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Review: Magnum |
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Album:
| | PRINCESS ALICE AND THE BROKEN ARROW, 2007, Steamhammer |
Stil:
Wertung:
| |  7 von 7 Punkten | | J.G., 31.03.2007 |
Review:
| | Erfreulich, dass sich immer wieder schon etwas in die Jahre gekommene Haudegen ein Studio-Stell-dich-ein geben, um ihrer größten Leidenschaft, der Musik zu frönen.
Noch erstaunlicher ist dabei, die oftmals brillante Qualität und das punktgenaue Gefühl für Melodien, die geboten wird.
Bestes Beispiel sind zur Zeit die Briten von Magnum, allen voran die alte Garde mit Sänger Bob Catley, Gitarrist Tomy Clarkin und Keryboarder Mark Stanway, die sich für ihr neues Werk PRINCESS ALICE AND THE BROKEN ARROW noch mit Bassist Alan Barrow und Drummer Jimmy Copley junges Blut ins Boot geholt haben.
Nicht nur das Cover-Artwork, ein Märchen-Augenschmaus für sich, soll optisch an die guten alten Zeiten von ON A STORYTELLER'S NIGHT anno 1985 anknüpfen. Nein, auch musikalisch haben sie es einfach drauf. Sie werfen dabei ihre ganze Erfahrung und Leidenschaft ins Rennen und landen damit auch den größten Wurf seit Jahren.
Was ist dabei das Erfolgsrezept? In jedem Fall sind die Faktoren vielfältig und liegen in einem ausgewogenen Verhältnis zwischen samtweich schmeichelnden Keyboard-Teppichen und treibenden harten Gitarren-Riffs. Setzt man dann noch die Ausnahmestimme von Bob auf die Rechnung und eine passende Rhythmusfraktion, so sollte ein klasse Leistung kein Problem darstellen.
In richtig, schon der Opener "When we where younger" zeigt, wo es lang geht. Sanfte Piano-Klänge und eine noch zurückhaltende Gesangslinie steigern sich allmählich zu einer wahren AOR-Hymne, die im Refrain endlich ihre Erlösung findet. Wer hier als Gerne-Liebhaber keine feuchten Augen vor Verzückung bekommt, dem ist nicht mehr zu helfen.
Ganz anders bei "Eyes wide open". Hier sind es harte Gitarren-Riffs, die nach dem Auftakt von ihren akustischen Brüdern abgelöst werden. Ein abwechslungsreicher Ritt durch wechselnde Melodic Rock Landschaften beginnt und führt den Zuhörer zielsicher zwischen rockigen Abschnitten und wahren Ohrenschmeichlern bis zum Refrain und Gitarren-Solo.
Hart an der Grenze zur Ballade agiert "Like Brothers we stand" und driftet dabei weder in die popige Synthie-Ebene noch versinkt sie in undurchdringlichem rockigen Gitarren-Sumpf. Einmal mehr lässt Bob die sanften Töne seiner Stimme erklingen und schafft es mühelos jeden in seinen Bann zu ziehen.
Da hält es der klassische Hard Rocker "Out of the Shadows" etwas anders. Hier spielt die Gitarre die erste Geige und lässt sich bei dem im Mid-Tempo gehaltenen Song das Zepter bis zuletzt nicht aus der Hand nehmen.
Eines der Highlights ist mit Sicherheit die rockige Hymne "Dragons are real". Einmal gehört will sie den Kopf auch so schnell nicht mehr verlassen. Hier muss man nicht erst bis zum Refrain warten um so richtig in Verzückung zu geraten.
Kaum weniger eingängiger und einfühlsamer spielt die Ballade "Inside your Head" mit den Gefühlen des Zuhörers und erzeugt sicherlich nicht nur bei der weiblichen Fanschaft für Gänsehaut-Feeling. Achtung Kuschelalarm! Aber Vorsicht, wer denkt, der Song würde nur so vor sich hin plätschern, der hat die Rechnung ohne den Songwriter gemacht.
Bombast-Riffs Marke Led Zeppelin und ein galoppierender Rock-Takt gibt "Be strong" den nötigen Schwung mit auf den Weg. Gekonnt werden Keyboard-Klänge eingebracht, ohne den Gitarren ihre Ecken und Kanten zu nehmen. Genau so macht moderner AOR Spaß und kann sich deutlich von kommerziellen Pop-Geschehen distanzieren.
Der flotte, diesmal mit etwas gebremsten Gitarren agierende Rock-Song "Your Lies" läutet schon langsam das letzte Drittel ein, das mit "You'll never sleep" schließlich in die Final-Runde einläuft.
Hier hat man es nochmal so richtig krachen lassen und ein weiteres Highlight aus dem Ärmel geschüttelt. Was so sanft und langsam startet, entpuppt sich oftmals als Überraschungspaket. Und richtig, hier wirft die Magnum-Truppe alle Zutaten in den Topf, rührt kräftig um und präsentiert ein leckeres First-Class-AOR-Menü, das jeden sofort nach einer Wiederholung lechzen lässt. Nur der Schluss kommt etwas zu plötzlich und hätte ein paar Töne mehr vertragen.
Fazit: Was soll ich mehr sagen? Magnum haben es nach einigen Durststrecken und Pop-Verwirrungen in der Vergangenheit wieder geschafft, auf den rechten Weg zur AOR-Spitze zu finden. Die druckvolle und blitzsaubere Produktion tut ihr Übriges, alle Arrangements ins rechte Licht zu rücken. Genau so sollte Melodic Rock klingen.
Als nette Dreingabe findet man im limitierten Digipack noch eine DVD mit 50 Min. zusätzlichem Material rund ums Album.
Aber auch ohne dieses nette Extra hat die Scheibe die Höchstpunktzahl verdient! |
Tipp:
| | Wer Magnum der letzten Jahre links liegen lies, der sollte als Melodic Rock-Fan diesmal unbedingt zugreifen. Dieses Album sollte in keiner gut sortierten Sammlung fehlen. |
Titel-Liste:
| | - When we where younger
- Eyes wide open
- Like Brothers we stand
- Out of the Shadows
- Dragons are real
- Inside your Head
- Be strong
- Thank you for the Day
- Your Lies
- Desperate Times
- You'll never sleep
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Laufzeit:
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Bandinfos |
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