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Summer Breeze Festival
Flughafen Sinbronn bei Dinkelsbühl (D)
Donnerstag 16.08.2012 - Tag 2

Bands: Agrypnie, Alcest, Be'Lakor, Born From Pain, Die Kassierer, Every Time I Die, Excrementory Grindfuckers, Farsot, Ghost Brigade, Glorior Belli, In Solitude, Månegarm, Napalm Death, Norma Jean, Peter Pan Speedrock, Ski's Country Trash, Stier, We Butter The Bread With Butter, Behemoth, Darkest Hour, Deathstars, Die Apokalyptischen Reiter, Epica, Eluveitie, Iced Earth, Obscure Sphinx (Sieger des New Blood Award), Subway To Sally, The Rotted

Die Birne noch ein wenig brummend geht es in den ersten richtigen Tag beim Summer Breeze.



Be'Lakor
Scheinbar sind einige Australier Vorort, oder die Fans haben sich australische Fahnen zugelegt. Zumindest werden Be'Lakor mit Freude vernommen haben, dass es schon mächtig voll vor der Main Stage ist. Der Melodic Death Metal der Australier eignet sich schon um die Schlaffalten aus der Birne zu bügeln. Be'Lakor haben es dank smarten Tempowechseln und stimmig eingesetzten, flächigen Keyboards geschafft dem Genre ihren Stempel aufzudrücken. Sänger George Kosmas ist die Souveränität in Person, plauderte locker mit dem Volk und gibt sich, als ob er mit seinen Downunder-Jungs jeden Tag derartige Festivals rocken würde. Ein wenig mehr Präsenz auf der Bühne können die Aussies allerdings noch gebrauchen. Meinem Eindruck nach haben die Leute jedoch ihr Kommen nicht bereut.
Be'Lakor Be'Lakor

Setlist Be'Lakor:
  1. Intro
  2. Senator
  3. Remnants
  4. Fraught
  5. Sun’s Delusion

Månegarm
Wenn nach Pagan Metal gefragt wird, taucht Månegarm ziemlich weit vorn in der Aufzählung auf. Kein Wunder, gehören doch die Schweden zu den Bands der ersten Stunde. Eine ansehnliche Menge hat sich auch hier vor der Pain Stage versammelt. Die Schweden liefern einen schön abwechslungsreichen Rückblick über ihr bisheriges Schaffen und überzeugen mit ihrer packenden Mischung aus brutalem Metal und durchdachten folkigen Elementen, welche trotz der heftigen Riffs doch stets den Weg ins Gehör finden. Besonders die starken melodischen Gitarrenleads stechen hervor, und zusammen mit den massiven Doublebass-Attacken, dem harschen Kreischgesang sowie den klaren Chören präsentieren Månegarm ihre Version des Pagan Metals. Die Fans grölen und feiern ausgelassen und eifrig zu den teils doch auch tanzbaren Rhythmen und verwandeln den Platz vor der Bühne in ein Feld voll fliegender Haare und tanzender Menschen. Von der aufgeheizten Menge sichtlich angefeuert haben auch Månegarm offensichtlich jede Menge Spaß und posen, was das Zeug hält. Zum Schluss bedankt sich die Band noch bei ihren Fans, die ihnen nun schon 17 Jahre lang die Treue gehalten haben.
Månegarm Månegarm

Setlist Månegarm:
  1. Intro
  2. Eternity Awaits
  3. Nattsjäl, Drömsjäl
  4. Hordes Of Hel
  5. I Mina Fäders Hall
  6. Nattväsen
  7. Arise
  8. I Evig Tid

Glorior Belli
Mit einem doch etwas außergewöhnlichen Mix warten dann Glorior Belli auf. Im Laufe ihres zehnjährigen Bestehens haben sich die Franzosen aus dem Korsett des traditionellen Black Metal etwas befreit, um eine ureigene, abwechslungsreiche Mischung aus Southern Rock/Metal, Stoner und Black Metal zu präsentieren. Mit unbändiger Energie, psychedelischen Anleihen, häufigen Tempowechseln, bluesigen Riffs und sägenden Gitarren zaubern sie wuchtige Klanglandschaften mit tiefschwarzen Wüsten. Extravagant aber auch irgendwie strange. Viele der Anwesenden lassen sich mitreißen, und so dürften Glorior Belli an diesem Tag einige weitere neue Fans dazugewonnen haben. Denn es ist nichts anderes als ein verlockendes, teuflisch-musikalisches Wechselspiel der Extreme, mit viel Charme und auf verdammt hohem Niveau! Zum Schluss springt Sänger J. noch in den Fotograben, um die Fans in den ersten Reihen mit seiner Gitarre spielen zu lassen.
Glorior Belli Glorior Belli

