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Review: Mostly Harmless |
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Album:
| | BUTTERFLY EFFECT, 2006, Colibri Records |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | M.U., 18.02.2007 |
Review:
| | Vor kurzem flatterte die druckfrische CD der Schweizer Band Mostly Harmless auf den Tisch der Redaktion. Schon auf dem ersten Blick beeindruckte uns diese Scheibe. Denn in edler Aufmachung (Pappverpackung statt langweiliger Plastikhülle) blickt uns vom Cover aus ein bunter Schmetterling ins Gesicht, der auch Pate für den Titel diese Albums stand: "Butterfly effect". Ein echter Blickfang. Eine weitere Überraschung sind die Songs. Denn ein Teil der Songs sind in spanisch gesungen. Für eine Schweizer Band ist das wirklich außergewöhnlich. Also rein damit in den CD-Player...
Der erste Song "Times" beginnt etwas melancholisch. Zum Glück nicht lange und die Band zeigt, was in ihr steckt. Die ersten "richtigen" Töne erinnern einen ein bißchen A System of a Down. Jedoch zeigt ihr Stil nicht ganz diese Richtung. Recht musikalisch und harmonisch, mit gutem Gesang kommt der Song daher.
Rockig beginnt "Unlike". Die Stimme vom Sänger Alex wechselt ständig zwischen infernalischen "Geschrei" und melodiösen Tönen, die dann schon fast ins Poppige neigt. Dies Art zu singen findet man auch beispielsweise bei den US-Bands Dry Kill Logic und Ill Niņo wieder. Diese Art zu singen, zieht sich durch die gesamte nachfolgende CD hindurch.
Mit dem dritten Song "Mariposa" kommt der erste in spanisch gesungene Titel zu Gehör. Jedoch ist dieser noch eine Mischung zwischen beiden Sprachen. Der gesamte Song ist recht melodisch aufgebaut. Der spanische Abschnitt wird fast ohne instrumentelle Unterstützung gesungen. Kaum ins Englsiche zurückgekehrt, dreht die Band wieder voll auf.
"Evolution" beginnt recht düster; geht schon fast in Richtung Death Metal. Ansonsten liegt er auf der gleichen Wellenlänge wie der vorherige Song. Eine Mischung aus spanisch und englisch.
Wie schon der erste Song, beginnt "Epiphany" melancholisch. Erinnert sogar ein bißchen an Nirvana. Doch schnell ist Schluß damit und man wendet sich wieder der härteren Gangart zu. Dennoch klingt der Song in sich geschlossen. Im Großen und Ganzen schwankt er zwischen Melancholie und Metal.
Bei "Libertad" (zu deutsch "Freiheit") lassen es die vier Jungs von Anfang an krachen. Es ist der erste Song, den man ganz in spanische singt. Die Melodie und Stilrichtung erinnert einen ein wenig an Breed77. Die singen auch viel in spanisch, obwohl sie überwiegend Briten sind.
Daran schließt "Choices" an. Dieser Song ist geprägt, wie die vorhergehenden. Die Gangart wird härter. Auch wenn es poppigere Phasen gibt.
Der Anfang von "Loyality" erinnert einen an den "Prison Song" von A System of a Down. Wie auch schon "Mariposa" und "Evolution" besteht dieser Song aus einer Mischung von englischen und spanischen Passagen, wobei die eingeschlagene musikalische Stilrichtung beibehalten wird.
"Partido" ist zweite, reine spanisch gesungene Song. Er beginnt mit flamengohaften Elementen, die relativ schnell ins Rockige, schon Düstere umschlägt. Dieser Song lehnt sich stark an die Stilrichtung von Dry Kill Logic an; eine Mischung aus dieser Band und Breed77 würde es aber besser beschreiben.
"Disconnected" kommt völlig anders daher. Die treibende Gitarre durchzieht das gesamte Lied. Diese tiefe Tonlage macht diesen Song so einzigartig. Ständig im Hintergrund lauert sie nur darauf, dem Zuhörer ins Ohr zu springen und einem nicht mehr aus dem Kopf zu gehen.
"Confession" ist wieder eine Mischung aus spanischen und englischen Textelementen, wie man es schon mehrfach auf diese CD gehört hat.
Da der letzte Song "Visión" nicht im Blooklet auftaucht, könnte man fast für einen Bonus Track halten. Auf jeden Fall beginnt er, wie so mancher Song, melancholisch angehaut. und wie so mancher Song, kehrt nach kurzer Zeit zur härteren Gangart zurück. Es wird wieder spanisch gesungen, obwohl man manchmal den Eindruck haben könnte, es gibt auch Passagen, die man im Schweizer Deutsch singt. Auf jeden Fall hört es sich so an. Interessant an diesem Song ist, dass die ersten Akkorde identisch mit denen von "Epiphany" sind.
Fazit: Eine sehr gelungene Mischung aus englischen und spanischen Texten. Musikalisch lehnt man sich an Ill Niņo, Dry Kill Logic und A System of a Down (bei den englischsprachigen Songs) und an Breed77 und Sepultura (bei den spanischsprachigen Songs) an. Die Stilrichtung ist nicht nur Nu Metal, sondern von vielen anderen Einflüssen geprägt. Daher würde ich diese Band auch nicht nur in die Schublade "Nu Metal",sondern vielmehr der Richtung "Crossover" einordnen. Die Songs sind weniger hart und tendieren stellenweise eher zum melodiösen Core hin. Das Booklet könnte etwas ausführlicher sein. Besonders beeindruckt haben mich die perfekt gesungenen spanischen Lieder; dass es sich dabei um eine Schweizer Band handelt, glaubt man kaum. Aber alles im Allen eine überaus gut gelungene Scheibe. Mostly Harmless ist alles andere als Mostly Harmless. |
Titel-Liste:
| | - Times
- Unlike
- Mariposa
- Evolution
- Epiphany
- Libertad
- Choices
- Loyality
- Partido
- Disconnected
- Confession
- Visión (feat. Black Tiger)
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.mostlyharmless.ch  |
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