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Review: Mystic Circle
 
THE BLOODY PATH OF GOD

Album:
 THE BLOODY PATH OF GOD, 2006, Dockyard 1

Stil:
 Black Metal / Thrash Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 S.J., 15.02.2007

Review:
 Black Metal hin, Black Metal her. Dass Mystic Circle nicht dazu zählen, sollte mittlerweile geklärt sein, und selbst Beelzebub und seine Genossen geben sich damit zufrieden. Dennoch schwingen Mystic Circle auch 2006 die Keule und zelebrieren hasserfüllte Nummern am laufenden Band.

Im Fall von "The bloody Path of God" geschieht dies glücklicherweise eher in alter Thrash Manier als durch überschwängliche Keyboardsounds und alberne Hautbemalungen. Von Gothic-Spielereien von Gastsängerinnen wie auf dem Vorgänger "Open the gates of hell" hat man glücklicherweise auch wieder Abstand genommen und kann nun wieder mit ganz massiven Drohgebärden auflaufen.
"Psalm of the End" läutet eben jenes Ende ein, dass "The bloody path of god" wohl jedem Classic Rock Fan bereiten würde. Teilweise greift man auf Death Metal Riffs zurück, überwiegend holzt man sich jedoch mit unglaublicher Wucht im Thrash-Rhythmus den Weg frei.
Etwas mystisch wird es in "Doomsday Prophecy". Mit vielen unverzerrten Passagen und darauf folgenden plötzlichen Einsätzen entwickelt die Prophezeiung eine ungeheure Wucht, der nur Beelzebub persönlich stand zu halten vermag.
"Nine Plagues of Egypt" klingt stark nach den Anfängen des Death Metals, allerdings ohne dass sich ein direkter Vergleich zu einer bestimmten Band dieser Zeit ziehen ließe.
Ganz allmählich steigert sich "The grim Reaper", bis er nach einiger Vorlaufzeit schließlich explodiert. Moderne Riffs, ein paar Breaks und natürlich Beelzebubs einprägsames Gekeife - fertig ist der Hassbatzen der mit mächtig Druck aus den heimischen Boxen gefeuert kommt.
Mit "Riders of the Apocalypse" folgt ein weiteres Stück das über weite Strecken klar dem Sound von Bands wie Morbid Angel zu Beginn ihrer Schaffensperiode ähnelt: Abwechslungsreich, brutal und doch geradlinig.
Die Keyboardspuren scheinen nur aufgesetzt über dem restlichen Klanggebilde zu schweben, nur ganz selten übernehmen sie eine wirkliche Führungsrolle. So ist "The bloody Path of God" eine der brutalsten Platten die unter dem Namen Mystic Circle bislang veröffentlicht wurden.
Dem widerspricht "Hellborn" natürlich nicht. Thrashriffs im Stile neuerer Kreator-Songs sind's diesmal. Ähnlich verhält sich das folgende "Church of Sacrifice", nur dass Mystic Circle mit mehr Melodie und einem düsteren Intro ihre eigene Note verstärken.
"The Forgotten" besticht durch einen gewissen Stimmungsbogen der den Song überaus interessant gestaltet. Aggressiv durchgestartet, folgt ein Midtempo Part und auf diesen wiederum eine komplette Pause. Langsam aber sicher kommt alles langsam wieder in's Rollen.
"Unholy Terror" ist zuletzt noch mal eine richtige Knüppelnummer im Black Metal Stil. Diese überstanden, führt das Outro "Mermento Mori" die Scheibe langsam ihrem Ende zu, und alles ist wie es vorher war. Nicht ganz vielleicht, denn ein wohliges Unbehagen lässt THE BLOODY PATH OF GOD beim Hörer definitiv zurück, aber genau das soll es schließlich auch.

Fazit: Mystic Circle haben alte Werte für sich entdeckt. Diese Thrash und Death Anleihen stehen ihnen sehr gut zu Gesicht, und so ist THE BLOODY PATH OF GOD ein echter Hassklumpen geworden, der langsam aber sich alles im seinem Weg plattwalzen dürfte.

Titel-Liste:
 
  1. Psalm of the End (Intro)
  2. The bloody Path of God
  3. Doomsday Prophecy
  4. Nine Plagues of Egypt
  5. The grim Reaper
  6. Riders of the Apocalypse
  7. Hellborn
  8. Church of Sacrifice
  9. The Forgotten
  10. Unholy Terror
  11. Memento Mori (Outro)

Laufzeit:
 41:54 Min.

Band-Infos:
 
  • www.mystic-circle.de 


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