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Review: Negative |
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Album:
| | SWEET & DECEITFUL, 2005, Roadrunner |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | J.G., 09.01.2005 |
Review:
| | Du bist enttäuscht von der neuen H.I.M.? Du suchst eine eine etwas rockigere Alternative zu The Rasmus? Dir ist Charon etwas zu melancholisch? Du stehst nicht auf so tiefe Stimmen wie bei The 69 Eyes? Man bist Du wählerisch! Aber nicht verzagen, Finnland hat noch mehr zu bieten. Think positive, think of "Negative"!
Oder in Deutsch: Denke positiv, denke an Negative!
Eine Hürde, die jeder Rock-/Metal-vorgeschädigte Fan am Besten im Laufschritt nehmen muss, ist sicherlich das Cover, welches die finnischen Jungs in Höchstform präsentiert. Ich erinnere mich an Aussagen wie: "Ich trage relativ viel Frauenkleidung, weil ich so dünn bin. Sie passt mir besser als Männerklamotten." Stimmt! Dünn sind sie... ähem ich schweife ab.
Das zweite Werk der jungen Finnen bietet zwölf durchaus hörenswerte Songs, die irgendwie stilistisch zwischen den bereits eingangs erwähnten Gruppen liegen.
Das ist sicherlich ein Manko für alle die, die eigenständiges Material bevorzugen. Aber was ist heute schon eigenständiges Material? In erster Linie muss mir die Musik gefallen und Spaß machen.
Ihr Händchen für eingängige Melodien lässt nicht lange auf sich warten. Nach kurzem Intro geht es mit "Frozen to loose it all" gleich richtig zur Sache. Die Melodie könnte genauso gut von H.I.M. stammen jedoch sind besonders stimmlich klare Unterschiede festzustellen. Jonne singt etwas höher und anstatt Villes Vibrato wird hier mehr "gehaucht". Was solls, der Refrain geht jedenfalls sofort ins Ohr und man hat deutlich das Gefühl "Bekanntes" zu hören.
Bei "The Moment of our Love" hangeln sich die Finnen geschickt von H.I.M.-Klippe zu The Rasmus-Ufer, ohne sich jedoch allzu sehr zu verirren. Was vorher mehr rockig klang, bekommt hier eine Dosis Pop verpasst. Durch geschicktes Songwriting muss man auch hier nicht lange überlegen. Ehe man sich versieht, klebt der Titel im Gehörgang.
Das Wechselspiel hält weiter an. "Creeping inside" erinnert gerade durch Gitarren- und Sythesizer-Arbeit stark an H.I.M.. Wobei der rockige Rhythmus glücklicherweise die guten alten Zeiten der H.I.M.-Herren aufleben lässt und weniger den neuen Pfaden der finnischen Konkurrenz folgt.
Bei "Locked in the dark Side" zeigt Jonne, dass man beim Singen durchaus effektvoll Luft holen kann (Medizinisch: Schnapp-Atmung). Mir trägt er hier eine Spur zu dick auf, obwohl gerade dies eine gewisse Eigenständigkeit zeigt.
Zu "In my Heaven" muss eigentlich nichts mehr gesagt werden. Der Erfolgshit des ersten Albums wurde hier noch einmal neu aufgenommen. Marketing-Gag, Lückenfüller oder Appetit-Happen für Neulinge - fragt mich nicht.
Das rockige "My my/Hey hey" oder "Secret Forgiveness" und das recht flotte "L.A. feeding Fire" zeigen, dass die Jungs durchaus auch eine etwas härtere Schiene fahren können und ihren Grunge-Wurzeln nicht gänzlich entwachsen sind.
So richtig gefühlvohl wird es dann mit "Neverending Parade" und auch dem letzten Song "Angels won't lie" - sicherlich Tipps für alle Freunde/Freundinnen des Kuschelrock.
Fazit: Irgendwie bin ich verblüfft, dass die 52 Minuten schon vorbei sind. Es waren durchaus angenehme Minuten mit kaum schlechtem, aber auch wenig wirklich neuem Material. Das Scheibchen wird sicherlich noch ein paar Runden in meinem Player drehen dürfen - nicht gleich - vielleicht später. |
Tipp:
| | Eine Empfehlung für alle, die auf melodische nicht all zu rockige finnische Bands, wie H.I.M., The Rasmus oder The 69 Eyes stehen. Hier findet man eine echte Alternative und keine schlechte Kopie.
PS: Alle Hard-Rocker, die vielleicht ihrer Frau/Freundin eine Überraschung bereiten möchten, können das CD-Case auch mit geschlossenen Augen öffnen. |
Titel-Liste:
| | - Intro
- Frozen to loose it all
- The Moment of our Love
- Creeping inside
- Locked in the dark Side
- In my Heaven
- My my/Hey hey (Out of the blue)
- Neverending Parade
- L.A. feeding Fire
- Until you're mine
- About my sorrow
- Secret Forgiveness
- Angels won't lie
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Laufzeit:
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Bandinfos |
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