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Review: 3 Dayz Whizkey
 
3 Dayz Whizkey - BLACK WATER

Album:
 BLACK WATER, 2013, Timezone

Stil:
 Blues Rock

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 U.B., 24.12.2013

Review:
 Nicht erst seit Gary Moore wissen wir, dass hervorragender Blues Rock nicht unbedingt aus den USA kommen muss. Nach einer ganzen Reihe von Metal Alben mutierte das irische Gitarrengenie zum Blues Virtuosen. Aber man braucht nicht mal das Land verlassen, auch in Deutschland gibt es talentierte Bands die ihr musikalisches Schaffen mit Leib und Seele dem Blues Rock verschrieben haben. 3 Dayz Whizkey ist so eine Truppe, die Jungs kommen aus Regensburg und als man sich den Bandnamen zulegte war die Stimmung wohl schon ausgelassen was sich in der Schreibweise nieder schlug. BLACK WATER ist nach THE DEVIL AND THE DEEP BLUE SEA bereits das zweite Album. Zwischen den Alben lag nur knapp ein Jahr, die Band scheint also sehr motiviert und fleißig zu sein. Myles Tyler Vocals, T. G. Copperfield Gitarre, Brad The Snake Gitarre, Big Tom Bass und Little Cris Drums (die beiden letzt genannten sind Brüder) sind die Whiskey Brenner die uns hier auf ein musikalisches Glas, oder zwei, oder drei, einladen. Die Vorteile der alkoholischen Gärung dürfte älteren Semestern ohnehin aus dem Film "Die Feuerzangenbowle" mit Heinz Rühmann bekannt sein. Wenn man ein Glas Whiskey ins Licht hält sieht es aus wie goldener Honig. Und Honig soll ja sehr gesund sein. Und da Whiskey nur wenige Vitamine hat muss man eben mehr davon trinken. Na dann Cheers!

Mit tollem Groove und klasse jammenden Gitarren geht es auf "The Gambler" prima los. Ein sehr tanzbares Stück wie geschaffen für eine Rock`N Roll Party. Die fröhliche Stimmung sorgt für gute Laune pur.
"All Night long" fällt da spürbar härter und ein wenig düsterer aus.
Eine Sologitarre leitet "Bad Luck Women" ein. Ja, ja die Damenwelt, nix als Ärger. Der Song ist ruhig und verhalten mit anklagendem Unterton im Refrain, passend zum Titel. Der ausgeprägte Rhythmus macht es schwer die Füße still zu halten.
"Rock and Roll", genau der ist hier angesagt. Heiter, flott, deftig mit schrammelnden Gitarren. Ein nostalgischer Track wie aus den guten alten Zeiten des Rock.
Mit "Now that you're gone" präsentieren uns 3 Dayz Whizkey eine bitter süße Ballade, zum Glück ohne Kitsch, da dürfen die Feuerzeuge geschwenkt werden. Auffällig ist die ungewöhnliche Gesangslinie, mal traurig mal beinahe entschlossen. Das Gefühlschaos nach einer Trennung wird musikalisch gut interpretiert.
"The King" schlägt thematisch in die selbe Kerbe. Ein wenig traurig ja, aber ungebrochen, sollen sich die Damen doch verzischen das haut einen Mann nicht um. Yeah, that's the Blues.
Auf "Black Rider" hören wir Blues mit einem deftigen Schuss Country Romantik. Das Quintett hat ein gutes Gespür für Stimmungen und wie man sie in der Musik umsetzt. Das bärenstarke Gitarrensolo dürfte ruhig länger sein. Aber wieso Black Rider, bei Eastwood war es doch der Pale Rider. Egal, der einsame Rächer reitet wieder.
Und da ich gerade bei Eastwood bin, "Make my Day", wer kennt ihn nicht den berühmten Ausspruch von Dirty Harry. Ob die Regensburger aber den knallharten Cop im Sinne hatten wage ich zu bezweifeln. Das Stück ist härter, unruhig und weniger melodisch.
"Blues is King" verstehe ich als eine energiegeladene Hommage an den Blues Rock mit ZZ Top Genen. Höhepunkt ist das wirbelnde Gitarrensolo, daran würde sich selbst Stevie Ray erfreuen.
Es folgt "Rattlesnake Break", Mississippi Blues in Reinkultur. Hail to B.B. King. Die Gitarren harmonieren und ergänzen sich toll und pushen sich noch gegenseitig.
Wenn mich "No Escape from the Night" ständig an den großen Joe Bonamassa erinnert darf das als dickes Kompliment verstanden werden. Auf "Mick Jagger" wird nicht nur der Altrocker liebevoll durch den Kakao gezogen. "Mick Jagger is that you, you got your big mouth open walking down the avenue." Na, ob es dem eitlen Mick gefällt auf seinen breiten Mund angesprochen zu werden..... Aber er befindet sich ja in guter Gesellschaft, Chuck Berry, Muddy Waters, Tom Petty, B.B. King, Tony Iommi, Gene Simmons, Billy Gibbons, Lemmy und Steven Tyler werden ebenfalls besungen. Bei den Lyrics scheint der Alkoholpegel der Band in etwa so hoch gewesen zu sein wie der des letzten Elbe Hochwassers im Juni 2013. Hi Jungs, was sagt die Leber? Ansonsten, ein gute Laune Song par excellence.
Bei "Devil Woman" gibt es heiteren Country Sound bevor "Love`s gone bad" für traurige Stimmung sorgt, die zwischen sanften Abschnitten und heftigeren Phasen mit kräftig aufspielenden Gitarren hin und her pendelt.
Zum Schluss dürfen wir mit "Got no Time" einer Hillybilly Coutry Folk Nummer lauschen die selbstverständlich unplugged daher kommt. "I got no time for feeling bad", die Textstelle sollte man sich zum Lebensmotto machen.