Setlist Glorior Belli:
  1. Secret Ride To Rebellion
  2. They Call Me Black Devil
  3. In Paradisum...
  4. Interlude
  5. Manifesting The Raging Beast
  6. Deadly Sparks
  7. Meet Us At The Southern Sign

Every Time I Die
Stoner Rock im Metalcore Gewand präsentieren Every Time I Die nun auf der Pain Stage. Pünktlich um Viertel vor Vier entern die Southern-Spezialisten die Bühne. Passend zum Südstaaten-Sound lässt sich die Sonne blicken und so haben sich viele Fans vor der Pain Stage versammelt um sich von den Buffalo-Gitarren wärmen zu lassen. Frontmann Keith Balls Buckley gibt von Anfang an sein Bestes die Massen in Bewegung zu halten, neben dem aktuellen Album EX LIVES haben die New Yorker auch echte Klassiker im Gepäck.
Every Time I Die Every Time I Die

Mit "No Son" wird explosiv gestartet, Gitarrist Jordan (stilecht in Batik-Shirt und Röhrenjeans) stürmt von der einen zur anderen Seite und das Publikum folgt den Bewegungen gerne. Der erste Circle Pit lässt nicht lange auf sich warten und beim Klassiker "Bored Stiff" geht dann richtig die Post ab. Nach zwölf rotzigen Songs verabschieden sich Every Time I Die dann mit dem obligatorischen Verschenken der Drumsticks und Bierbecher, und die Masse johlt noch einmal auf.
Every Time I Die Every Time I Die

Setlist Every Time I Die:
  1. No Son
  2. Wanderlust
  3. Floater
  4. Bimbos
  5. Beast
  6. Rushmore
  7. Bored Stiff
  8. Kill The Music
  9. Diablo
  10. Typical
  11. Werewolf
  12. Ebolarama

Agrypnie
Schnell ab ins Zelt. Mit Agrypnie kommt jetzt eines meiner Highlights des Festivals. Bereits der erste Auftritt in Dinkelsbühl 2008 war ein voller Erfolg, was sich nicht nur anhand der großen Zuschauermenge zeigte, sondern auch an deren Reaktion auf das Dargebotene. Und auch 2012 rennen die Mannen um den sympathischen Frontman Torsten der Unhold Hirsch im Partyzelt offene Türen ein. Die Avantgarde Black Metaller werden noch dieses Jahr ein neues Album präsentieren. Gewohnt souverän aber voller Spielfreude zeigen sich Agrypnie. Erfahrung haben die Jungs aus Hessen genügend. Die ausdrucksstarken, dynamisch gespielten Hymnen versprühen trotz frühem Nachmittag eine herrlich dunkle Atmosphäre, kein Wunder bei den wunderbar kalten Riffs, dem präzisen Schlagzeugspiel, dem charismatischen Kreischgesang sowie den emotionalen deutschen Texten. Die sehr offensiv aufspielenden Agrypnie verstehen es, mit ihren wuchtigen, dabei äußerst melodischen Epen das Publikum vollends zu fesseln. Richtig geil Jungs!!!
Agrypnie Agrypnie

Setlist Agrypnie:
  1. Der tote Trakt
  2. Augenblick
  3. Gnosis
  4. Morgen

Stier
Die meisten Leute kennen Hans-Martin Stier wahrscheinlich als Clubvorsitzenden aus Hausmeister Krause, oder aus diversen Kriminalfilmen im öffentlich-rechtlichen TV. Dass der gute Mann aber auch musikalisch was auf der Pfanne hat, bewies er mit seiner Show auf der Camel Stage, die zwar unter chronischem Zuschauermangel zu leiden hatte, da parallel aufspielende Bands wie Napalm Death natürlich die Massen anzogen, jedoch durchaus seine Klasse bewies. Die schlicht Stier betitelte Band bietet harten deutschen Rock, mit dicken Gitarren und schleppenden Drums, ohne dabei mit den Texten ins Lächerliche zu rutschen. Im Fahrwasser von Unherz oder vielleicht auch Rammstein verliert Herr Stier zu keiner Sekunde die Lust an der Unterhaltung und lockt mit seiner charismatischen-dunklen Stimme gegen Ende doch noch einige Hörer vor die kleine Bühne. Das Nachmittagsprogramm ist somit gesichert und jeder der sich mal von dem Massenandrang vor der Hauptbühne erholen wollte, findet eine Abwechslung bei den Mannen rund um Stier.
Stier Stier

