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Review: AB/CD |
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Album:
| | ROCK'N'ROLL DEVIL, 1992/2008, Ariola |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | J.G., 04.10.2008 |
Review:
| | Je genialer eine Band, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie immitiert wird. Was meist als Coverband beginnt entwickelt sich jedoch nur selten in Richtung Eigenständigkeit. An Bands wie AC/DC haben sich schon unzählige Nachahmer versucht und einige haben es auch geschafft, Erfolge zu feiern. Da wären aus der eigenen Heimat vielleicht Snake und Fallen Silver zu nennen oder wie wäre es mit den US-Boys Rhino Bucket? Alles nicht authentisch genug? Nun, dem kann abgeholfen werden, denn es gibt schließlich die Schweden AB/CD, die nicht nur mit ihrem Bandnamen AC/DC-Nähe signalisieren. Da wäre beispielsweise das Line-Up erwähneswert mit Sänger Braijan, Lead-Gitarrist Bengus, Rhythm-Gitarrist Nalcolm, Bassist Clim und Drummer Flint. Na, immer noch nicht nahe genug? Dann hilft nur Start-Taste drücken und das Boogie/Blues-Rock-Feuerwerk starten, denn glücklicherweise wurde das bereits vergriffene 1992er Album ROCK'N'ROLL DEVIL wieder neu aufgelegt. Nein, ohne Bonussongs aber dafür wurden die Lyrics beigelegt und schon die alleine sind ein wahrer Fundus triefender Klischees und beißendem Spotts.
Ein paar jaulende Gitarren, anfeuernde Chöre und ein sattes Drumming ebnen den Weg für Brijans Einsatz, der voll und ganz in seiner Rolle als Johnson-Immitator aufgeht. "Jackpot-Bingo" sicherlich ein Opener, der jeden AC/DC-Fan aufhorchen lässt. Hier wird wirklich jedes charkteristische Trademark durch den Fleischwolf gedreht und am Ende eine durchaus leckere Wurst zu servieren.
Deutlich mehr Eigenleistung zeigen die Schweden dann bei dem Titelsong The "Rock'n'Roll Devil" ohne eine allzu großen Bogen um die Aussies zu schlagen. Hier wird einfach nur abgerockt und auch Angus und Malcom hätten sicherlich ihre wahre Freude daran.
"Lasst den Bengus von der Leine", war sicherlich irgendwann die resignierte Reaktion der übrigen Bandmitglieder, wenn sich der Flitzefinger wieder einmal nicht beherrschen konnte und so hat man ihm "seine 40 Sekunden" "Bengus' Bomb (Faster than Yngwie!)" spendiert.
Und weiter gehts mit kraftvollen Rockern wie "Your Name on my Bullet" und "Love-Doll", bevor man die erste waschechte Blues-Ballade präsentiert.
"Booze Blues" in bester "The Jack"-Manier kann ebenso überzeugen, wie sein Original. Hier lässt sich der Blues fast in Scheiben schneiden, so dick quillt er aus den Boxen.
"Party Time" jau, oder sollte ich lieber sagen "What you do for Money Honey"? Egal, beide Songs gehen schnurgedade ab nach vorne und fahren jedem Zuhörer sofort in Mark und Bein.
Etwas Up-Tempo gefällig? Na dann wird man mit "Killershark" hervorragend bedient, denn hier drücken die Jungs gehörig auf das Rock'n'Roll-Gaspedal.
Und keine Angst auch der Rest ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern, wobei "Devils Dinner" zu einen meiner Favoriten zählt. Tja manchmal zahlt es sich eben aus, einem Spaß-Projekt richtige Taten folgen zu lassen, denn es gibt sicherlich schlechtere Vorbilder als AC/DC.
Fazit: Klar muss sein, es gibt nur eine Band, die es mit AC/DC aufnehmen kann und das sind sie selbst. Wenn es jedoch darum geht möglichst nahe am Original zu bleiben, die gleiche Spielfreude an den Tag zu legen und trotzdem ein gewisses Maß an Eigenständigkeit mitzubringen, dann sind AB/CD nicht nur wegen der namentlichen Nähe ein heißer Anwärter auf den Platz links neben dem australischen Trohninhaber. |
Anspieltipps:
Tipp:
| | Wer auf energiegeladenen Boogie Rock und Blues steht, so wie ihn AC/DC seit über 30 Jahren spielen, der sollte sich unbedingt diese Schweden zu Gemüte führen. Und für alle die gleich Feuer und Flamme sind die gute Nachricht: AB/CDs Album CUT THE CRAP! wurde ebenfalls neu aufgelegt. |
Titel-Liste:
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Party Time (What you do for Money Honey)
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.band.tld  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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