 |
News |
 |
 |
Redaktion |
 |
 |
Kontakt |
 |
 |
Glossar |
 |
 |
Über uns |
 |
 |
Links |
 |
|
 |
Review: Pretty Maids |
 |
| |
Album:
| | WAKE UP TO THE REAL WORLD, 2006, Frontiers |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | J.G., 24.11.2006 |
Review:
| | Als im Jahr 1981 der Startschuss fiel, zählten die Dänen zu eine der kreativsten und leidenschaftlichst agierenden Metal Bands der europäischen Geschichte. Besonders live spielten sie damals alle an die Wand, was auch Saxon leidvoll erfahren musste.
Auch sonst ging es ständig Berg auf und Berg ab. Zoff mit Plattenfirmen, Krach mit übereifrigen Veranstaltungs Managern (man denke nur an Pfortzheim 1987), Einbrüche bei den Verkaufszahlen bringen die Band fast an den Rand der Auflösung. Doch Sänger Ronnie Atkins und Gitarrist Ken Hammer geben nicht auf und wollen es noch einmal - vielleicht das letzte Mal - wissen. Eigentlich müssen sie nichts mehr beweißen, da sie in ihrer Karriere, besonders Live, schon alles erreicht haben...
Mit "Wake up to the real World" liefern sie den bis dato besten Song ab, den sie seit legendären Alben wie FUTURE WORLD damals noch auf Vinyl gepresst haben. Druckvoll, zu 100% eingängig und ein Schmeichel-Refrain, des sich sofort im Gehörgang festkrallt.
Trotz spacigen Synthie-Klängen zu Beginn verbirgt sich hinter "I am the End" ein brachiales Groove-Monster, das kaum noch zu stoppen ist.
Die Ballade "As guilty as you" mit ihrer Akustik-Gitarren-Unterstützung und einem hörenswerten Gitarren Solo, bietet ansonsten kaum Überraschungen. Es ist aber genau das, was man von den Pretty Maids hören möchte.
"Where Beauty lies" klingt allzu glatt und würde ich schon fast in die Pop-Ecke stellen. Ob man damit versucht hat, den Medien in die Hände zu spielen und vielleicht wieder etwas mehr On-Air-Zeit zu bekommen, könnte man spekulieren.
"Brave young Breed", vom ersten Riff ab ein richtiger Nackenbrecher, lässt kurzzeitig die alten Metal-Qualitäten aufblitzen. Obwohl es die Riffs in sich haben und zunächst ziemlich eingängig scheinen, bleibt erstaunlich wenig hängen.
Ob es wirklich nötig gewesen wäre, eine "Perfect Strangers" Cover-Version von Deep Purple mit auf's Album zu packen, sei dahin gestellt. Wie oft wurde das eigentlich schon gecovert? Immerhin ist die Interpretation durchaus gelungen und orientiert sich ziemlich nahe am Vorbild. Jedoch offenbart der Song auch den bestehenden Abstand zu dieser Rock-Liga der für den weiteren Verbleib erst noch überwunden werden muss.
Gerade der Schlusspunkt "Another Shot of your Love" ist eine, nach meinem Geschmack etwas zu schnell geratene Ballade und der Anteil kommerzieller Elemente übersteigt leider meine Toleranzgrenze des Hard Rocks. Hier wäre mehr drin gewesen.
Der große Paukenschlag zum Abschluss bleibt also aus. Nun denn, warten wir auf den (vielleicht) nächsten Streich. Auf die restlichen Songs möchte ich nicht weiter eingehen, da sie dieses Niveau leider nicht ganz halten können.
Fazit: Die Dänen haben es endlich geschafft, sich auf ihre Tugenden zu besinnen. Es werden Erinnerungen an Alben wie RED, HOT AND HEAVY oder FUTURE WORLD wach, die zur rockigen Glanzzeit der Pretty Maids gehörten. Der Weg für die Zukunft wäre theoretisch vorgezeichnet und das Licht am Ende des Tunnels leuchtet bereits gleisend hell. Jetzt müssen nur noch die Stellen mit den dunklen Schatten der musikalischen Blässe verschwinden und die Sache hätte wieder Hand und Fuss. Aber wollen das die Pretty Maids überhaupt noch? |
Tipp:
| | Pretty Maids auf diesem Niveau sind für jeden Fan eine Bereicherung. Auch Neueinsteiger bekommen genügend hörenswerte Songs geboten, fehlt ihnen schließlich der Vergleich zu früheren Glanzzeiten. |
Titel-Liste:
| | - Wake up to the real World
- All in the Name of Love
- I am the End
- As guilty as you
- Why die for a Lie
- Such a Rush
- Where Beauty lies
- Brave young Breed
- Terminal Violence
- Perfect Strangers
- Another Shot of your Love
|
Laufzeit:
|
|
 |
|
 |
|
 |
Bandinfos |
 |
 |
Neue Reviews |
 |
|