Setlist Stier:
  1. Dieses Mal
  2. Vampire
  3. Avatar
  4. Rauhaar
  5. Stalker
  6. Mein Schatz
  7. Übers Meer
  8. Gier
  9. Mein Gott
  10. Keine Zeit
  11. Tanzen
  12. Nachtschicht

Peter Pan Speedrock
Peter Pan Speedrock aus den Niederlanden haben eine kleine feine Fangruppe im Partyzelt versammelt. Zum rauen Rock´n´Roll der drei Männer feiern die eine eigene kleine Party. Ohne große Worte zu verlieren wird mit "Bakkerburg" im Highspeed-Tempo gestartet, Sänger Peter Piet van Elderen brüllt mit seiner Reibeisenstimme in bester Motörhead-Manier in den extra hochgedrehten Mikrofonständer und die, die gekommen sind, lassen sich auch nicht lange bitten eine Tanzeinlage einzulegen. Nach den ersten drei Songs folgt dann auch eine Begrüßung an die Fans und die Aufforderung alles zu geben um das Zelt zum Kochen zu bringen.
Peter Pan Speedrock Peter Pan Speedrock

Dem wird auch nachgekommen, ein kleiner Circlepit ist genauso zu beobachten wie dutzende schwingende Matten in der Menge. Der Sound scheint anscheinend Anklang zu finden, gegen Mitte des Sets steigt die Zahl der Zuschauer deutlich an und so kommt doch noch eine ordentlich rockige Stimmung auf woraufhin Peter Pan Speedrock ihre Show ohne jegliche Ermüdungserscheinungen zu Ende spielen. Die Holländer sind wirklich immer ein Besuch wert!
Peter Pan Speedrock Peter Pan Speedrock

Setlist Peter Pan Speedrock:
  1. Bakkerburg
  2. Boom
  3. Crank Up The Everything
  4. Killerspeed
  5. Transylvanian Express
  6. Better Off Dead
  7. Resurrection
  8. Heatseeker
  9. We Want Blood
  10. Go Satan Go
  11. Auf Der Axe

Napalm Death
Napalm Death legten die Hauptbühne bereits vor zwei Jahren in Schutt und Asche, da kann der Anspruch für die kleinere Schwesterbühne kein geringerer sein. Und wahrlich, ab den ersten Klängen von "Circumspect" regiert für eine dreiviertel Stunde der Knüppel aus dem Sack. Bei drückendstem Sound macht die Grind-Institution, die sich übrigens in diesem Jahr bereits seit 31 Lenzen durch den Underground holzt, keine Gefangenen und präsentiert sich in bestechender Form. Auch wenn Napalm Death heute nicht in Bestbesetzung antreten (Basser Shame Embury wird krankheitsbedingt durch einen äußerst aktiven Glatzkopf vertreten): Fronter Barney Greenway zuckt wie gewohnt halb-spastisch durch die Gegend, Mitch Harris zersägt mit schneidenden Riffs die Luft und Danny Herrera verprügelt mit Dauergrinsen im Gesicht sein Drumkit, als wär's der letzte Gig. Schade nur, dass das in hoher Zahl angetretene Publikum den hohen Energielevel nicht von Anfang an mitgeht. Während der größte Teil lieber Standfußball spielt, tauen immerhin die ersten Reihen schnell auf.
Napalm Death Napalm Death

Ab "Protection Racket" geht die Post ab, die zwei kleinen Moshpits vermischen sich während später zu einem großen, in dem gilt: jeder mit jedem und alle gegen alle. Folgerichtig pflücken auch die Ordner die Crowdsurfer in Zehnerpacks herunter. Zum Abschluss gibt es die obligatorischen Evergreens, die einmal mehr verdeutlichen: Napalm Death dürfen auch gerne noch die nächsten 30 Jahre weiterhin für globale Zerstörung sorgen.

