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Review: 5bugs |
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Album:
| | TOMORROW I'LL PLAY GOD, 2006, Rockhit Records |
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | M.W., 24.08.2007 |
Review:
| | Mit TOMORROW I'LL PLAY GOD legen die fünf Berliner Jungs das zweite Album in ihrer Karriere vor. Sie selbst ordnen sich irgendwo zwischen den Punk-, Rock-, Emo- und Pop-Welten unserer Zeit ein. Sie versprechen Rock'n'Roll-Emo-Melancholie und wollen auch auf dem Silberling präsentieren, was ihnen bei Live-Auftritten bereits gelang: spektakulären Sound zum Abrocken demonstrieren.
Druckvolle Drums eröffnen "Appetite at first Sight". Der Hörer kriegt sofort richtig Tempo auf die Ohren. Neben Ohrwurmcharakter der Melodien, überzeugt vor allem Chris Dumhard's harmonische Vocals - ab und an gepaart mit Backgroundvocals. Zwar ist der Text recht simpel, dafür kann man sich gut mit ihm identifizieren. Los geht's - abrocken und beim Break genießen.
Auch "Visions" schraubt die Schnelligkeit nicht wesentlich zurück. Kraftvolle Gitarren mit einfachem, aber durchaus gutem Drumming supporten den Gesang hauptsächlich im Refrain. Insgesamt ist Beitrag Nummer zwei relativ einfach gestrickt und größtenteils vorhersehbar. Schön ist aber wie sich die Jungs die Seele aus dem Leib spielen. Ein schöner Break zum Ende hin sorgt für Überraschung.
"Inside of me" klingt ein wenig nachdenklicher und auch ruhiger…ungefähr 30 Sekunden lang. Der Song wird nicht ganz so enthusiastisch präsentiert, was der guten Stimmung aber nicht unbedingt Abbruch tut. Im Refrain geht's wieder kraftvoll zu wie bisher auch. Schöne Gitarrenmelodien mit kurzzeitig ungewöhnlich hohem Gesang.
"Over is a Word I cannot deal with" stellt sich mit abgehakten Riffs vor. Das Lied weckt Assoziationen mit amerikanischen Highschool-Punkbands wie Sum 41. Insgesamt setzt der instrumentale Teil auf weniger runden Sound - Drums und Gitarren bringen kurzzeitige Breaks ein. Bemerkenswert ist die dauerhafte Präsenz aller Mitspieler ohne, dass die Songs überladen wirken.
Die ersten Riffs zu "The great Escape" erinnern an Green Day's "Basket Case". Auch die Vocals ähneln ab und an denen von Billy Joe Armstrong. Auch dieses Werk ist sowohl gesanglich als auch instrumental wieder recht einfach gestrickt - typisch Punk eben. Gut, gut, gut, denn 5 Bugs schaffen es trotzdem, den Hörer bei Laune zu halten und keine Langeweile zuzulassen. Der Backgroundgesang verstärkt die Rebellionsatmosphäre.
"The Air I breathe" ist von der melodischen Seite etwas poppiger als die Tracks zuvor. Zur Strophe gibt's nur sanfte Gitarren als Unterstützung für Chris Dumhard. Ich würde sogar soweit gehen und diesen Song als Ballade einstufen. Textlich recht kitschig, da es eben ein Liebeslied verkörpert. Teilweise finden sich Ähnlichkeiten mit Snow Patrol.
Mit "Fighting in the Name of Rock'n'Roll" kehrt sowohl der Schwung als auch eine härtere Gangart zurück. Der Aufbau ist typisch für die Emocore-Richtung. Wieder bringen die harmonischen Gesangslinien den Text gut in den instrumentalen Aufbau ein. Der Refrain unterscheidet sich aber nicht wesentlich von den anderen aus den ersten vier Tracks.
Mit etwas über vier Minuten Spielzeit hat "Order to kill" die längste Spielzeit auf der Scheibe inne. Hier geht es sogar noch eine Härtestufe höher. Die energiegeladenen Berliner verkörpern den Spagat zwischen Emo und Punk. Besonders das druckvolle und wandelbare Schlagzeug, gespielt von Samy El-Munayer, fällt auf. Der ruhige Break sorgt außerdem für eine kurze Atempause und regt durch die Kinderstimme, die dazu aufruft, den Krieg zu besiegen, zum Nachdenken an.
"No one's there" steigert sich im Intro von der Lautstärke her. Die Gitarristen Florian Nowak und Stefan Fehling zeigen hier vor allem in Kombination mit Drummer Samy, dass sei perfekt zusammenpassen. Die Gesangslinien sind - wie die ganze Zeit schon - fließend. Moshpit-geeignet ist der Song auf Grund seiner vielen Breaks und Tempiwechsel nicht unbedingt, Tanzen kann man dazu aber trotzdem…irgendwie.
Mit "Living in the Limits" nähern wir uns unaufhörlich dem Ende dieser wunderbaren Platte. Der Song bringt wenig Neues, der Aufbau ist bereits aus den vorherigen Beiträgen bekannt, dennoch kann er dem bis hier hin hoch gewachsenen Anspruch durchaus genügen.
"Just another tragic Story" setzt mit Klavier und zurückhaltenden Tönen und Gesang wieder auf die Balladenschiene. Die harmonischen Klavierlinien verschmelzen gut mit den Gesangslinien. Hier wirkt die Szenerie beinahe so zerbrechlich wie dünnes Glas. Hervorragend gewählt als Abschluss, dadurch kann man die Platte richtig gut Revue passieren lassen. Auch der lang gezogene Klimax regt zur Nachdenklichkeit an. Einfach beruhigend. Besonders der Text ist gelungen und klingt nicht so schnulzig wie "The Air I breathe". Überraschend ist jedoch das ein wenig abrupte Ende.
Fazit: TOMORROW I'LL PLAY GOD ist eine Packung voller Power, Emotionen, Spaß und Ernst gemixt mit härteren und weicheren Passagen. Normalerweise käme jetzt der Punkt, an dem man die Kritik veröffentlicht - leider fällt mir grad nicht unbedingt welche ein, außer dass ein, zwei Songs leichte Wiederholungen aufzeigen und mir "The Air I breathe" für Punk Rock und Emocore einfach ein wenig zu kitschig erscheint. Ich muss zugeben, 5 Bugs haben gute Arbeit geleistet und ich ziehe meinen Hut! Lange nicht mehr so guten Punk von so jungen Leuten gehört. |
Tipp:
| | Appetite at first Sight, Over is a Word I cannot deal with, Fighting in the Name of Rock'n'Roll, Just another tragic Story |
Titel-Liste:
| | - Appetite at first Sight
- Visions
- Inside of me
- Over is a Word I cannot deal with
- The great Escape
- The Air I breathe
- Fighting in the Name of Rock'n'Roll
- Order to kill
- No one's there
- Living in the Limits
- Just another tragic Story
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.5bugs.com  |
Probehören und Kaufen:
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