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6. Ragnarök Festival 2009 (D) Stadthalle in Lichtenfels Freitag 17.04.2009
Bands: Adorned Brood, Alestorm, Dornenreich, Falchion, Finsterforst, Heidevolk, Kivimetsän Druidi, Korpiklaani, Mĺnegarm, Týr, Wolfchant |
1. Tag
Endlich wieder Götterdämmerung! Ach nee, stimmt ja nicht, die Ragnarök ist ja die Sage der Geschichte und des Untergangs der Götter. Odin, Thor, Asgaard, Midgaard, Naglfar und Yggdrasil sind jetzt wieder angesagt.
Nachdem wir nun tagelang wunderbares Wetter hatten, regnete es gerade heute den ganzen Tag wie verrückt. Man könnte meinen der Untergang von Asgaard wäre in vollem Gang.
Als ich dann Lichtenfels erreichte, musste ich feststellen, dass sich die Parksituation gegenüber den letzten Jahren arg verschlechtert hat. Direkt vor der Stadthalle war der Parkplatz bereits rappelvoll. Man leitete mich weiter auf einen Parkplatz vor einem Kaufhaus. Natürlich auch voll, klasse wohin nun? Ah ja, weiterfahren in ein Parkhaus. Parkhaus??? Hey, ich will im Auto pennen und nicht noch ewig durch die Gegend laufen. Außerdem regnete es ja wie aus Eimern, aber okay was will man sonst machen. Also ab ins Parkhaus. Ich ergatterte einen der letzten freien Plätze unter freiem Himmel.
Jetzt aber los, die erste Band hat bereits angefangen. Leider dauerte es mit der Akkreditierung noch so lange, dass ich völlig durchnässt erst zur dritten Band in der Halle war.
Finsterforst, Kivinetsän Druidi
Die Schwarzwälder Finsterforst widmen sich dem Viking Metal und feiern mit ihrem neuen Album …ZUM TODE HIN gerade eine erfolgreiche Veröffentlichung.
Kivinetsän Druidi kommen aus Finnland und geben sich dem Folk Metal hin. Seit 2008 ist mit Leeni-Maria Hovila eine neue Sängerin an Bord.
Leider kann ich über den Auftritt der beiden Bands aus genannten Gründen nichts berichten. Schade!
Adorned Brood
Endlich Live-Musik! Die Halle ist bereits gut gefüllt, als eine der Mitgründer der deutschen Pagan-/Folk-Szene die Bühne betritt. Voller Spielfreude wurde hier richtig Dampf gemacht. Knalliger harter Metal im heidnischen Gewand mit folkigen Einlagen.
Die Nackenmuskulatur wurde ein erstes Mal strapaziert. Die Halle feierte und grölte mit. Vor allem dem bekannten 'Was wollen wir trinken sieben Tage lang…' bestand der Chor aus hunderten Stimmen.
Alestorm
Die Schotten waren bei mir bislang noch ein weißer Fleck in meinen Live-Erfahrungen. Schade eigentlich. Mit ihrem selbstgenannten Scottisch Pirate Metal wussten sie zu überzeugen und hielten die Stimmung in der Halle hoch. Viking Metal mit einem typisch schottischen Touch.
Hier steht Party auf dem Programm, was man an den fliegenden Haaren sehr gut ableiten konnte. Anhand der vielen Bandshirts im Publikum war klar, dass sie ihre Fans dabei hatten. Cooler Auftritt der Seeräuber!
Heidevolk
Ein weiteres Highlight des Tages kündigte sich an. Wer die Niederländischer kennt, weiß, dass sie immer für eine Überraschung gut sind. Als das Licht erlosch und einiges an Nebel auf die Bühne geweht wurde, kamen an die 20 Nordische Krieger im obligatorischen Gewand und mit Helm, Schwert und Schild gerüstet auf die Bühne. Die Bühne nur spärlich beleuchtet, die Schwerter auf die Schilde schlagend bahnten sie sich ihren Weg. Verwegene Atmosphäre machte sich breit. Ein Tross Kämpfer rüstet sich im Moor zum Kampfe. Entsprechend ertönen die Schlachtgesänge von Heidevolk. Auch sie traditionell gebührlich bekleidet und mit Trinkhorn am Gürtel.
Heidevolk bieten dem Pagan-/Folk-Fan seit jäh eine klasse Show. Auch diesmal war die Halle ein wahres Hörnermeer. Mit Zugabe Zugabe'-Rufen verließen sie nach einer guten dreiviertel Stunde die Bühne.
Wolfchant
Die niederbayrischen Paganer haben angesichts ihres neuen Album DETERMINED DAMNATION für das Ragnarök eine spezielle Show angekündigt. Unterstützung im Line-Up erhalten sie von Uwe Lulis an der Gitarre und Michael Seifert (Vocals) von der deutschen Metaltruppe Rebellion, die auch auf dem Album zuhören sind. Erstmals wird ein Keyboard in die Liveshow integriert.