Setlist Napalm Death:
  1. Circumspect
  2. Errors In The Signals
  3. Everyday Pox
  4. Protection Racket
  5. Silence Is Deafening
  6. The Wolf I Feed
  7. Practice What You Preach
  8. Quarantined
  9. Analysis Paralysis
  10. Dead
  11. Deceiver
  12. When All Is Said And Done
  13. Unchallanged Hate
  14. Nom De Guerre
  15. Suffer The Children
  16. Nazi Punks Fuck Off
  17. Scum
  18. You Suffer
  19. Instinct Of Survival

Alcest
Wie Glorior Belli stammen Alcest aus Frankreich und beide haben ihre musikalischen Wurzeln im Black Metal. Die weitere Entwicklung ist aber bei Alcest eine gänzlich andere, nämlich in Richtung Post Metal. Die Mannen um Fronter Neige verzaubern das Partyzelt des Summer Breeze mit ihren ruhigen, meist relaxten Epen mit viel Melodie und Herz und laden die zahlreich erschienenen Fans mit ihren intensiven Klangwelten eher zum Träumen ein. Während der Stücke lauscht das Publikum gebannt, um nach jedem Lied mit viel Beifall die talentierten Musiker zu belohnen. Der bitter süße, wohltuende Klargesang sowie die prägnanten Melodien sorgen für eine dichte Atmosphäre, dazu passend hat man sich auf eine dezente Lightshow mit grünen und blauen Strahlern konzentriert. Doch Alcest leugnen nicht ihre Vergangenheit, immer wieder gibt es schwarzmetallische Ausbrüche, währenddessen dann auch mal die Haare im Publikum dazu kreisen. Ein spannender, stimmungsvoller Auftritt!
Alcest Alcest

Setlist Alcest:
  1. Autre Temps
  2. Les Iris
  3. Les Voyages De L'âme
  4. Là Où Naissent Les Couleurs Nouvelles
  5. Percées De Lumière
  6. Summer’s Glory

Born from Pain
Feinster Hardcore mit viel metallischen Anleihen soll nun das Zelt zum Kochen bringen. Born from Pain liefern wie erwartet die bisher wildeste Show des Tages im Zelt ab. Mit "Relentless" beginnt ein Feuerwerk an explosivem Hardcore und die mehr als zahlreichen Besucher haben richtig Bock den Laden gehörig zum Beben zu bringen. Ab dem ersten Song ist nicht mehr zu unterscheiden ob Circle Pit, Wall of Death oder einfach nur wildes Gemoshe, hier ist definitiv die Hölle los. Es fliegen Bierbecher und Klorollen und Sänger Rob Franssen animiert zu jeder Sekunde seine Fans. Die Securitys haben alle Hände voll zu tun, denn die Crowdsurfer fliegen förmlich über die Massen. Rob lässt es sich natürlich auch nicht nehmen von der Bühne zu springen und gemeinsam mit der Crowd, die ihn freudig in die Arme schließt, die Refrains ins Mikro zu brüllen. Gerade als die ersten Ermüdungserscheinungen unter den verschwitzen Fans auftreten kommt die Aufforderung zum größten Circle Pit aller Zeiten, woraufhin sich sicherlich ein großartiger Anblick von der Bühne aus bietet. Born from Pain sind nach so vielen Jahren immer noch nicht müde und das merkt man ihnen zu jeder Sekunde an. Die Bewegungen der Bandmitglieder sind fast so wild wie die der Crowd, was natürlich mehr und mehr animiert. Nach dem großen Finale mit "Stop at Nothing" verabschiedet man sich dankbar und sichtlich verschwitzt von der großartigen Menge und man kann vor Zugabe-Forderungen, die aufgrund des engen Zeitplans leider nicht bedient werden können, kaum noch etwas hören. Großes Kino!
Born from Pain Born from Pain

Setlist Born from Pain:
  1. Relentless
  2. Here Lies Civilization
  3. Rise Or Die
  4. Final Nail
  5. Sons Of A Dying World
  6. Change Or Die
  7. The New Hate
  8. Behind Enemy Lines
  9. American Treason
  10. Black Gold
  11. Stop At Nothing

