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Konzertbericht |
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10. Riedfest Underground Metal Open Air Rohr bei Meiningen (D) Freitag 30.07.2010 - Tag 1
Bands: Asenblut, Gernotshagen, Illdisposed, Molestation, SepulcruM, Thy Final Pain
Wir befinden uns im Jahre 2000 n. Chr. Ganz Südthüringen ist von Volksmusik und Herbert Roth-Anhängern besetzt... Ganz Südthüringen? Nein! Ein von unbeugsamen Metallern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem schnöden Mainstream Widerstand zu leisten.
Das müsste seit der Jahrtausendwende in den Chroniken von Rohr stehen.
Aus einer größeren Geburtstagsfeier entsprang die Idee für das Riefest. Seitdem hat sich das Underdog-Festival zu einem recht ansehnlichen Geheimtipp gemausert. Und immer wieder schaffen sie es ein bemerkenswertes Line-up auf die Beine zu stellen. Diesmal wird das zehnjährige Jubiläum gefeiert und mit dabei sind viele Weggefährten während eben der letzten zehn Jahre.
Leider gab es im Vorfeld einige auch ziemlich kurzfristige Absagen, so dass etwas gezaubert werden musste, um Ersatz zu beschaffen.
Molestation
Die Ilmenauer Molestation dürfen den Startschuss zum Jubiläumsfestival geben. Deftiger Death Metal ist für den Anfang nicht die schlechteste Wahl. Die Band wurde ziemlich kurzfristig, nämlich erst heute früh, nach nominiert. Danke dafür!
Asenblut
Mit der Göttinger Band Asenblut steht der nächste Gig auf dem Programm. Die Niedersachsen spielen einen gefälligen Mix aus Death- Black- Thrash und Pagan Metal.
SepulcruM
Die Haus und Hofband des Festivals dürfen nun ihr Können beweisen. Vor nunmehr fast 700 Festivalbesuchern nutzen sie ihren Heimvorteil und schmettern Death Metal in ihrer eigenen Art. Mit derben Growls und herzzerreißendem Gekeife prägt Frontman Bradok die Songs der Südthüringer. Die Gitarren vermischen sich mit dem Schlagzeug zu einer vernichtenden Abrissbirne. Man, die haben Groove! Selbstverständlich darf ihr eigene Interpretation des "Rennsteigliedes", der Wanderhymne Thüringens nicht fehlen, begleitet von ca. 700 weiteren Kehlen der Besucher.
Gernotshagen
Thüringisch geht es auf der Stage weiter. Die Kumpel von Gernotshagen aus dem nahen Trusetal sind vom Riedfest eigentlich nicht mehr wegzudenken. In diesem Jahr stehen sie bereits das fünfte Mal auf den Brettern. Festlich gezwirnt mit Hemd und Anzug wird dem 10jährigen Jubiläum eine gebührender Atmosphäre verliehen. Zudem schmettern Askan und seine Mannen ihre Songs in die Riedwiese. Natürlich wissen die Zuschauer auch das Heimspiel von Gernotshagen gebührend zu feiern. Fast jedes Werk wird inbrünstig mitgesungen oder zumindest mit kreisenden Haaren begleitet.
Illdisposed
Als nächstes steht die dänische Death Metal-Maschine Illdisposed auf dem Plan. Gemeinsam mit dem gleichzeitig stattfindenden Eisenwahn Open Air hat man den Auftritt organisiert, denn am nächsten Tag stehen die Dänen dort auf der Bühne. Nachdem Schlagzeuger Thomas Jensen bereits im Vorfeld für einige Shows im Juni und Juli entschuldigt wurde, malträtiert Kumpel Morten Toft Hansen von den befreundeten Landsleuten Raunchy nun die Felle. Leider musste auch Gitarrist Jacob Batten kurzfristig absagen und somit standen nur vier Dänen auf der Stage.
Egal, diese vier ließen nichts anbrennen. Die Alben TO THOSE WHO WALK BEHIND US, THE PRESTIGE und BURN ME WICKED stellten den Hauptteil der Setlist. An diesem Abend stehen bzw. gehen über 700 Fans hinter Danish Dynamite. Jedenfalls vergeht die eine Stunde ziemlich schnell und die feiernde, moshende und bangende Menge verabschiedet den Subwoofer und seine Jungs lautstark.
Leider stehen Illdisposed für eine Après-Feier nicht mehr zur Verfügung, einerseits wegen des morgigen Auftritts, aber auch wegen der mittlerweile ziemlich feuchten Kälte. Das Thermometer hat sich schon auf maue 7° gesenkt. Nicht wirklich viel für einen Sommerabend.
Thy Final Pain
Das kostet auch der letzten Band am heutigen Abend eine Menge Zuschauer, denn viele haben sich nach dem Auftritt der Nordlichter direkt auf den Heimweg gemacht. Schade, denn Thy Final Pain hätte eine wesentlich größere Meute verdient. Fetter Midtempo-Todesblei der Marke alles plättender dunkler Bulldozer, klar spielten doch Gitarrist Simon Dorn und Bassist Marc Jüttner bereits bei Debauchery und soweit ich weiß auch 2007 mit eben dieser Walze beim Riedfest.
Ein interessanter Tag neigt sich dem Ende. Wie immer strahlt das Riedfest eine mystische Atmosphäre aus. Nicht zuletzt in der Dunkelheit, wenn die über zwei Meter hohen Schwedenhölzer fackeln. Leider konnten jedoch auch diese nicht die heraufziehende Kälte verhindern. Was in dieser Nacht bleibt, ist der ein oder andere Schluck im Disco-Zelt u.a. mit einigen der aufgetretenen Bands.
R.J. 30.07.2010 |
Die anderen Tage:
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Bandinfos |
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Top-15 Musiker |
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Lee, Steve |
466 |
Hetfield, James |
453 |
Bon Jovi, Jon |
429 |
Young, Angus |
415 |
Wylde, Zakk |
330 |
Dickinson, Bruce |
321 |
Rudd, Phil |
310 |
Liimatainen, J.A. |
300 |
Rhoads, Randy |
280 |
Mikkonen, J.K. |
280 |
Danzig, Glenn |
275 |
Simmons, Gene |
268 |
Pesch, Doro |
264 |
Idol, Billy |
253 |
DeMaio, Joey |
252 |
21 Tage-Hits bis 19.01.2013 |
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