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Review: Lake of Tears |
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Album:
| | MOONS AND MUSHROOMS, 2007, Dockyard 1 |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 01.04.2007 |
Review:
| | Outputs wie am Fließband waren noch nie das Ding der Schweden von Lake of Tears. Und deshalb verwundert es kaum, dass ganze drei Jahre ins Land ziehen mussten bis ein neues Album eingespielt war. Musikalisch sind sie ihrer Richtung treu geblieben und bieten eine gelungene Mischung aus Gothic Rock mit jeder Menge psychedelischen und pop-konformen Einlagen. Es ist dabei immer wieder erstaunlich wie schnell es Lake of Tears schaffen, den Zuhörer in eine eigene phantastische Klangwelt zu entführen und das nach nur ein paar Sekunden.
Manchmal sind es die melancholischen teils sogar depressiven Abschnitte in Kombination mit rockigen gitarrenlastigen Riffs, die eine fast hypnotische Wirkung ausüben und manchmal sind es die eher unbeschwerten fröhlichen Hooklines mit einer gehörigen Portion groovender Gitarren.
Es fällt hier schwer die einzelnen Song für sich zu bewerten, denn die Übergänge sind, trotz einiger Sekunden Zwangspause nahezu fließend. Selbst die Gesangsarbeit von Daniel Brennare ist zu keinem Zeitpunkt dominant oder stark akzentuiert und fügt sich genial in das Gesamtwerk ein. Trotz dichter Instrumentalisierung, hat man es nicht versäumt, für Daniel einen akustischen Schutzwall zu errichten, der ihm einen größtmöglichen Entfaltungsraum bietet.
Stellenweise lassen sich kaum noch klare Riffstrukturen für die Gitarren erkennen und man hat den Eindruck eines endlosen Solos. Allerdings ist zu wirklich unstrukturiert agierenden Bands wie Kyuss noch jede Menge Songwriter-Distanz gegeben.
Aber es gibt durchaus auch Songs mit klaren einprägsamen Riffs wie der Opener "Last purple Sky" oder "Waiting counting", die jedoch nie so trivial erscheinen, dass man sie trotz brachialem Groove-Faktor gleich im Gedächtnis behalten könnte. Dies ist aber nicht unbedingt ein Nachteil, eröffnet es doch die Möglichkeit bei jedem wiederholten Durchgang unbelastet Neues zu entdecken und seien es nur die Keyboard-Hooklines oder ein paar Gitarren-Licks.
Alle Songs sind überwiegend im Mid-Tempo oder Slow Rock gehalten, was zwangsläufig den Eindruck eines in sich geschlossenen Konzepts verstärkt. Da stört es auch nicht wenn auf ein sanft, verträumtes "Like a Leaf" übergangslos relativ harte Gitarren den Gothic Rock-Song "Children of the Grey" mit einem Schuss Punk-Flair veredeln.
Fazit: Kaum andere Bands allenfalls Pink Floyd oder im Symphonic Metal-Genre Rhapsody on Fire schaffen es zur Zeit die Zuhörer so schnell in ihre Welt zu entführen und auch dort zu fesseln. Diese Musik ist viel zu schade einfach als Hintergrund-Berieselung oder so nebenbei gehört zu werden. Der richtige Genuss stellt sich erst dann ein, wenn man sich auch dafür Zeit nimmt.
Apropos Zeit, absolut enttäuschend ist einmal mehr die kurze Spieldauer von nicht einmal 40 Minuten. Nach drei Jahren Wartezeit hätte ich mir mehr erwartet als magere 13 Minuten Inspirationszeit pro Jahr. Das ist auch keine Ausnahme, berücksichtige ich die knappen 40 Minuten von BLACK BRICK ROAD oder die 42 Minunten von THE NEONAI.
Nun, nicht immer ist die Länge ein Maß für Qualität. Das Status Quo Cover "Is there a better Way" nicht berücksichtigt ist es hier jedoch spürbare Kürze und die lässt sich diesmal nicht schön reden. |
Tipp:
| | Wer sich bei Kyuss manchmal etwas klarere Strukturen wünscht oder Pink Floyd mit mehr Rockanteil erleben möchte, der kann als Neuling durchaus auch zu Lake of Tears greifen. Für eingefleischte Fans ist dies ein weiterer Beweis, dass ihre Lieblinge 'Still Alive' sind. |
Titel-Liste:
| | - Last purple Sky
- Island Earth
- You better breathe while there's still Time
- Waiting counting
- Like a Leaf
- Children of the Grey
- Head on Phantom
- Planet of the Penguins
- - - Bonus Track - - - - Is there a better Way
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Laufzeit:
| | 37:12 Min. (ohne Bonus-Track) |
Band-Infos:
| | www.lakeoftears.net  |
Weitere Reviews:
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