Norma Jean
Nach einer Abrissbirne vom Kaliber Born from Pain haben es Norma Jean naturgemäß nicht leicht. Die Reihen bleiben verhältnismäßig leer. Da die Amis nicht oft in Europa touren, haben sie nicht den Status, wie in den Staaten. Doch davon lassen sich Norma Jean nicht beirren und feuern ein Set in die Meute, das sich gewaschen hat. Einmal quer durch die Diskografie geht die Reise und es wird ohne Pause in den Tiefen des chaotischen Hardcore gekramt. Die Spielfreude der Band springt dann dementsprechend schnell auf das Publikum über, welches den extra Platz für diverse Zurschaustellungen von Spinkicks, Two-Steps und Karate-Einlagen nutzt. Beide Parteien verlassen die Arena sichtlich glücklich und schweißgetränkt.
Norma Jean Norma Jean

Setlist Norma Jean:
  1. Intro
  2. Leaderless And Self Enlisted
  3. Dilemmachine: Coalition; Hoax
  4. The Anthem Of The Angry Brides
  5. Robots: 3, Humans: 0
  6. Face:Face
  7. Charactarantula: Talking To You And The Intake Of Glass
  8. The End Of All Things Will Be Televised/
  9. Vipers, Snakes, And Actor
  10. Memphis Will Be Laid To Waste
  11. Outro

We Butter the Bread With Butter
Die altvorderen Metaller verlassen jetzt garantiert fluchtartig das Zelt. Die ersten Reihen füllen sich nun mit jungem Gemüse, standesgemäß mit einem WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER-Shirt bekleidet. Und auch sonst ist der Altersschnitt im Zelt deutlich niedriger als seither, aber die Reihen sind mehr als gut gefüllt. Wenn man sich vorstellt, dass die Brandenburger erst seit fünf Jahren unterwegs sind und mittlerweile bereits am Abend auf der Bühne stehen, Hut ab!
Schon beim Intro werden laute Chöre angestimmt und als die Band ihre Instrumente in die Hand nimmt, weiß man, hier geht jetzt der Punk ab. Bereits mit dem Opener verwandelt sich die gesamte Zuschauer-Fläche in einen einzigen Moshpit, der Breakdown-lastige Deathcore der Kombo schlägt bei der Zielgruppe voll ein. Der Metal-Nachwuchs lässt keine Zweifel mehr daran, dass er ordentlich feiern kann, Circle Pits, Wall Of Death und Crowdsurfing ohne Ende bieten einen grandiosen Anblick. Unsere geschätzten Grabenschlampen haben jedenfalls alle Hände voll zu tun um die Ordnung in Bühnennähe wenigstens halbwegs aufrecht zu erhalten. Die extrem agile Band heizt immer noch mehr an, Sänger Paul stürmt von Seite zu Seite und ruft zu diversen Tanzmoves auf, während Gitarrist Kenneth immer wieder seine Sprungkraft auf den Verstärkern zum Besten gibt. Nach der Hälfte des Sets kommt es zur kurzen Entspannung. Die inzwischen bei Fans sehr beliebte Coverversion des Deichkind-Klassikers "Remmi Demmi" gibt es zu belauschen. Am Ende kommt dann sogar noch eine kleine Pyro-Show inklusive der Konfetti-Kanone zum Einsatz, welche natürlich wieder johlend gefeiert wird. Passend zum Titel legt man mit "Extrem" ein Wahnsinns-Finale hin und auch wenn man kein Fan des modernen Sounds ist, das ist nach Born From Pain definitiv die explosivste Show des bisherigen Tages im Zelt. Die lauten Zugabe-Rufe bringen Fronter Paul dann nochmal auf die Bühne um sich mit einer erneuten Verbeugung vor diesem großartigen Publikum zu verabschieden.
We Butter the Bread With Butter We Butter the Bread With Butter

Setlist We Butter the Bread With Butter:
  1. Intro
  2. Der Tag an dem die Welt unterging
  3. Alle meine Entchen
  4. Schlaf Kindlein Schlaf
  5. Breekachu
  6. Glühwürmchen
  7. Superföhn Bananendate
  8. Remmi Demmi (DEICHKIND Cover)
  9. Backe Backen Kuchen
  10. 13 Wünsche
  11. Bounce
  12. Der kleine Vampir
  13. WOW
  14. Extrem