Fazit: Die trinkfesten Regensburger präsentieren mit BLACK WATER ein flottes Blues Rock Album dessen Musik aber so was von in die Beine geht, da schmeißt selbst eine 95 jährige Oma sofort den Rollator in die Ecke und schwingt das Tanzbein bis der Herzschrittmacher qualmt. 3 Dayz Whizky ist eine Rock Band mit starken Wurzeln im Memphis Blues. Für klassischen Blues ist die Stimmung nämlich meist zu wenig melancholisch schwermütig und viel zu heiter. Ist das ein Nachteil? Ich finde nicht. Der ansteckende Elan der von der Musik ausgeht verbreitet einfach gute Laune und davon kann man nie genug haben. Live schlägt das Quintett gewaltig ein, da bin ich sicher. Chuck Berry, Eric Clapton, Muddy Waters, ZZ Top und frühe Led Zeppelin, von all dem höre ich da was raus. Die Songs sind kurz und knackig, selten über drei Minuten. Die Produktion ist prima und es kommt viel Live Feeling rüber. Das liegt sicher daran, dass für das Album die Instrumente nicht separat nacheinander eingespielt wurden, sondern alle zusammen. Eben so, wie man auch auf der Bühne spielt. Der Mix ist geschickt, so sind die beiden Gitarren jeweils getrennt auf den rechten und linken Kanal gelegt und die Sologitarre mittig, so klingt das Ganze sehr räumlich aus den Boxen. Gut gefällt mir auch, dass man vermieden hat den Sound glatt zu bügeln. Blues Rock soll Ecken und Kanten haben, erdig rau und ein wenig dreckig klingen nur so ist es authentisch. Da dürfte Sänger Myles Tyler meiner Meinung nach seiner Stimme ruhig einen räudigeren, heiseren Touch geben. Was bei Jonny Walker die Premium Ausgabe: Black Label, das ist beim Blues Rock: BLACK WATER. Kräftiger Sound, bei ungezählten Auftritten in verrauchten Musikkneipen gereift, eben Single Malt aus Regensburg. Und da gerade Weihnachten ist, bedanken sich die Jungs mit einem tollen Video (Blue, blue Christmas) stilsicher auf YouTube bei den Fans (unbedingt ansehen!). Ach übrigens, 3 Dayz Whiskey kann man mit und ohne Alkohol genießen.

Anspieltipps:
 "The Gambler", "Bad Luck Women", "Now that you`re gone", "Blues is King", "Rattlesnake Break", "No Escape from the Night"

Tipp:
 Lieber Whiskey im Blut statt Stroh im Kopf. Ob 3 Dayz Whiskey viel Alkohol im Blut haben weiß ich nicht, aber ganz bestimmt verdammt viel Rock und Blues in den Adern. Und wenn man Musik mit dem Herzen macht statt mit dem Kopf, dann wird sie richtig gut, so geschehen auf BLACK WATER. Wie heißt es schon bei Star Wars: May the Blues be with you.

Titel-Liste:
 
  1. The Gambler
  2. All Night long
  3. Bad Luck Women
  4. Rock and Roll
  5. Now that you're gone
  6. The King
  7. Black Rider
  8. Make my Day
  9. Blues is King
  10. Rattlesnake Brake
  11. No Escape from the Night
  12. Mick Jagger
  13. Devil Woman
  14. Love's gone bad
  15. Got no Time

Laufzeit:
 45:27 Min.

Band-Infos:
 
  • www.3dayz.de 

  • Probehören und Kaufen:
    3 Dayz Whizkey: BLACK WATER


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