Hopkins in Zwangsjacke und Maske auf die Bühne geschoben wurde. Befreit von der Jacke legte er mit der Band mit "Perfect Insanity" vom INDESTRUCTIBLE-Album los, "Liberate" folgte und die Band überzeugte mit dem ersten Ton. Beim zweiten Song wurde schon der erste Fan aus der ersten Reihe gezogen, es ging also einiges in der Philipshalle.

Disturbed
David Draiman war sehr gut bei Stimme (einzig im Refrain von "Prayer" wurde sich gepflegt versungen) und verzichtete lange Zeit auf Ansagen, auch die Bühne war einfach gehalten und es wurde auf unnötigen Schnickschnack verzichtet. Auffällig waren die Mikrofone an den Seiten der Bühne und mit Kameras ausgerüstete Crewmitglieder, anscheinend wird hier eine Live-DVD vorbereitet.
Zu "Indestructible" gab es einen neuen Backdrop, dies sollte sich im Laufe des Jahres noch mehrfach ändern, man bekam insgesamt sicher vier oder fünf Motive hinterm Drumset von Mike Wengren zu sehen. Disturbed überzeugten lieber mit allen Hits der bisherigen Bandgeschichte inkl. dem "Land of Confusion"-Cover von Genesis und einem sehr guten, druckvollen Sound.

Disturbed
Negativ anzumerken ist, dass David Draiman nicht die meiste Ausstrahlung hat und auf Dauer seine drei Gesten und das herumlaufen auf der Bühne nicht wirklich spannend oder unterhaltsam ist. Dafür überzeugte der gepiercte Fronter zum Ende hin jedoch mit Ansagen, die das Publikum mitrissen. So wurde unter anderem die Faust in die Höhe gereckt und Einigkeit unter den Fans beschworen. Gute Arbeit, so bindet man seine Fans an die Band. Auch das die drei Frontmusiker gerne für Fotos der Fans in der ersten Reihe posierten fiel positiv auf.

Disturbed
Nach rund siebzig Minuten verließ die Band nach einem Medley sowie "The Game" die Bühne, doch das Publkum hatte noch nicht genug und rief die Band für Zugaben zurück. "Inside the Fire" und "Stricken" folgten, dann legte Mike Wengren ein astreines Schlagzeugsolo hin. Geschulte Ohren erkannten schnell, dass "Down with the Sickness" sich anschloss und die Band legte sich noch einmal richtig ins Zeug.
Nach dem bislang größten Hit der Bandgeschichte war das Konzert dann nach insgesamt achtzehn Songs vorbei.

Setlist Disturbed:
  1. Perfect Insanity
  2. Liberate
  3. Just stop
  4. Voices
  5. Indestructible
  6. Prayer
  7. Land of Confusion
  8. Remember
  9. Deify
  10. Stupify
  11. Divide
  12. Haunted
  13. Medley
  14. The Game
    - - - - - - - - - -
  15. Inside the Fire
  16. Stricken
  17. Drum Solo
  18. Down with the Sickness

Fazit: Um ca. 22:45 Uhr gingen die Lichter an und die Fans strömten in die kalte Düsseldorfer Nacht mit dem Wissen, einen denkwürdigen Konzertabend erlebt zu haben.

    M.K. 03.11.2008
    Fotos von Mario Kloschinski

 
 
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