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Review: Absent/Minded |
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Album:
| | PULSAR, 2010, Eigenvertrieb |
Stil:
| | Death Metal, Sludge, Doom Metal |
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | V.R., 08.01.2012 |
Review:
| | Absent/Minded legen ein wirklich beeindruckend flottes Arbeitstempo vor. 2009 gründete sich das Bamberger Quartett, welches auf kreative Art Death Metal mit Doom Metal und Southern Sludge verquickt, und schon ein Jahr später erschien die Demo-EP ZER(O)NE, mit welcher die Band bereits für Aufsehen sorgen konnte. Bis zur Veröffentlichung des Debüt-Albums sollte dann gar nicht mehr viel Zeit vergehen, schon zur Jahreswende 2010/2011 war es soweit. Die Demo machte definitiv Lust auf mehr, da die darauf enthaltenen drei Songs eine eigenständige und brutale Mischung der genannten Musikstile bot. Ob Absent/Minded das hohe Niveau der Demo aber auch auf kompletter Albenlänge durchziehen können, gilt es nun an dieser Stelle zu klären.
Der Opener "Monoliths" lässt zunächst aufhorchen, da Vocalist Steven hier im Intro keine Grunts, sondern klaren, wenn auch etwas kratzigen Gesang zum Besten geben. Nach zwei Minuten, wenn nach und nach die Instrumente einsetzen, wird aber auch sein Gesangsorgan aggressiver, bis hin zu typischen Death-Grunts in Reinkultur. Der Song hat ordentlich Druck und ist sicher kein schlechter Einstieg, hätte phasenweise aber doch etwas abwechslungsreicher ausfallen können. Gegen Ende gibt es die gewünschte Abwechslung dann aber doch noch zu hören, da der Death Metal-Song in ein doomiges Finale mündet, welches sogar durch atmosphärische Keyboards unterstützt wird.
"God of Lie" ist einer der drei Titel, die schon von der Demo bekannt sind. Schon die Demo-Version war ein echter Kracher und in der auf dem Album vorliegenden Fassung hat der Titel sogar noch gewonnen und stellt die ideale Verquickung von Death Metal und Sludge dar. Zudem weiß der Song durch ein hohes Maß an Aggressivität und Intensität zu überzeugen. Während zu Beginn eher auf Death Metal-typische Speed-Attacken gesetzt wird, entwickelt sich das Lied gegen Ende zu einem wahren Sludge-Monster.
Weiter geht es mit dem eher im Death Metal-Bereich zu verortenden "No Sun", bei dem Absent/Minded auf eine ausgewogene Mischung zwischen Härte und Melodie setzen. Insbesondere der Refrain weiß durch seine leicht depressive Stimmung zu überzeugen.
"Terra-Peuth" ist dann wiederum von der Demo bekannt und was damals schon gut war, das ist es auch auf dem Album. Death, Doom und Sludge gehen hier wieder eine unheilvolle Symbiose ein und heraus kommt ein Song, der das hohe Niveau der letzten beiden Titel zwar nicht ganz erreichen kann, aber dennoch deutlich über dem Durchschnitt anzusiedeln ist.
Stimmungsvoll setzt sich das Album fort mit dem death-doomigen "Preparation Dialog", bei dem Steven in den doomigeren Passagen auch wieder auf seine klaren Vocals zurückgreift. An diesen müsste er zwar noch ein wenig feilen, doch auch in der hier vorliegenden Form klingen sie schon ganz ordentlich. Der Song selbst ist dagegen deutlich besser als ganz ordentlich und gehört klar zu den Highlights der Scheibe.
Mit dem Titelsong "Pulsar" folgt nun schließlich der dritte von der EP bekannte Song. Hier frönen Absent/Minded mal dem reinen Doom Metal, hier und da allerdings mit leichter Sludge-Schlagseite, aber gänzlich ohne Death Metal-Passagen. In jedem Fall bietet der Titel alles, was man in Sachen Doom Metal erwarten kann: Tonnenschwere Riffs, Zeitlupen-Tempo und tiefes Grunzen, alles da. Insgesamt kann der Song durchweg überzeugen und stellt auch eine gelungene Abwechslung zu den anderen, eher death-lastigen Liedern des Albums dar.
"Healing Listening" erinnert dann wieder mehr an die ersten Titel der Scheibe und bietet die gewohnte Mischung aus Death Metal und Sludge. Das Qualitätsniveau ist allerdings etwas unterhalb jener Songs anzusiedeln, da der Song zwar ordentlich Härte, aber wenig Abwechslung zu bieten hat.
Ganz anders sieht es da bei "Connective" aus, da hier dank des stetigen Wechsels zwischen knüppelharten Death-Passagen und staubtrockenen Sludge-Parts zu keiner Zeit Langeweile aufkommt. Und gerade wenn man denkt, dass der Song zu Ende ist, verändert sich die Stimmung ein weiteres Mal, dieses Mal hinein in finsterste Doom-Regionen. Doch nicht nur wegen des hohen Maßes an Abwechslung darf man den Titel zu den Highlights des Albums zählen, da er generell von sehr hoher Qualität ist.
Zum Abschluss beweisen Absent/Minded ihr facettenreiches Können noch einmal mit dem ebenfalls sehr abwechslungsreichen "3 Letter Code", welches eine sehr intensive düstere Stimmung aufweist und damit das perfekte Finale für ein sehr gutes Album darstellt.
Fazit: Klasse! So und nicht anders muss sich guter Metal in der Schnittmenge aus Death, Doom und Sludge anhören. Schon die Demo ZER(O)NE klang ja überaus vielversprechend und weckte große Hoffnungen auf ein Debüt-Album. Und eben diese Hoffnungen kann PULSAR tatsächlich erfüllen – auch wenn sich unter die neun Titel leider ein bis zwei schwächere Songs gemischt haben, welche eine Wertung im absoluten Top-Bereich derzeit noch verhindern. Man darf aber eben nicht vergessen, dass wir es hier mit einem Debüt-Album zu tun haben und unter diesem Gesichtspunkt ist PULSAR definitiv schon jetzt als Highlight zu sehen. Wenn Absent/Minded ihre Stärken konsequent weiter ausbauen, dann kann die Band noch richtig richtig groß werden. Derzeit gehören sie zwar noch nicht zur Oberklasse, doch sie sind auf dem besten Weg dorthin! Hoffentlich wird bald ein Label auf Absent/Minded aufmerksam, denn sie haben es definitiv verdient, einer breiteren Masse bekannt zu werden. |
Anspieltipps:
| | "God of Lie", "No Sun", "Prepatarion Dialog", "Pulsar", "Connective" und "3 Letter Code". |
Tipp:
| | Diese Scheibe sollten sich sowohl Death Metal- als auch Sludge-Fans zulegen. Wer Bands wie Crowbar zu seinen Favoriten zählt, wird mit PULSAR definitiv glücklich werden. |
Titel-Liste:
| | - Monoliths
- God of Lie
- No Sun
- Terra-Peuth
- Preparation Dialog
- Pulsar
- Healing Listening
- Connective
- 3 Letter Code
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.aminded.com  |
Empfehlen:
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