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Review: Pride of Lions |
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Album:
| | THE ROARING OF DREAMS, 2007, Frontiers |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | J.G., 12.02.2007 |
Review:
| | Nun halte ich bereits Scheibchen drei des Survivor Haudegen Jim Peterik und seiner Band Pride of Lions in meinen Händen. Wie immer sind die Erwartungen zwiegespalten. Einerseits erwartet man eine gelungene Produktion mit hohem Wiedererkennungswert und jeder Menge Ohrwürmern. Andererseits schraubt man die Erwartungen, was Innovationen betrifft, etwas zurück. In gewisser Weise hat man sich nun an den Stil von Pride of Lions gewöhnt und möchte einfach mehr.
Umso überraschter bin ich, als nach nur wenigen Synthie-Klängen mir ein ziemlich flotter Rocker namens "Heaven on Earth" aus den Boxen entgegen schlägt. Sie haben also ihre "Drohung", zukünftig etwas rockiger aufzutreten zumindest beim Opener schon einmal umgesetzt. Über weite Strecken doppelstimmig gesungen, verstärkt dies die Eingängigkeit und sorgt für dezentes Gänsehaut-Feeling.
"Book of Life" startet ebenfalls mit einem Duett und entpuppt sich im Tempo noch forcierter als der Opener. Anstatt mit kreischenden Gitarren zu agieren, nehmen massive Synthie-Klänge etwas die Schärfe ohne jedoch allzu sehr in Richtung Pop abzudriften. AOR muss also nicht in jedem Fall sanft, handzahm und midtempolastig sein um zu gefallen. Mir als Rock- und Metal-Fan kommt dies natürlich sehr gelegen.
Von Anfang an stellt "Love's eternal Flame" klar, ich bin ein poplastiges Melodic Rock-Teilchen mit hohem Ohrenschmeichelfaktor. Toby schafft es jedoch mit seiner Stimme der Sache einen angenehm angerauhten Touch zu verpassen.
"Language of the Heart" erinnert fast etwas an die guten alten Saga-Zeiten, wo flotte Rhythmen mit dezenten Gitarren und dominanten Synthesizern durchaus in Mode waren und auch den einen oder anderen Erfolg in den Charts feiern konnten. Besondere Schmankerl sind auch hier die abwechslungsreichen Gesangslinien, die dem Ganzen eine besondere Spannung und deutlich mehr Volumen verleiht.
"Let me let you go" mit genretypischem Synthie-Piano und Hooklines, wie sie auch von Toto, Journey und weniger rockig von Supertramp stammen könnten, überrascht kaum und muss eher in die Schublade solide Massenware eingeordnet werden.
An dem bereits beschriebenen Schema ändert sich auch im weiteren Verlauf der CD wenig. Es wechseln sich rockige Songs ab mit gefühlvollen (Halb-)Balladen und etwas kommerziell angehauchten Mit-Tempo-Stücken. Manchmal blitzt noch das eine oder andere mitreißende Gitarrensolo durch die AOR-Jalousien. Wahre Feuerwerke darf man jedoch nicht mehr erwarten und die habe ich persönlich weder erwartet noch gewünscht.
So klingt die Scheibe mit dem etwas flotteren, funky aufgepeppten "Tall Ships" und der gefühlvollen Ballade "Turnaround" nach einer Stunde Spielzeit langsam aus. Der letztere Song erinnert etwas an Bonnie Tylers Hit "Total Eclipse of the Heart", besonders weil dieser textlich mit Turnaround beginnt und auch Ähnlichkeiten bei einigen Hooklines durchscheinen lässt.
Fazit: Erneut haben Jim Peterik, Toby Hitchcock und die restliche Truppe von Pride of Lions ein eingängiges, kompositorisch wasserdichtes und glänzend produziertes Album abgeliefert. Bis auf den Umstand, dass es deutlich rockiger als die beiden Vorgänger erscheint, gibt es jedoch wenig neues an der Front zu vermelden. |
Tipp:
| | Alle Melodic Rock und AOR-Fans aufgepasst, hier gibt es satten Nachschub, der auch nach mehreren Durchläufen noch begeistern kann. |
Titel-Liste:
| | - Heaven on Earth
- Book of Life
- Love's eternal Flame
- Language of the Heart
- Let me let you go
- Faithful Heart
- Defying Gravity
- The roaring of Dreams
- Secret of the Way
- Astonish you
- Tall Ships
- Turnaround
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Laufzeit:
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