Mit geschwärzten Gesichtern und schwarz-rot befleckten Hemden gingen die Jungs ans Werk und verbreiteten im wahrsten Sinne des Wortes ihren Heidenlärm. Frontman Lokhi und sein Gefolge heizen der bangenden Meute richtig ein
Týr
Auf den Pagan-Brettern dieser Welt dürfen Týr natürlich nicht fehlen. Die Viking Metal-Band von den Färöer-Inseln sind jedem Genrekenner bestens bekannt. Wie immer stilgerecht mit Kettenhemd gekleidet tragen sie ihre Werke dem Publikum vor. Nach den vorherigen Bands, die eine Feier- und Trinkhorn-Entleerungsstimmung verbreitet haben, wirken Týr mit ihren Songs, wie eine Erholungspause. Ihre etwas langsamere Spielweise hat aber natürlich auch hier ihre Fans. Die meist in färöisch oder dänisch vorgetragenen Songs passen dabei wie die viel beschriebene Faust aufs Auge.
Dornenreich
Die Dunkel-Österreicher Dornenreich geben dem Abend eine zwischenzeitliche musikalische Wendung. In der Halle herrschte jetzt eine ganz andere Stimmung, ausgelöst natürlich auch durch die tiefschwarzen Klänge, vor allem aber durch die Präsenz von Eviga und Inve. Ersterer zog das Publikum durch seine beeindruckende stimmliche Vielfalt in seinen Bann, während letzterer mit einem wunderlichen Lächeln auf seinen Lippen seiner Violine rabenschwarzes Ambiente verbreitete.
Korpiklaani
Die finnische Humppa-Metal Combo sind der Inbegriff der metallischen Folk- und Feierabteilung.
Die Waldheinze aus dem Land der Sen und Rentiere bringen wieder Schwung in die Massen. Nach dem schwarzen Intermezzo sind jetzt wieder Hörner Trumpf. Met und Bier fließen in Strömen, aber nicht nur die Kehle runter. Da schwappt schon mal 'ne Ladung auf die Klamotten.
Was soll's. Die Stimmung ist gut, typisch Korpiklaani halt.
Mĺnegarm
Die Schweden feuern ihre Ladung schwarz geschwängerten Folksalven aufs Volk ab. Da bleibt wahrlich kein Auge trocken. Frontman Erik zeigt sein ganzes stimmliches Vermögen. Mal kreischt er sich die Lunge aus dem Leib, mal growlt er um dann zwischenzeitlich seine cleane Stimme zu Gehör zu bringen. Jan Liljekvist fiedelt dermaßen ausgelassen, dass hinterher mehrere junge Schwarzkittel meinten, dass müsse aus der Konserve gekommen sein. So könne man doch nicht fiedeln... ...man kann, wie man unschwer sah und hörte.
Falchion
Das Ende des ersten Tages war fast erreicht. Die Massen verließen die Halle, obwohl noch ein Act wartete. Davon ließen sich Falchion aber nicht beeindrucken. Ihre Mischung aus Melodic Death und Folk Metal funktioniert und war ein klasse Abschluss.
Fazit: Also das Feier- bzw. Stimmungsbarometer war am gesamten ersten Tag ziemlich weit oben. Na klar, bei dem Billing war das ja vorprogrammiert. Im Übrigen waren auch wirklich klasse Leute unterwegs. Viele Paganisten aus der Schweizer (Grüezi a d' Schwiz!), Frankreich, Russland und den Niederlande war unterwegs und unterstreichen die Bedeutung dieses Festival für die europäische Paganszene.
Sogar ein Zimmermann auf Wanderschaft mit kompletter Ausstattung (mit Zylinder!) war unter den Anwesenden. Ich wusste gar nicht, dass es das noch gibt. An dieser Stelle einen Gruß an Thilo und alles Gute für den Rest der Wanderschaft!
Immer noch sacknass - zum Rauchen ging man ja schließlich auch vor die Halle und in den strömenden Regen - ging es dann zurück zum Parkhaus.
R.J. 17.04.2009
Fotos von Joachim Rettschlag |
Der zweite Tag:
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Bandinfos |
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Top-15 Musiker |
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Bon Jovi, Jon |
430 |
Hetfield, James |
429 |
Liimatainen, J.A. |
310 |
Young, Angus |
295 |
Dickinson, Bruce |
290 |
Wylde, Zakk |
287 |
Rhoads, Randy |
284 |
Mikkonen, J.K. |
280 |
Danzig, Glenn |
276 |
Simmons, Gene |
265 |
Rudd, Phil |
265 |
Pesch, Doro |
259 |
Lee, Steve |
242 |
DeMaio, Joey |
240 |
Idol, Billy |
237 |
21 Tage-Hits bis 19.12.2011 |
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