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Review: Metal Inquisitor
 
DOOMSDAY FOR THE HERETIC

Album:
 DOOMSDAY FOR THE HERETIC, 2005, Hellion

Stil:
 Heavy Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 J.G., 15.06.2006

Review:
 Blumi von Metal Inquisitor, aus dessen Feder die meisten Songs stammen und seine vier Metal-Mitstreiter, haben bei ihrem zweiten Album ganze Arbeit geleistet. Genau wie bei genialen Kochrezepten für Gerichte, die einfach immer gut schmecken, stimmt bei diesem Album ebenfalls beides. Die Zutaten müssen hochwertig sein, was hier der Fall ist, wenn man die Leistung der Musiker betrachtet und die richtige Mischung macht's, was hier auf Songwriting, Speed und Härte ebenso zutrifft.
Es wird auch nicht lange gefackelt. Nach kurzem Intro "Recall ot the heretical Past" folgt "Restricted Agony", ein Arsch-Treter, wie man ihn sich nicht besser wünschen könnte. Mit brachialem Galopp pflügt die Rhythmus-Fraktion tiefe Furchen in die Gehörgänge. Wer sich noch nicht plattgewalzt fühlt, den gibt das rattenscharfe Gitarren-Solo den Rest.
Auch Songs wie "Thane of Cowder" und "Star Chaser" können ihre Vorbilder wie Iron Maiden nicht gänzlich verleugnen. Aber ich denke, das wollen sie auch nicht. Genau die Art von druckvollem Metal der 80er wiederbelebt hören zu dürfen ist jedes Mal aufs Neue eine Freude. Wer jetzt denkt: "Langweilig, alles schon dagewesen", der wäre überrascht, wieviele Killer-Varianten lauern, die für gehörig Abwechslung sorgen. Egal ob bei den Gitarren-Riffs, den Text-Phrasen oder den Chören - auf die Kombination kommt es eben an und dann sollte man die Soli nicht vergessen, die gekonnt plaziert und blitzsauber dargeboten einen wahren Ohrenschmaus liefern.
"Midnight Rider" ist der erste etwas langsamere Track, der zu Beginn gewisse Ähnlichkeiten zu Scorpions aufweißt. Der Refrain mit kraftvollem Drum-Vorspiel hat schon fast unverschämt viel Kleber fürs Ohr mitbekommen.
"Infamia" eines der absoluten Highlights des Scheibchens, beginnt scheinbar recht harmlos. Ein paar spärische, an Kirchenmusik erinnernde Klänge und ein paar fette doomartige Gitarrenriffs lassen auf gemäßigtes Tempo schließen. Jedoch weit gefehlt, nach einer Minute geht's so richtig zur Sache. Granatenstarker Heavy Metal stiftet fast etwas Verwirrung. Es stellt sich die Frage, nicht warum, sondern wegen was man hier eigentlich in Begeisterung ausbrechen soll? Sind es die megaschweren Riffs? Sind es die Gitarren-Soli? Ist es der doomartig walzende Refrain? Sind es die vielfältigen Tempo- und Themenwechsel? Naja, ich denke, jeder wird seinen eigenen Favoriten finden.
Puh, "Logan's Run" in bester Saxon-Manier vorgetragen, ist dann der erste etwas langsamer Titel, der den Puls wieder auf normale Schlagzahlen absinken lässt. Außer vielleicht die Fans der Luftgitarre, die hier mächtig viel Material zum Üben finden werden.
Der Bonus-Track "Bad Boys Hardrock Police" huldigt einem weiteren Rock-Gestein, nämlich den Down-Under-Jungs von AC/DC, was die Gitarren zu Beginn wohl mehr als eindrucksvoll beweisen. Auch wenn der Song stilistisch etwas aus dem Album-Rahmen herausragt, so macht es trotzdem Laune und kann nochmal voll abrocken.

Fazit: Endlich wieder einmal ein Scheibchen, dass den Metal der 80er nahezu greifbar und hautnah zellebriert. Verwunderlich ist nur, dass die Jungs bei ihrem Potenzial keinen größeren Label-Deal an Land ziehen konnten bzw. ihren ersten Deal überhaupt verloren hatten. Und auch sonst ist es verwunderlich, dass eine solche Band nur im Underground bekannt ist und ansonsten etwas spärlich in der Presse auf sich aufmerksam machen. Mir ist jedoch lieber, die Jungs konzentrieren sich auf ihre Musik, was hier zweifellos geschehen ist, als dass sie ihre Kraft mit Werbe-Promo-Hypes vergeuden - wenn dabei nicht das Problem mit der "Kohle" wäre...

Tipp:
 Echte Fans von Heavy Metal der 80er Jahre bekommen hier eine richtig frisch klingende Breitseite vor den Latz geknallt. Egal ob man auf die guten alten Titel der Scorpions abfährt oder ob man der "Eisernen Jungfrau" huldigt. Hier bleibt garantiert kein T-Shirt trocken und auch kein Fläschchen Bier ungeleert.

Titel-Liste:
 
  1. Recall ot the heretical Past
  2. Doomsday for the Heretic
  3. Restricted Agony
  4. Thane of Cowder
  5. Star Chaser
  6. Midnight Rider
  7. Legion of grey
  8. Infamia
  9. Logan's Run
  10. M4-A1
  11. Invader
  12. Bad Boys Hardrock Police

Laufzeit:
 52:40 Min.

Band-Infos:
 
  • www.metal-inquisitor.de 


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