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Review: Kiko Loureiro |
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Album:
| | UNIVERSO INVERSO, 2007, Locomotive |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | S.J., 30.03.2007 |
Review:
| | Der Name Kiko Loureiro mag nicht unbedingt jedem auf Anhieb ein Begriff sein. Innigen Powermetal-Fans sowie Gitarristen sollte er dennoch kein Unbekannter sein. Als Mitbegründer der brasilianischen Power-Metal Formation Angra machte er sich schon vor einiger Zeit einen Namen, und mittlerweile finden sich auch Lehr-DVDs für angehende Gitarristen unter seinem Namen. Keine Frage also - der Mann versteht sein Handwerk. Daher bietet es sich geradezu an, ein Instrumental-Album zu veröffentlichen. Dies tat er mit NO GRAVITY im letzten Jahr.
2007 steht nun seit zweites Soloalbum an. Eins steht fest: Nicht nur der Titel ist dieses Mal noch abgehobener gewählt als der Vorgänger.
Wer Kiko Loureiro bislang nur von Angra-Scheiben her kennt sollte seine Soloalben unbedingt vorher testen, sonst kann es nämlich zu herben Enttäuschungen kommen. Das ist keine Kritik, nur wenn man Angra als Kikos bisheriges Universum auslegt, ist UNIVERSO INVERSO tatsächlich ein Paralleluniversum, dessen Richtung sich gegenüber den Powermetal-Riffs von Angra wirklich invers verhält.
Doch wonach klingt UNIVERSO INVERSO denn wirklich? Dem typischen Metaljünger könnte man als Parallelen vielleicht neuere Satriani Scheiben, gekreuzt mit Santana, als grobe Richtung angeben. Bei genauerem Betrachten sind diese Angaben jedoch irreführend. Woran es liegt? "Universo Inverso" ist einfach kein Metal. Es ist eine Mischung aus Jazz, brasilianischen- und experimentellen Klängen die bisweilen sehr ausgeglichen arrangiert sind. Der ideale Soundtrack, wenn man Abends am Hotel Pool mit Blick aufs Meer zusammen mit der Freundin noch einen Drink genießen möchte - zumindest grob gesehen die zweite Hälfte des Albums.
Womit UNIVERSO INVERSO beginnt, ist alles andere als entspannend. Zwar wird auf jene Metal-typische Aggression verzichtet, jedoch wird von Takt und Rhythmus bisweilen derart konfuses geboten, dass das Folgen für ungeübte Ohren bisweilen tatsächlich schwer fällt. Was dagegen auffällt, ist die Virtuosität mit der die Musiker zugegen sind. Gitarre und Klavier stehen im Mittelpunkt, und somit sollte klar sein, dass es de facto kein Rock-Album ist. Doch warum auch alles immer nach diesem Kriterium beurteilen? Jemand der meine Reviews aufmerksam liest wird vielleicht bemerkt haben, dass ich gern in musikalischen Schubladen denke. Das tu ich allerdings nicht etwa um auszugrenzen, sondern um einordnen zu können. Daher bleibt festzuhalten: UNIVERSO INVERSO ist kein Rock, kein Metal, aber gelungen. Und letzteres ist die Hauptsache.
Fazit: UNIVERSO INVERSO ist ein vielseitiges Album dessen Klasse sich aber nicht jedem Hörer gleichermaßen erschließt. Gerade das klassische Hardrock/Metal-Publikum dürfte wohl eher nichtssagend mit den Schultern zucken. Wer jedoch auf technisch Anspruchsvolles steht und auch sonst gern mal fernab von Sägegitarren und Kreischgesang seinen Frieden findet, ist hier gut beraten. |
Titel-Liste:
| | - Feicao de corda
- Ojos verdes
- Havana
- Anastácia
- Monday mourning
- Arcos da lapa
- Samba da Elisa
- Camino a casa
- Realidade Paralela
- Recuerdos
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Laufzeit:
Weitere Reviews:
Band-Infos:
| | www.kikoloureiro.com.br/nogravity/
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