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Review: 3 Inches Of Blood |
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Album:
| | HERE WAITS THY DOOM, 2009, Century Media |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | S.M., 11.11.2009 |
Review:
| | Das Schaffen von 3 Inches Of Blood ist bislang so ziemlich an mir vorbei gegangen. Kein Wunder, denn bei dem Bandnamen denkt man nicht zwangsläufig an eine Truppe, die traditionellen Metal spielt. Ich hätte damit irgendwas aus dem Harcore, dem Nu Metal oder solchen Gegenden assoziiert. Also schenkte ich ihnen bisher keine weitere Beachtung, und HERE WAITS THY DOOM ist auch meine erste Kontaktaufname mit den Kanadiern.
Beim Hören kommt mir jede Menge Old-School-Metal in den Sinn. Bands wie Judas Priest, Iron Maiden, Saxon und Manowar, aber auch manche Thrash-Band, haben ihre Spuren im Sound hinterlassen. Der genial hymnische Opener "Battles and Brotherhood" erinnert mich aber am stärksten an Accept, was nicht zuletzt daran liegt, dass Cam Pipes Gesangsleistung sich hier in Udo Dirkschneiders Sphären abspielt. Doch auch sonst hat der Song alles, was ein klasse Metal-Song braucht: dynamischen Groove, klasse Riffs, eingängige Hook und den hymnischen Mitgröhl-Refrain.
"Rock in Hell" könnte dagegen von einem Judas-Album stammen. Pipes geht mehr in die Höhen und macht sich auch als Klon von Rob Halford nicht schlecht. Auch dieses Stück verbreitet viel Energie und Intensität.
Doch trotz einer anfänglichen Euphorie, stelle ich fest, dass nicht alle Stücke des Albums so recht zünden können. Es schleicht sich doch mancher Filler ("Snake Fighter", "Call of the Hammer", und das höchst überflüssige Instrumental "12:34") ein, und das weitestgehende Fehlen eigener Einflüsse macht sich irgendwann auch bemerkbar. Cam Pipes markant-rauhes Organ ist zwar ungewöhnlich und drückt dem Sound von 3 Inches Of Blood auch einen Stempel auf, doch mit zunehmender Dauer wird diese Sirene auch ein bisschen nervenaufreibend.
Mit Stücken wie dem epischen "Preacher's Daughter", dem Speed-Metal-angehauchten "At the Foot of the great Glacier", dem Riff-Monster "Fierce Defender" und dem vom vielschichtigen Maiden-Sound inspirierten "All of them Witches" beweisen sie natürlich, dass sie noch weitere gute Metal-Songs schreiben können.
Sie ehren damit ihre vielen Vorbilder und halten die Fahne des traditionellen Metal und des True Metal hoch. Das finde ich einerseits bemerkenswert, würde mir aber auch mehr eigene Ideen wünschen. Die Thrash-Anteile wurden insgesamt zurückgeschraubt, sind aber noch immer vorhanden und stützen ganz gut die Dynamik des Sounds.
Fazit: HERE WAITS THY DOOM ist schon ein gutes Metal-Album, gar keine Frage. Dennoch wäre es für die Kanadier nur von Vorteil, wenn sie auch ein paar eigene Inspirationen in den Sound einfließen lassen würden. Ansonsten ziehen sie eine gelungene Linie von der NWoBHM zu modernen Soundproduktionen. Und dank reichhaltiger Anleihen agieren sie auch abwechslungsreich.
Instrumental ist alles im grünen Bereich. Groove und Dynamik werden gut rübergebracht und gehen auch in des Hörers Blut über. Am Gesang werden sich die Geister scheiden, denn nicht jeder kann diese Röhre an der Grenze zu schrillem Gekreische dauerhaft ertragen. Ich würde vor einem Kauf auf jeden Fall zu ausgiebigen Hörproben raten. Bei einem Old-School-Fan – wie auch bei mir – werden aber Stücke wie "Battles and Brotherhood" oder "Fierce Defender" zweifelsohne ihre Drehzeiten im Player haben. |
Titel-Liste:
| | - Battles and Brotherhood
- Rock in Hell
- Silent Killer
- Fierce Defender
- Preacher´s Daughter
- Call of the Hammer
- Snake Fighter
- At the Foot of the great Glacier
- All of them Witches
- 12:34
- Execution Tank
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.3inchesofblood.com  |
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Empfehlen:
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