Die Kassierer
Wer auf Niveau steht, der muss jetzt unbedingt weiterlesen, denn Die Kassierer stehen zu Diensten! Es wird auch mal langsam Zeit dem Summer Breeze diese Chaoten mit ihren anspruchsvollen Ergüssen zu präsentieren. Man mag von der seit 1985 lärmenden Band halten, was man will, eines kann man ihnen jedoch nicht absprechen: wo immer sie auftauchen ist Spaß und gute Laune. Wenn Wolfgang Wölfi Wendland schon zu Beginn "Saufen, saufen, jeden Tag nur saufen" zur obersten Verhaltensmaxime skandiert und sich gleich darauf zu "Mein schöner Hodensack" überraschend früh komplett entkleidet, um mit Textzettel und Bierdose in der Hand seinen Astralkörper zu präsentieren, bleibt halt kein Auge trocken. Es ist schon erstaunlich, wie die Band mit dem immer gleichen Programm über Jahre solche Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann, ohne über 45 Minuten Spielzeit auch nur ansatzweise zu langweilen. Der Siedepunkt ist somit schnell erreicht, bei "Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist" schmettern die feierwütigen Sprechchöre gen Bühne und lassen in Folge das Wasser von der Decke tropfen. Der Song wird auch lange nach dem Auftritt noch an und vor den Bierständen lautstarkt skandiert.
Die Kassierer Die Kassierer

Setlist Die Kassierer:
  1. Physikalisches Intro
  2. Besoffen sein
  3. Mein schöner Hodensack
  4. Sex mit dem Sozialarbeiter
  5. Quantenphysik
  6. Mein Gehirn, Dein Gehirn
  7. Blumenkohl am Pillemann
  8. Mach die Titten frei, ich will Wichsen
  9. Sonnenfinsternis in Lissabon
  10. Arsch abwischen
  11. Drillinstructor-Song
  12. Kein Geld für Bier
  13. Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist
  14. Ich töte meinen Nachbarn und verprügel seine Leiche
  15. Schnaps und Bier
  16. Großes Glied
  17. U.F.O / Smoke On The Water / tot, tot, tot
  18. Stinkmösenpolka

Ski's Country Trash
Nach dem Motto Ein Amerikaner in Nürnberg hat Ski King in Franken seine Zelt aufgeschlagen. Stimmlich irgendwo zwischen Elvis, Lemmy und Johnny angesiedelt, steht er entweder bei der Gothic Rock-Band Beloved Enemy oder bei Ski's Country Trash am Mikrofon. Mit letzterer Band steht er in fünf Blöcken auf der Camel Stage. Mitreißend gespielte Country-, Rockabilly und Punkrock-Perlen gibt die herrlich aufeinander eingespielte Band zum Besten. Der Blickfang ist allerdings nicht der charismatische und mächtig tätowierte Meister Ski selbst, sondern die zierliche Dame am Kontrabass. Mein lieber Herr Gesangsverein, ich war mir bisher nicht bewusst, in welchen Positionen man dieses riesige Instrument bedienen kann, noch dazu, wenn man so grazil ist. Die Pausen zwischen den Blöcken tun gut um mal durchzuatmen.
Ski's Country Trash Ski's Country Trash

Setlist Ski's Country Trash:
  1. Contaminated
  2. Don’t Shoot Me Down
  3. Wonderland
  4. Neverending Road
  5. Breaking The Law
  6. Country Trash
  7. Why Do You
  8. Breaking The Rules
  9. Sleeping Beauty
  10. Folsom Prison
  11. Luvutschüss
  12. Jack Daniels
  13. Under Pressure
  14. Generation Download
  15. Highway To Hell
  16. White Trash
  17. Rose Of Ballymore
  18. Ghostriders
  19. Ace Of Spades
  20. Hurt

