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Review: Accept
 
BLOOD OF THE NATIONS

Album:
 BLOOD OF THE NATIONS, 2010, Nuclear Blast

Stil:
 Heavy Metal

Wertung:
 7 von 7
7 von 7 Punkten
 J.G., 21.08.2010

Review:
 PREDATOR das letzte Studio-Album der Solinger stammte aus dem Jahre 1996 und war für viele Fans der Endpunkt einer einzigartigen Metalband. Die Udo-Fraktion konnte sich nun voll und ganz dem Frontmann zuwenden, und fand eine stilistische Fortführung in dessen Solo-Band U.D.O., die bereits seit 1987 parallel agierte und es bis heute auf immerhin ein Dutzend Veröffentlichungen gebracht hat. Die unnachahmliche Röhre des Frontmanns ist ihnen geblieben, die genialen Gitarren-Riffs des einstigen Erfolgsduos Woff und Hoffmann waren Geschichte.
Bereits 2009 verdichteten sich Gerüchte, dass man einen Neustart wagen möchte, jedoch war schnell klar, Udo Dirkschneider wird nicht zurück kehren; und Accept ohne Udo, kaum vorstellbar. Doch manchmal kommt es anders als man denkt. Auch wenn der Vollblut Metaller im Military-Lock nicht mehr für Accept ins Mikro beißen würde, so fand man in dem ex-TT Quick-Sänger Mark Tornillo einen Rocker, mit durchaus ebenbürtigen Qualitäten, wenn auch rock- und nicht metal-lastig.
BLOOD OF THE NATIONS schaffte es vor seiner Veröffentlichung nicht gänzlich, die Zweifler zum Schweigen zu bringen und so mussten sich die Fans auf der Straße bis zum 20. August gedulden, um dann eine wirkliche Überraschung erleben zu dürfen. Auch wenn die bereits vorab veröffentlichte Jam-Session von "The Abyss" einen gewissen Eindruck vermitteln sollte, so gab es die wirkliche Breitseite erst beim Genuss des Gesamtwerks.

