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Review: Leaves' Eyes |
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Album:
| | VINLAND SAGA, 2005, Napalm Records |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | J.G., 10.07.2005 |
Review:
| | "Wenn ich etwas beginne, dann möchte ich es auch richtig machen." So lauten die Worte der Verfasserin der Lyrik von VINLAND SAGA. Jede Menge Bücher waren dazu nötig, um der Sängerin Liv Kristine das Hintergrundwissen über Erik dem Roten und seinem Sohn Leif Eriksson zu liefern. Besonders auf den kulturellen Aspekt kam es ihr an, als Liv bei der Aufarbeitung geschichtlicher Daten diese noch mit einem Schuss Phantasie versetzte.
Das Songmaterial des Albums ist nur teilweise kommerziell ausgerichtet. Über weite Strecken herrscht ein angenehm rauher Ton.
Schon dem Opener bzw. Titeltrack "Vinland Saga" gelingt es, den Zuhörer um 1000 Jahre zurück zuversetzen. Fast kann man die zum Abschied winkenden Dorfbewohner am Ufer stehen sehen, wenn ein Drachenboot zu neuen Entdeckungsfahrten aufbricht.
Spätestens beim nächsten Song "Farewell proud Men" ist die anfängliche Euphorie verflogen und die Ängste der Zurückgebliebenen tritt zutage.
Zu den radiotauglichen Titeln lässt sich am ehesten "Elegy" zählen. Trotzdem lässt man das Lied nicht im Kitsch des Mainstream versinken, sondern sorgt mit härteren Gitarren für genügend Abstand.
"Solemn Sea" lebt überwiegend vom Kontrast der beiden Stimmen. Engelshafte Liv kämpft gegen dezent growlenden Alexander. Auch wenn man beim ersten Durchhören von Krulls Stimme vielleicht unangenehm überrascht wird, so ist spätestens beim zweiten Durchlauf alles wieder im Lot.
Balladen dürfen natürlich nicht fehlen. Man bemüht sich jedoch den Kitschfaktor möglichst gering zu halten. Dies ist beispielsweise bei dem Titel "Leaves' Eyes" hervorradend gelungen.
Mit folklorischen Elementen hat man bei Titeln wie "Mourning Tree" nicht gespart. Für sich betrachtet, mag es ein Tick zu viel des Guten gewesen sein. Betrachtet man den Song innerhalb des Gesamtkonzepts, so passt die Sache wie angegossen.
Fazit: Mag die Stimme von Liv für einige wahre Metaller auch etwas dünn anmuten und an zu vielen Stellen elektronisch aufbereitet, muss man eines bedenken. Auch eine Tarja Turunen (Nightwish) hat bei einigen Live-Auftritten man einer Stunde die ersten Ausfallerscheinungen gezeigt - und es kann auch nicht jede(r) wie Angela Gossow (Arch Enemy) singen?!? |
Tipp:
| | Durchaus empfehlenswerter emotionsgeladener Gothic Metal mit anmutiger Stimme und rundum gelungenem Konzept - lediglich etwas kurz. |
Titel-Liste:
| | - Vinland Saga
- Farewell proud Men
- Elegy
- Solemn Sea
- Leaves' Eyes
- The Thorn
- Misseri (Turn Green Meadows into Grey)
- Amhrán (Song of the Winds)
- New found Land
- Mourning Tree
- Twilight Sun
- Ankomst
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Laufzeit:
Band-Infos:
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