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Review: 23rd Grade of Evil
 
WHAT WILL REMAIN WHEN WE ARE GONE

Album:
 WHAT WILL REMAIN WHEN WE ARE GONE, 2009, Eigenvertrieb

Stil:
 Thrash Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 J.G., 15.03.2010

Review:
 Es passiert schon fast automatisch, dass sich mir die Nackenhaare hochstellen, wenn ich in Promoanschreiben irgend etwas von "die neue Hoffnung" oder ähnliches lese, denn oftmals verbirgt sich dahinter viel heiße Luft und ansonsten magere Standardkost. Glücklicherweise wird die Regel auch immer wieder von Ausnahmen durchbrochen und im Fall der Schweizer mit ihrem Debüt WHAT WILL REMAIN WHEN WE ARE GONE ist es ein wahrer Dammbruch. Man merkt sofort, hier sind keine Jungspunte am Werk, die gerade das Akkord spielen auf der Gitarre gelernt haben, sondern erfahrene Recken, die schon auf einige Jährchen musikalische Erfahrung zurück blicken können. Bevor Sänger Zeno Pfister, Gitarrist Alexander Lorenz, Bassist Tom Höpfer und Drummer Steve Emmenegger unter der neuen Flagge 23rd Grade of Evil zu segeln begannen, machten sie bereits in den frühen 90ern die Musikwelten als Morbus Wilson unsicher.
Nach ein paar Jahren Auszeit haben die Schweizer jetzt endlich Zeit gefunden, in den Little Creek Studios mithilfe von Franky Winkelmann und dem Genre-Kollegen V.O. Pulver von GurD ihren neuen Hassbatzen in Polycarbonat und Aluminium zu bannen.
Das Ergebnis ist dabei ein wahrer Ohrenschmaus für Fans von modernem Thrash geworden.

Nach gefälligem und melodischem Intro "The Likelihood of making Errors" bleibt kaum Zeit für entspannende Aktionen, denn die Erfahrung sagt, nach einem solch sanften Einstieg folgt das dicke Ende auf dem Fuße.
Und genau so ist es auch, denn der Opener und Titelsong "What will remain when we are gone" fräst bereits die ersten thrashigen Gitarren-Riffs mit Hochgeschwindigkeit in die Gehörgänge. Unterstützt von brachialem rauen Gesang und einer druckvollen Rhythmusfraktion bekommt man schon einen recht guten Eindruck von dem, was noch folgen wird. Der Refrain, ein Mähnenschüttler 'par excellence' wartet nur darauf von wildem Headbangen begleitet zu werden.
Ähnlich rasant und druckvoll bewegt sich fast jeder der nachfolgenden Songs. Egal ob bei dem recht modern gestalteten "Erased by Consciousness", dem mächtig treibenden "Burn inside", dem stakkatoartigen "Rise up", dem gesangsdominierten "Lost in the Void" mit seinem eruptiven Refrain, dem davon galoppierenden "Killing Gods", dem rasend schnell gesungenen "Ashes to Ashes" oder dem fulminanten und vielschichtigen Schlusspunkt "Something will (get you in the End)" ist Tempo und Basisdruck aber auch immer ein Schuss Melodik angesagt. Der Schlussong zählt gleichzeitig zu meinem persönlichen Highlight und ist schon fast ein kleines episches Meisterstück für sich, das weit über die Grenzen des typischen Thrash hinaus geht.
Es muss jedoch nicht immer nur Highspeed sein, will man eine Thrash-Botschaft an den Fan bringen. Die tierisch groovende Midtempo-Walze "Swallow" mit ihren Zwischenspurts ist dafür ein gutes Beispiel.

Fazit: Gerade in den Zeiten der wiedererstarkten Thrash Metal-Szene wird mit allen Mittel gekämpft, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Vom Abkupfern fremden Materials über tiefe Ausgrabungen in Schubladen der frühen Demotapes, bis hin zu 'quick and dirty' zusammengezimmerten Garagenproduktionen scheinen keine Skrupel zu bestehen.
Dass es auch anders geht, das zeigen 23rd Grade of Evil auf eindrucksvolle Art und Weise. Hier wurden keine Kompromisse eingegangen und alles richtig gemacht, was ein gutes und abwechslungsreiches Album auszeichnet. Überzeugende Gesangs- und Instrumentalarbeit, bissige Texte, variables Tempo, geschickt gewählte Setliste und stilistische Auslotung bis an die Grenzen innerhalb des Thrashes von staubtrocken bis melodisch.
Spätestens nach dem ersten Durchlauf ist klar, dass Gary Meskil von Pro-Pain sicherlich nicht zweimal gebeten werden musste, hier eine kleine Gastgesangsrolle zu übernehmen. Das größte zukünftige Problem der Schweizer dürfte nun sein, für diesen fulminanten Einstieg würdige Nachfolger zu produzieren. Aber wer weiß, was das Quartett noch so alles in ihren Schubladen schlummern hat und jetzt freue ich mich erst einmal über das Debüt und nebenbei eines der besten Thrash-Alben, die ich in den letzten Monaten auf den Tisch bekam.

Tipp:
 Wer zu den Fans von modernem europäisch geprägten Thrash Metal gehört, bekommt hier einen wahren Leckerbissen für seine Sammlung.

Titel-Liste:
 
  1. The Likelihood of making Errors
  2. What will remain when we are gone
  3. Erased by Consciousness
  4. Swallow
  5. Burn inside
  6. Rise up
  7. Lost in the Void
  8. Drown myself
  9. Killing Gods
  10. Out in the Cold
  11. Ashes to Ashes
  12. Something will (get you in the End)

Laufzeit:
 54:07 Min.

Band-Infos:
 
  • www.23evil.net 



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