Ghost Brigade
Seit sieben Jahren sind Ghost Brigade musikalisch unterwegs und haben bereits 2009 einen Auftritt beim Summer Breeze zu verzeichnen. Damals eher als Geheimtipp gehandelt, fanden sich zu später Stunde nur eine Handvoll Fans ein. Mittlerweile haben die Finnen drei starke Alben eingespielt und ein gut gefülltes Zelt zeugen von einer recht großen Beliebtheit. Und wie zu erwarten schlägt die Melange aus brachialen Soundwänden, doomiger Schwere und melancholisch getragener Atmosphäre wie eine Bombe ein. Gleich von Beginn an ist mit dem tonnenschweren "Love in a Loop" mächtig Groove im Sound. Die Saitenfraktion mosht sich in Trance, die Drums wummern in tiefster Synchronität mit dem Bass, die Luft ist getränkt mit finnischer Düsternis. Besonders der introvertierte Sänger Manne Ikonen hat heute einen perfekten Tag erwischt. Seine Growls trägt er mit Inbrunst vor und bei den gefühlvollen Clean-Vocals zeigt er sich sicher in der Spur. Als Highlight kristallisiert sich das hymnische "Into the Black Light" heraus, das von der Menge mit frenetischem Applaus bedacht wird. Ein absolut überzeugender Auftritt von Ghost Brigade, dem hoffentlich noch viele weitere auf dem Summer Breeze folgen werden.
Ghost Brigade Ghost Brigade

Setlist Ghost Brigade:
  1. Lost In A Loop
  2. Traces Of Liberty
  3. Breakwater
  4. Into The Black Light
  5. My Heart Is A Tomb
  6. Clawmaster
  7. Soulcarvers

Excrementory Grindfuckers
Gerade wurde Mitternacht geläutet, als die Headliner der Herzen, wie die Excrementory Grindfuckers auch genannt werden, das gesamte Zelt in den Urlaub entführt. Allein die Outfits und die Bühnendeko zeigen was die Niedersachsen vorhaben. Mannshohe aufblasbare Palmen links und rechts neben dem Drumkit, mehrere aufblasbare Äffchen und bunte Tücher in Südseefarben sorgen für ordentlich Karibik-Zauber. Die Band zeigt sich mit Bermudashorts, Hawaiihemden und sonstiger Strandwear. Sänger Him präsentiert sich mit Schwimmring-Giraffe samt Taucherbrille, Bademütze und Schnorchel als ob er gerade aus dem Pool gestiegen ist. Drummer Christus sitzt im gewagten Bikinitop mit Blumenkette hinter seinem Arbeitsgerät. Zum Smasher "Crack" brettern die Urlauber an die 50 exklusive Excrementory Grindfuckers-Wasserbälle in die Fan-Wogen, mit denen das Volk noch lange Spaß hat. Die Band richtet aber auch mal kritisch das Wort an die Fans: Sagt mal, ihr seid so ruhig, sind wir hier auf dem Wacken, oder was?. Als die Band nach 45 Minuten schließlich zum abschließenden "Final Grinddown" ansetzt, gibt es noch ne Ladung Gratisshirts für die vorderen Reihen und es ist klar, auch der dritte Besuch der liebenswerten Grindchaoten kann nur als Siegeszug verbucht werden! Und großzügig, wie man sie kennt, wandert die komplette Insel-Deko zum Ende der Show ins Publikum.
Excrementory Grindfuckers Excrementory Grindfuckers

Setlist Excrementory Grindfuckers:
  1. Popmposer
  2. Schnaps
  3. Excrementory
  4. Heimscheißer
  5. Crack
  6. Looking For Grindcore
  7. Nein, kein Grindcore
  8. Das bisschen Grindcore
  9. Grindcora
  10. Halb & Halb
  11. Veganerweibchen
  12. Hawaii
  13. Taschengeld
  14. Vater Morgana
  15. Staatsgrind
  16. Flummi das Reh
  17. Blitz
  18. Final Grinddown

In Solitude
Noch bevor die schwedischen Metaller In Solitude einen Ton zu Gehör bringen, nebeln sie das Zelt erst mal gehörig mit allerhand glimmenden Stäbchen ein. Die Fläche vor der Bühne ist im Gegensatz zu den vorher bei den Excrementory Grindfuckers anwesenden Massen natürlich spärlicher gefüllt. Die Schweden geben mal richtig Gas und zeigen den Anwesenden, was Heavy Metal heißt. Die ersten Reihen geraten mehr und mehr in Bewegung und auch die Band lässt keinesfalls nach. Was uns der fahl geschminkte Frontman Hornper mit einem reudigen toten Fuchs um den Hals sagen will, kann ich nicht nachvollziehen, aber egal, der Auftritt ist eine angenehme Überraschung, Daumen hoch!
In Solitude In Solitude

