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Review: The Prowlers
 
DEVIL'S BRIDGE

Album:
 DEVIL'S BRIDGE, 2006, Locomotive

Stil:
 Progressive Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 J.G., 04.06.2006

Review:
 Schon seit zehn Jahren im Geschäft, begann damals alles mit dem Covern bekannter Titel. Schnell war klar, dass man musikalisch nicht nur mehr wollte, sondern auch mehr leisten konnte. Stilistisch legten sich die sechs Italiener jedoch bis zum heutigen Tag nicht fest. Und so enthält das neue Werk eine bunte Mischung von traditionellem Hard Rock über Power Metal bis hin zu richtigen progressiven Sequenzen. Maßgeblichen Anteil am positiven Gesamteindruck hat die überragende Gesangsleistung des Frontmanns ebenso wie die handwerklich makellose Arbeit der fünf Instrumentalisten.

Nein, es handelt sich nicht um eine neue Folge von Akte-X, auch wenn die ersten Klänge des Openers "Alone in the Dark" stark daran erinnern mögen. Spätestens nach einer Minute legen die Jungs so richtig los und blasen ein sehr abwechslungsreiches Up-Tempo-Stück auf die Lauscher der Zuhörer. Orchestrale Abschnitte wechseln mit Gitarren-Soli uns sorgen ständig für Spannung zwischen den einzelnen Riffs und dem Refrain.
"A last Gaze" tritt gnadenlos in die Fußstapfen seiner Vorgänger, besitzt jedoch stellenweise sofort zündende und eingängige Gitarren- und Synthie-Riffs, die dem Song trotz aller Ecken und Kanten melodisch und angenehm erscheinen lassen.
Bei "Imagination Game" fällt besonders der häufige, hauptsächlich vom Drummer getragene, Rhythmuswechsel auf. Wie sicher der Mann seine Töpfe vom Stuhl aus bedient, wird einem erst durch die zahlreichen fließenden Übergänge zwischen schnellen und langsamen Passagen bewusst.
Die letzten zehn Minuten gehören dann dem Titel-Song "Devil's Bridge", der sich in drei Abschnitte gliedert. Nach einer orchestralen Einstimmung startet der gesangsdominierte erste Teil voll durch. Treibende Drum-Rhythmen und aggressive Gitarren peitschen die Riffs nur so durch die Boxen.
Mit weniger Tempo und etwas gitarrenlastiger mit einigen hörenswerten Soli komplettiert der zweite Teil den Mammut-Song. Das Ende erfolgt etwas abrupt und man ist erstmal erstaunt über die Stille. Da wären doch noch ein paar Sekunden mehr drin gewesen, oder?

Fazit: Nein, es ist wahrlich keine kurzweilige Scheibe, die schon nach dem ersten Höreindruck zum Mitsingen animiert und sofort im Ohr hängen bleibt. Dazu ist das Werk als ganzes viel zu komplex. Erst nach und nach erschließen sich immer mehr Details, die so schnell keine Langeweile aufkommen lassen. Dies ist einerseits ein Vorteil für alle Prog-Fans, andererseits hält es Liebhaber eingängiger Ohrwürmer davon ab, sich einen, zugegebenermaßen leicht anstrengenden, erneuten Durchlauf zu wagen.
Und wie lässt sich das ganze insgesamt beschreiben?
Traditioneller amerikanischer Progessive Metal alá Queensryche oder Dream Theater? Zu eng gesteckt!
Italienischer Power Metal alá Labyrinth & Co.? Ne, ne, is nicht treffend!
Italienischer Bombast-Epic Sound alá Rhapsody? Ebenfalls nicht passend!
Die Wahrheit liegt irgendwie dazwischen.

Tipp:
 Hier finden alle die neuen Treibstoff, die auch einmal bereit sind über den Tellerrand ihrer Progessive Metal-Lieblinge hinauszuschauen und Gefallen an komplexen und dichten Arrangements finden.

Titel-Liste:
 
  1. Alone in the Dark
  2. YTT
  3. The invisible Prison
  4. A last Gaze
  5. Fused
  6. Acid One
  7. Imagination Game
  8. Devil's Bridge - Prelude
  9. Devil's Bridge - Part 1
  10. Devil's Bridge - Part 2

Laufzeit:
 51:19 Min.


 
 
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