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Review: Absinthium |
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Album:
| | ONE FOR THE ROAD, 2012, Punishment 18 |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | A.L., 24.07.2012 |
Review:
| | Ich hab’s ja sonst nicht so mit italienischen Bands, aber hier ist endlich mal ein Album aus südlichen Gefilden, das wirklich überzeugen kann. Absinthium wurden 2003 gegründet. Die Geschichte der Band ist geprägt von diversen Line-Up-Wechseln, Zwangspausen und dem Tod des Sängers. Also keine so schöne Vergangenheit; die Jungs haben sich aber nie unterkriegen lassen und präsentieren nun endlich ihr Debüt-Album.
Der Opener "The Curse of Blood" entpuppt sich als Midtemporocker mit schönen zweistimmigen Gitarrenläufen. Sänger Alessandro Granato klingt noch ein bisschen verschlafen, aber beim folgenden "H.A.I.L." wird er dann doch wach und präsentiert sich in guter Form. Der Song erinnert ein wenig an „Iron Maiden meets Metallica“, gute Mischung. Was Absinthiums Gitarristen zu leisten im Stande sind präsentieren sie bei "Mr. Nothing", einer abwechslungsreichen, von diversen hochklassigen Soli geprägten Speed-Granate. Überhaupt ist die Instrumentalfraktion ganz hervorragend aufeinander eingespielt und rangiert vom Können her sicher in der europäischen Königsklasse.
Mit dem Titeltrack "Absinthium" nehmen die Italiener ein wenig Tempo heraus. Heavy Riffs gepaart mit Blast-Parts wechseln sich mit Gitarrenattacken ab. Schöner Signature-Song! Noch schöner wird es allerdings bei "Circular Saw", in meinen Ohren die beste Nummer des Albums, eine richtige Groovegranate mit minimalistischem Bass-/Gitarren-Intro, zurück genommener Instrumentalisierung und einer tollen Performance von Sänger Alessandro. Das reduzierte Riffing ist so präzise, dass man unweigerlich sofort an die Kollegen Hetfield und Hammet denkt.
Ruhiger wird’s bei "Skull" – aber nicht wirklich lange. Nach akustischem Beginn legen die Jungs gleich wieder eine Schippe Tempo drauf und präsentieren einen sehr anständigen Nackenbrecher mit eingängiger Hookline, bevor man im Mittelteil wieder die Akustikklampfe raus holt und die Gitarreros zweistimmig fiedeln dürfen. Anschließend wieder aufs Gas: Toll gemacht, stimmig, passt. Und sie halten das Tempo, "Waste" ist ein klassischer Speed Metal-Track, der schnörkellos nach vorne geht und bei so manchem Hörer massiven Halsmuskelkater verursachen dürfte. Das abschließende "Black Gown" geht fast ein wenig in die Doom-Ecke, spielt gekonnt mit diversen Stil-Versatzstücken und beendet ein durchweg hervorragendes Album.
Fazit: Der 80er-Jahre-Speedmetal ist nicht tot. Er riecht auch nicht komisch, zumindest nicht, wenn er von Bands wie Absinthium hochgehalten wird. Das klingt nichts verstaubt, das ist qualitativ hochwertig, sauber produziert und lässt auf die Zukunft hoffen. Ein hervorragendes Debüt-Album einer vielversprechenden Truppe. |
Anspieltipps:
| | "Absinthium", "Circular Saw", "Skull". |
Tipp:
| | Rocker, die auf Metallica, Megadeth, Agent Steel, Exodus etc. abfahren, sollten sich diese Scheibe sofort zulegen. Alle anderen sollten zumindest mal rein hören. |
Titel-Liste:
| | - The Curse of Blood
- H.A.I.L.
- Mr. Nothing
- Absinthium
- Circular Saw
- Skull
- Waste
- Black Gown
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/absinthiummetal  |
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