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Review: Meldrum
 
BLOWIN' UP THE MACHINE

Album:
 BLOWIN' UP THE MACHINE, 2007, Frontiers

Stil:
 Heavy Rock

Wertung:
 4,5 von 7
4,5 von 7 Punkten
 S.J., 05.05.2007

Review:
 Meldrum ist ein weibliches Trio das sich ganz dem aggressiven Heavy verschrien hat. Dass bei ihnen wirklich Riffs und Groove zählen und nicht etwa ein gelungenes Make-up und ein Zickenkrieg in den Medien, haben sie auf zwei ausführlichen Tourneen als Support von Motörhead und auch Black Label Society bewiesen, welche ja auf ihre Art auch nicht gerade für Kuscheleinlagen bekannt sind.
So weit hätten wir also das Vorurteil Frauen könnten nicht rocken, vorerst aus dem Weg geräumt. Schauen wir mal, ob Meldrum nur große Töne spucken, oder diese auch kanalisiert auf Platte bannen können.

BLOWIN' UP THE MACHINE ist als Nachfolger vom 2001 erschienenen LOADED MENTAL CANNON ihr zweites Album. Produziert von Toby Wright, der seinerseits schon Erfahrungen mit Bands wie Korn oder Fear Factory sammeln konnte, sollte sich doch eine gelungene Mischung ergeben.

Genau so scheint es auch, "Purge" knallt gleich ordentlich los. Mit viel Druck, tief gestimmten Gitarren und dem charismatischem Gesang von Sängerin Moa Holmsteen kommt eine wirklich explosive Mischung zustande, die besonders Live ihre Vorzüge haben sollte.
"Down your throat" klingt stark nach Nu Metal, doch irgendwie wirken die Rumhüpf-Riffs nicht ganz ausgereift. Lemmy, der den Mädels beim Enstehen der Platte angeblich zur Hand ging, scheint hier jedenfalls geschlafen zu haben. Oder sein eigenes "Down your throat" an der Minibar gehabt zu haben...
"Scar" behält die moderne Linie bei, klingt aber schon deutlich besser. Besonders der melodische Refrain ist mitreißend und macht auf Anhieb gute Laune.
"Créme de la Créme" dröhnt wie die anderen Tracks zuvor, jedoch eher doomig und gelassen.
"Hang em" macht mit ungeheurem Bassgroove ordentlich Spaß, genau wie die folgende Uptempo-Nummer "Miss me when I'm gone".
"Another kid" ist ein Track mit Ohrwurm Refrain, derart eingängig dass man vielleicht auch eine Singleauskopplung in Erwägung ziehen sollte.
"Exploited" scheinen die Einflüsse zu sein die Meldrum durch ihre Tour mit Zakk Wylde erhalten haben, zumindest wenn man sich die heftige Gitarrenarbeit anhört. Diese ist zwar keineswegs so virtuos wie die vom Axtmeister, im Strophenteil aber ähnlich brachial.
Wo wir gerade bei Einflüssen sind: Hier sind jetzt auch die der Motörhead Tour. "Get yours" klingt auf den 6 Saiten zu Beginn stark nach neueren Motörheadalben, ein eingängiger Refrain darf natürlich auch hier nicht fehlen. Nicht zu vergessen: Moa's energiegeladene Stimme.
"Get me outta here" ist eine gefühlvolle Ballade. Nicht etwa ein zwanghafter Beweis, dass man auch anders kann, sondern wohl eher einfach spontan entstanden. Vielleicht ist dieser besinnliche Track gerade deswegen auf der sonst eher gegenteilig ausfallenden Platte.
"Bite the Pillow" schwingt zum Abschluss noch mal gehörig die Riffkeule. Zeitgemäß ist es, wuchtig und mitreißend. Trotz Allem fehlt das gewisse Etwas zum völligen Gelingen des Albums. Leider ist dies an mehreren Stellen der Fall, so dass Meldrum zwar unstreitbar ein gutes Album abliefern, aber eben doch nicht mehr.

Fazit: Meldrum zeigen eindrucksvoll wie man ein zeitgemäßes, heftig rockendes Album produziert, aber leider auch nicht viel mehr als das. Es fehlt einfach das I-Tüpfelchen, die letzte Nuance, die dieses Album zu einem Kracher werden lassen würde.

Titel-Liste:
 
  1. Purge
  2. Down your throat
  3. Scar
  4. Créme de la Créme
  5. Hang 'em
  6. Miss me when I'm gone
  7. Another kid
  8. Exploited
  9. Get yours
  10. Get me outta here
  11. Bite the Pillow

Laufzeit:
 40:55 Min.

Band-Infos:
 
  • www.meldrum.nu 


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