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Review: Pharaoh |
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Album:
| | THE LONGEST NIGHT, 2006, Cruz Del Sur |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G. 29.03.2006 |
Review:
| | Manchmal muss ich einfach die neuen Scheibchen aus Ami-Land einfach zur Seite legen und einen geeigneten Moment abwarten. Kommerz, Nu, Death, Rap, Hip-Hop, und manchmal auch ein Lichtblick. In diesem Fall sind es die vier Jungs, Tim Aymar, Matt Johnsen, Chris Kerns und Chris Black von Pharaoh, mit ihrem Zweitling THE LONGEST NIGHT.
Dabei wäre es mit dem nötigen technischen Geschick doch so einfach einen Heavy Metal Fan glücklich zu machen. Man beschäftigt sich intensiv mit der Hoch-Zeit des Heavy Metal und hört bei Gruppen wie Iron Maiden, Hellstar & Co. genauer hin. Auf dieses Gerüst packt man ein paar eigenständige Riffs und Licks, packt eine Monsterstimme dazu - und fertig ist das Heavy Brett. Ok, zugegeben, so einfach ist es doch nicht, aber Pharaoh haben es geschafft.
Hier überzeugen heavy Riffs genauso wie eingängige Hooklines, ein treibender Rhythmus und eine markante Stimme, die von der Instrumentaltruppe mit Kräften unterstützt, aber nicht niedergebügelt wird.
Der Opener "Sunrise" setzt schon mal die erste gut erkennbare Leuchtboje. Heavy Metal der guten 80er, jedoch neu aufbereitet und befreit von allen Roststellen.
Vollgas und ab durch die Mitte. So lässt sich wohl "I am the Hammer" am besten bezeichnen. Es erwartet den Zuhörer jedoch kein hirnloses Drauf-Los-Geholze, sondern intelligente Riffs, die einfach tierisch Spaß machen.
Auch wenn man bei "In the violet Fire" manchmal den Eindruck hat, gerade ein melodisches Teil von Queensryche vor sich zu haben, ist es solider Heavy Metal, eher schon an der Grenze des Power Metal, als überfrachteter Prog.
Nach relativ sanfter Einstimmung, die ein bisschen für Gary Moore-Folk-Stimmung sorgt, wird es nach zwei Minuten ernst. "By the Night Sky" ist nicht zuletzt durch einen stellenweise dominanten Galopp, ein Mega-Teil, das voll nach vorne marschiert. Bei mehr als acht Minuten Spielzeit ist auch jede Menge Platz für Breaks und Gitarren-Soli. Selbst nach dieser langen Spieldauer dreht man sich unweigerlich um und wundert sich, dass der Song schon zu Ende ist.
"The longest Night" lebt vom Kontrast zwischen treibenden, nahezu voran peitschenden Stellen und den sanften, einschmeichelnden Passagen, die schon fast epischen Charakter verleihen.
So richtig zum Verschnaufen kommt man auch nicht bei den restlichen Titeln. Jedenfalls kann man mit Fug und Recht behaupten, dass hier kein Füllmaterial, kein Kitsch und auch kein Gedudel für's eigene Selbstwertgefühl beigemischt wurde.
Fazit: Keine Frage, hier bekommt man ein megafettes Heavy Metal Keulenstück, das durch eine markante Stimme noch den letzten Schliff bekommt. Die Songs sind alle modern arrangiert, und können mehr durch klassische Heavy Elemente überzeugen, als sich allzu sehr auf progressive Pfade begeben zu müssen. Sie ziehen jedoch manchmal eine hörbare Altlast aus den guten 80ern hinter sich her. Dies ist genial für all diejenigen, die immer noch nicht genug 80er-Jahre-Brennstoff im Regal stehen haben und keinen Bock auf Neu-Metal-Sprit verspüren. |
Tipp:
| | Irgendwie fühlt man sich an Iron Maiden zu ihren besten Zeiten erinnert. Stilistisch vergleichbar, werden Fans dieses Stils hiermit ihre wahre Freude haben. Aber keine Angst, die Jungs verstehen ihr Handwerk und bieten mehr als nur einen weiteren Klon. |
Titel-Liste:
| | - Sunrise
- I am the Hammer
- In the violet Fire
- By the Night Sky
- Endlessly
- The longest Night
- Fighting
- Like a Ghost
- Up the Gates
- Never run
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Laufzeit:
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