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Review: Metalmessage Vol. III
 
METALMESSAGE VOL. III

Album:
 METALMESSAGE VOL. III, 2006, Eigenvertrieb

Stil:
 Pagan Metal / Viking Metal / Folk Metal / Black Metal

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 J.G., 20.01.2007

Review:
 Mit Samplern ist das so 'ne Sache. Oft wird mit zwei, drei großen Namen versucht, Interesse zu wecken und der Rest läuft dann unter der Rubrik: "Reif für die Rundablage". Aber es geht auch anders. Immer dann, wenn sich Leute mit echter Begeisterung bei einem Thema festbeißen, kann durchaus Überzeugendes entstehen. So auch bei Markus Eck, dessen Metalmessage nun schon die 3. Runde einläutet. Etwas Black Metal, eine gehörigen Portion Pagan- und Viking Metal soll es sein - natürlich dürfen Folk-Einflüsse mit dem gewissen Humppa-Faktor nicht fehlen. Dazu hat er Songs von Bands aus neun Ländern auf seinen Sampler gepackt und wir dürfen gespannt sein, was er alles für uns gefunden hat.

Die Black Metal-Schlacht beginnen die Norweger von Mistur mit ihrem Top-Song "Skoddefjellet", der in bester Manier sanft startet, voll durchstartet und bis zuletzt gnadenlos knüppelt. Wer nun denkt, dass dabei Melodic und Eingängigkeit auf der Strecke blieben, der hat die Rechnung ohne die Nordmänner gemacht. Ein Auftakt auf dem Schlachtfeld nach Maß.
Einer der bekanntesten Vertreter schwarzer Kost auf diesem Album sind sicherlich die Schweizer von Eluveitie mit ihrem "Your Gaulish War", die auch immer wieder beweißen, dass es in der Schweiz auch andere Musik gibt neben traditioneller Kost alá Krokus, Gotthard, Shakra & Co..
Wer liebt es fröhlich und skuril? Bei dem darf Thiasos Dionysos mit ihrem Song über die Ziege "Heidrun" nicht fehlen. Was passt besser zu einer wilden Party mit literweise Met und lustigen Gesellen, die sich an Heidruns Zitzen laben. Aber auch Finsterforst mit "Schatten der Nacht" und Kromlek mit ihrem "Kromlek" glänzen weniger durch supergeniales Songwriting als vielmehr durch pure Spielfreude. Genau so soll Humppa auch sein - Freude an der Sache und Schluss...
So wie einige ihrer Landsleute im gemäßigten Sektor, ich denke da an Arwen oder Mägo de Oz, zeigen Hordak aus Spanien mit "Silvano, Seņor De Los Bosques" ihre Lieb und Verbundenheit zu Folk-Elementen.
Episch angehauchte Kost wie "Wrong Future" gibt es bei Arafel aus Israel ebenso zu bewundern, wie bei Legion of Darkness aus Italien mit dem Song "Forgotten Path To My Salvation", wobei es die Italiener besser verstanden haben ihren Drum-Computer, sei es nun Mensch oder Maschine realistisch klingen zu lassen.
Etwas aus der Reihe tanzen Bands wie Hatred Divine mit "Sorrowfields Under The Ravensun" (das ein bisschen mehr produktionstechnischen Druck vertragen hätte) und die Exoten aus Indien, Demonic Resurrection mit dem Song "Spirits Of The Mystic Mountains". Beide nutzen exzessiv Keyboards zum aufpeppen ihres Materials. Dies galt lange Zeit verpönt und es schadet nichts, wenn wieder versucht wird, das Tastenteil zu etablieren. Mit wirklich neuen Ideen können jedoch auch unsere freunde aus Indien aufwarten, beweißt es lediglich, dass europäische Musik auch bis nach Indien vorgedrungen ist.
Alle, die etwas derberen Humppa nicht abgeneigt sind, kommen mit den beiden tschechischen Bands Heiden mit dem Titel "Polarní Den" und Trollech mit ihrem "Volám Do Lesu" voll auf ihre Kosten. Dazu muss es auch nicht unbedingt Englisch sein. Gerade letzterer ist gleichzeitig auch der Schlusspunkt des Samplers und schließt ziemlich passend den Kreis, den die Norweger von Mistur begonnen hatten. Sicherlich ein Grund für Fans gleich noch einen zweiten Durchlauf zu starten.

Fazit: Sicherlich eine Bereicherung für jeden echten Fan und der einfachste Weg auch Kontakt zum Potenzial der Underground-Szene zu erschließen. Auch wenn die eine oder andere Nummer nicht restlos überzeugen kann, so liegt dies wohl in der Natur der Sache und trübt die überwiegende Begeisterung kaum. Arbeitstechnisch und organisatorisch hätte Markus sicherlich 7 Punkte verdient. Das weiß jeder, der schon einmal versucht hat, soetwas auf die Beine zu stellen.

Tipp:
 Allen Freunden des Genres sei dieses Album ans Herz gelegt, bietet es doch manche "No-Names", die man sonst nur schwer finden würde. Und ich denke dass Markus Eck auch zukünftig für Nachschub sorgen wird.

Titel-Liste:
 
  1. Mistur (N) "Skoddefjellet", Demo [SKODDEFJELLET]
  2. Lost Legacy (D), "Lost Legacy"
  3. Eluveitie (CH), "Your Gaulish War", [SPIRIT]
  4. Finsterforst (D), "Schatten der Nacht", EP [WIEGE DER FINSTERNIS]
  5. Thiasos Dionysos (D), "Heidrun", [SATYR]
  6. Episode 13 (TR), "Forlorn... Till Dawn", [TABULA RASA]
  7. Hatred Divine (D), "Sorrowfields Under The Ravensun", [BLINDFOLDED EYES...]
  8. Kromlek (D), "Kromlek", EP [KVELDRIDHUR]
  9. Hordak (E), "Silvano, Seņor De Los Bosques", [THE LAST EUROPEAN WOLVES]
  10. Heiden (CZ), "Polarní Den", [TINNE]
  11. Arafel (ISR), "Wrong Future", [THE SECOND STRIKE - THROUGH THE FLAME OF THE AGES]
  12. Legion of Darkness (I), "Forgotten Path To My Salvation", [CANTUS]
  13. Demonic Resurrection (IN), "Spirits Of The Mystic Mountains", [A DARKNESS DESCENDS]
  14. Trollech (CZ), "Volám Do Lesu", [SKRYTI V MLZE]

Laufzeit:
 76:24 Min.

Infos:
 
  • www.metalmessage.de 


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