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Konzertbericht
 

Schlingsbruch, Augustdorf (D)
Samstag 30.06.2012

Bands: Distinction, Errorhead und Soulvillage

Die positive Resonanz auf das 1. Rock Open Air im letzten Jahr machte die Fortsetzung am 30.06.2012 im idyllisch gelegenen und von Wald umrandeten Schlingsbruch in Augustdorf möglich. Die perfekte Kulisse also für einen tollen Konzertabend. Für das leibliche Wohl wurde ebenfalls gesorgt, wobei vor allem der allseits beliebte Gerstensaft (Detmolder Pilsener) die ein oder andere durstige Kehle erfreute. Sogar Petrus war dem Veranstalter an diesem wunderbaren Abend gewogen!


Distinction / Soulvillage
Den Auftakt des Abends bestritten Distinction, einer in OWL schon sehr bekannten und geschätzten Cover-Band, die mit ihrem geschmackvollen Stilmix aus Rockklassikern und Deutschrock die angereisten Freunde guter Musik bestens auf den weiteren Abend einstimmte.
Das Repertoire der Band reicht von Steppenwolf über Westernhagen bis hin zu Soulklassikern wie "Mustang Sally".

Den Abschluss des Konzertabends bildeten Soulvillage aus Hannover, die – wie der Name schon sagt – mit ihrem heißen Mix aus funkigen und souligen Klängen die Meute dazu animierte, das Tanzbein zu schwingen. Hervorragende Musiker und ein Sänger, der sich mit seiner formidablen Röhre hinter niemandem verstecken muss. Da groovte der gesamte Schlingsbruch


Errorhead
Errorhead
Trotz des gelungenen Rahmenprogramms durch die vorerwähnten Combos bestand natürlich kein Zweifel daran, warum sich die Hundertschaften begeisterter Rockmusik-Fans in erster Linie nach Augustdorf aufgemacht hatten. Der Grund war natürlich der Headliner des Abends, der von der ersten Sekunde an die Anwesenden in seinen Bann zog. Da Sänger Andrew Gräser aus Augustdorf stammt, war dieses Konzert so etwas wie ein Heimspiel. The Boys are back in Town!!! Was konnte da noch schief gehen?!
Errorhead
Mit der grandiosen Instrumental-Nummer "Irish Kids" legte die Band los. Was hier sofort positiv auffiel, war der fantastische, glasklare Sound der noch knackiger rüber kam als auf dem Album. Marcus Deml ließ verschiedenste Sounds auf das Publikum niederprasseln und garnierte den Opener zudem mit so manchem Killer-Lick. Spätestens jetzt wusste auch der letzte Anwesende, dass man es hier mit einem Weltklasse-Musiker zu tun hatte. Dies trifft natürlich ebenfalls auf die fantastischen Mistreiter Demls zu. Sänger Andrew Gräser machte durch sein mal kraftvoll-raues, mal gefühlvolles Organ jeden Song zu einem echten Ereignis. Über "The greek Wunderkind" Zacky Zouchas sowie das "Groove-Gebirge" Frank Itt muss ich an dieser Stelle wohl keine Worte mehr verlieren. A real Rhythm-Section from Hell!!!!

Die Setlist des Abends zeichnete sich durch ihren enormen Abwechslungsreichtum aus. Hier war wirklich für jeden etwas dabei. Ein Höhepunkt folgte hier auf den nächsten. Sei es die Hitnummer "One of these Days", die sphärische Killer-Ballade "Heaven", die treibenden Bluesrocker "Let me get down" und "Star", das famose "Fool in Love" (mit einem Killer-Bass-Solo) oder der berührende "Song for Gary", einem Tribute an den letztjährig verstorbenen Gary Moore, ein großer Einfluss von Marcus Deml.
Errorhead Errorhead

Ich könnte an dieser Stelle einfach so weitermachen, da einfach jeder Song ein Highlight darstellte. Die Leidenschaft, mit der die Band auf der Bühne agierte war einfach unglaublich und ergreifend. Marcus Deml spielte nicht einfach nur, er durchlebte jeden einzelnen Ton den er auf seiner Gitarre erzeugte, was man jederzeit auch an seinem Gesicht ablesen konnte. Überdies waren die Jungs bestens aufgelegt, was durch die ein oder andere humorige Ansage von Andrew Gräser bzw. Marcus Deml zum Ausdruck kam und für Erheiterung beim Publikum sorgte. Vor allem die gelungene Dieter Bohlen-Parodie von Marcus zog einige herzhafte Lacher nach sich!!!

Errorhead
Errorhead machen nun eine kleine Pause, bevor sie im September ihre Club-Tour durch Deutschland fortsetzen. Ich kann abschließend nur jedem Rock-Fan mit einem Faible für erstklassige handwerkliche Arbeit wärmstens ans Herz legen, Errorhead auf mindestens (!) einem ihrer Club-Gigs zu besuchen. Leidenschaftlichere, bessere und sympathischere Musiker als diese werdet ihr verdammt lange suchen müssen!



    M.A., 30.06.2012
    Fotos von Marc Schipper

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