Setlist In Solitude:
  1. We were never here
  2. Demons
  3. The world, the flesh, the devil
  4. Poisoned, blessed and burned
  5. To her darkness
  6. Witches sabbath

Farsot
Im Zelt wird es nun merklich kühler, was nicht nur an den Temperaturen liegt. Farsot können zu dieser fortgeschrittenen Zeit noch eine recht umfangreiche Fangemeinde versammeln und alles wartet nun auf den Avantgarde Black Metal der Thüringer. Ihre überlangen Stücke - bei vierzig Minuten Spielzeit stehen neben dem Intro gerade einmal drei Songs auf dem Programm – versprühen eine unter die Haut gehende Kühle. Einzig die Musik eignet sich nicht, durch Tanzen der physischen Kälte zu entkommen. Die Musiker sind vertieft in ihrem jeweiligen Instrument, während Sänger 10..XIXt sich stoisch bangend an seinen Mikroständer hält. Die Musik wirkt auch ohne große Show und zieht wirklich alle Anwesenden in ihren Bann. Der aufbrandende Jubel nach den Songs und die Zugabe-Rufe am Ende sind ein guter Indikator für den nachhaltigen Auftritt von Farsot. Endgeil!
Farsot Farsot

Setlist Farsot :
  1. Intro
  2. Withdrawal
  3. Adamantine Chains
  4. Trauer


Fazit: Was ein Tag! Jede Menge gute Musik und unglaublich viel Spaß sind das Fazit des Tages. Herrlich, wie es von Genre zu Genre springt und jedes seinen Teil zu eine geilen Tag beiträgt. Vor lauter Endorphinen und Dopaminen ist an Schlaf nicht zu denken und so fließt das eine oder andere Bier noch fluffig durch die Kehle.


    R.J. 16.08.2012
    Fotos von Joachim Rettschlag

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    Burning
    Frei.Wild
    Grave Digger, Tankard
    Alpha Tiger, Ebony Wall
    Stormwitch
    Freedom Call, Orden
    Ogan, Luca Turilli's
    Rhapsody, Vexillum

    21 Tage-Hits bis 06.02.2014
     
     

    Top-15 Bands
     
    Gun Barrel 491
    Victory 406
    Dare 402
    Bonfire 391
    Kiss 384
    Accept 377
    AC/DC 357
    Gotthard 352
    UFO 348
    Iron Maiden 345
    Krokus 337
    Die Ärzte 332
    Running Wild 330
    Helloween 317
    MSG 317

    21 Tage-Hits bis 19.10.2014
     
     

    Top-16 Reviews
     
    My Dominion
     CONSUMED
    396
    Lechery
     IN FIRE
    362
    Hear Me Loud
     THE SYSTEM
    353
    Bullet
     STORM OF BLADES
    347
    Hard Riot
     THE BLACKENED HEART
    331
    Philip Sayce
     INFLUENCE
    321
    Dynamite
     BLACKOUT STATION
    315
    Joe Bonamassa
     DIFFERENT SHADES OF BLUE
    311
    Garagedays
     PASSION OF DIRT
    301
    Merkabah
     UBIQUITY
    297
    Burden of Life
     THE VANITY SYNDROME
    297
    Infinitys Call
     UNCONDITIONAL
    291
    Miseo
     LUNATIC CONFESSIONS
    291
    Order To Ruin
     THE LOSS OF DISTRESS
    289
    Stepfather Fred
     HELLO LARRY BROWN
    280
    Vision Divine
     9 DEGREES WEST OF...
    279

    21 Tage-Hits bis 19.10.2014
     
     

    Top-15 Musiker
     
    Bon Jovi, Jon 368
    Hetfield, James 336
    Rudd, Phil 335
    Danzig, Glenn 304
    Dickinson, Bruce 296
    Wylde, Zakk 294
    Young, Angus 291
    Simmons, Gene 285
    Rhoads, Randy 283
    Liimatainen, J.A. 278
    Goss, Kimberly 271
    Pesch, Doro 268
    Rivers, Sam 261
    Lee, Steve 259
    Pineda, Arnel 250

    21 Tage-Hits bis 19.10.2014
     
     






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