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Review: Maze of Torment
 
HIDDEN CRUELTY

Album:
 HIDDEN CRUELTY, 2007, Black Lodge

Stil:
 Thrash Metal

Wertung:
 7 von 7
7 von 7 Punkten
 S.J., 24.04.2007

Review:
 Wie lange ist REIGN IN BLOOD jetzt her? 21 Jahre, wie jeder Alt-Thrasher wohl im Schlaf herbeten kann. Keine Frage, Slayer's Blutregen ist wohl der Thrash-Klassiker schlechthin. Doch was macht dieses Album so unerreicht? Fragt man die Meister persönlich danach, wie es Kerrang um die Jahrtausendwende tat, so antwortet Kerry King folgendermaßen darauf: "Würde man REIGN IN BLOOD heute veröffentlichen, würde sich niemand auch nur einen Dreck darum kümmern". Ob der Herr überhaupt weiß, wie Recht er mit dieser Sichtweise hat?

Der lebende Beweis sind Maze of Torment. Obwohl HIDDEN CRUELTY nun schon das sechste Album der 1995 gegründeten Schweden-Formation ist, sind sie mir gänzlich neu. Zu Unrecht, offenbar, wie sich von Anfang an zeigt.

"Breach the Wall" haut gleich zu Beginn schon ordentlich rein: Gnadenloser Thrash, und nicht nur im Gesang sind klare Parallelen zu Slayer zu erkennen.

"This Vision" bietet dann auch gleich die kreischenden Slayer Leads, wenngleich mit Mühe im Fall Maze of Torment sogar eine Melodie zu erkennen ist. Der Song an sich knallt nicht mit voller Geschwindigkeit, das übernimmt aber gleich im Anschluss "Terminate-obliterate".
Das Riff ist zwar dem von Slayer's "Silent Scream" nicht ganz unähnlich, jedoch hat die Schwedenversion deutlich mehr Power. Schnell, vorwärts, unermüdlich, so scheint es. Und wenn man mich fragt: Das ist die Power auf die es im Thrash ankommt. Das ist die Genialität die REIGN IN BLOOD zu einem Klassiker gemacht hat. Da kann der Herr King mir von Aufnahmetechnik so viel erzählen wie er will.

"A few more Bullets" und "Hidden Cruelty" kehren ein wenig mehr die Death Metal Seite der Schweden nach außen. Wenn man so will, klingt erstgenannter Track nach Grave, letztgenannter nach Morbid Angel. Doch lassen wir die Kleinigkeiten, Fakt ist: Beide Tracks knallen ordentlich, und so gab es auf HIDDEN CRUELTY bislang noch keinen Aussetzer zu bemängeln.

"The Icons Burden" schleppt sich langsam vor sich hin, um dann zu explodieren. Sänger Erik Sahlström hat eine ähnlich atonale Stimme wie Herr Araya, und die passt zu dem Gebotenen Sound auch wie die Faust auf's Auge.

"Death inhaled" ist wieder Slayer-Sound in Reinkultur, "Day of passing" ebenfalls, jedoch eher zu SOUTH OF HEAVEN Zeiten.
"Dead run" wär mit gutem Willen wieder Morbid Angel-Touch, "The chasm of flames" ebenfalls. Doch lassen wir es, bleibt zu attestieren: HIDDEN CRUELTY ist genial. Punkt.

Fazit: Maze of Torment bieten Stoff wie Slayer zu ihren Glanzzeiten, und hängen ihre Vorbilder im heutigen Vergleich klar ab. Kaufempfehlung!

Titel-Liste:
 
  1. Breach the Wall
  2. This Vision
  3. Terminate-obliterate
  4. A few more Bullets
  5. Hidden Cruelty
  6. The Icons Burden
  7. Death inhaled
  8. Day of passing
  9. Dead run
  10. The Chasm Flames

Laufzeit:
 36:26 Min.

Band-Infos:
 
  • www.mazeoftorment.com 


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