Schon nach den ersten Gitarren-Riffs und dem recht erdig, rau klingenden Einsatz des Frontmanns beim stampfenden Up-Tempo-Kracher und Opener "Beat the Bastards" wird klar, hier sind Accept am Werk und das nicht auf dem Niveau des eher schwächelnden PREDATOR, sondern genau dort, wo man noch brutal abfeiern konnte, man denke nur an BALLS TO THE WALL.
In die True Metal-Kerbe mit fetter choraler Unterstützung in den Refrains, schlägt "Teutonic Terror", der aus jeder Strophe den Geist guten alten Accept ausdünstet, ohne dabei altbacken zu klingen. Erstaunlich auch, dass man die doch recht üppigen Spielzeiten der beiden ersten Songs mit Substanz und nicht mit sinnfreiem Ballast voll gepackt hat.
Endlich gibt es den Vorgeschmack "The Abyss" in seiner Album-Version zu genießen. Und hier lauert mit dem einführenden Schrei für Frontmann Mark die erste "Udo-Klippe", die er jedoch mit Bravour meistert und den einstigen Shouter schnell vergessen macht. Als zweitlängster Song auf dem Album bleibt bei dem leicht orientalisch angehauchten Stück auch kaum ein Wunsch unerfüllt, seien es nun Gitarren-Soli, fette Chöre, interessante Breaks und jede Menge stampfende Rhythmen.
Ähnlich einfach an ihren typischen Woff/Hoffmann-Riffs zu erkennen sind "Rollin' Thunder", "Pandemic" und "New World Comin'". Hier fühlt man sich gleich wie zu Hause und kann das eine oder andere Freudentränchen kaum unterdrücken, bedenkt man, dass vor ein paar Jahren keiner der ehemaligen Fans nur einen Hosenknopf auf eine Accept-Reunion verwettet hätten.
Der Titelsong "Blood of the Nations" zeichnet sich besonders durch eine variable Tempogestaltung und hymnische Chöre aus, wie man sie schon lange schmerzlich vermisst hat, waren sie doch auf den letzten Accept-Scheiben nur sehr halbherzig verwendet worden. Einmal mehr glänzt man mit griffigen Gitarren-Soli und einem schreifreudigen Frontmann, der sich durchaus gegen die Instrumantalfraktion behaupten kann.
Vielleicht etwas verwunderlich, aber eigentlich durchaus durchdacht, hat man den Bonus-Track "Time Machine" nicht an den Schluss gesetzt nur weil er eben "Bonus" ist, sondern dort platziert, wo er sich stilistisch gut in den Gesamtfluss einfügt. Gerade diese Detail sind es aber auch, die zeigen, dass man die Sache ernst nimmt und nicht ein Album für den schnellen Euro auf den Markt werfen wollte. Auch wenn stimmliche Unterschiede zwischen Mark und Udo durchaus existieren, so versprüht "Time Machine" fast am deutlichsten den einstigen Spirit der Accept der ersten Jahre.
Wofür Udo ein Dutzend Solo-Alben benötigt hatte, gelingt Mark gleich bei seinem Einstand. Mit "Kill the Pain" liefert er eine astreine Ballade ab und zeigt eindrucksvoll, dass er für diese Zwecke eine ganz eigene Stimmfarbe aus dem Hut zaubern kann, ganz im Gegensatz zu "Shades of Death", wo er unerforschte Höhen erklimmen muss. Auch wenn ich es als Udo-Fan nur ungern zugebe, so gibt es hier einen Sieg nach Punkten für Mark zu vermerken.
Aber keine Angst, Accept sind nicht zu alternden Weicheiern mutiert. Bis zur letzten Rille mit "Bucket full of Hate", das in einer Light-Version auch von U.D.O. stammen könnte, bleibt das Tempo und der Druck erwartungsgemäß hoch. Und auch wenn man nach dem verklingen der letzten Note gerade satte 73 Minuten ausfallfreie Metalkost genießen durfte, so lässt sich der Griff zur Play-Taste kaum vermeiden. Let's start again...

Fazit: Man merkt den Jungs an, wie viel Freude am Spielen nach dieser langen Pause von 14 Jahren noch in ihnen steckt und dass dieses Album auf Nachhaltigkeit setzen will. Mit Mark Tornillo haben Accept dabei einen richtigen Glücksgriff getätigt, der anders wie der arme Blaze Bayley, der sich nie gegen Bruce Dickinson bei den Eisernen Jungfrauen durchsetzen konnte, den Udo-Fans eine durchaus solide, wenn auch eigene Performance um die Ohren haut. Dass er dabei sogar Qualitäten im melodischen Bereich besitzt, steigert seinen Marktwert zusätzlich. Was bleibt ist die rein optische Umgewöhnung weg vom metallischen Militär-Lock hin zum rockenden Biker, aber das sollte wohl die geringste Hürde darstellen. Jetzt muss live gepunktet werden und wenn das gelingen sollte, so darf man wieder hoffen, in den nächsten Jahre die Accept-Story weiter schreiben zu dürfen. Und nicht zu vergessen, mit U.D.O. hat man als toleranter Fan der ersten Stunde immerhin noch ein zweites unkaputtbar scheinendes Eisen im Feuer...

Anspieltipps:
 Up-Tempo-Einstieg mit "Beat the Bastards", stampfende Klassiker mit "Teutonic Terror", "Rollin' Thunder" und den Mitnickern "Shades of Death" und "New Word comin'" oder eine Ballade mit "Kill the Pain". Aber was will man bei einem ausfallfreien Album schon empfehlen?

Tipp:
 Accept und vorurteilsfreie U.D.O.-Fans können hier bedenkenlos zugreifen.

Titel-Liste:
 
  1. Beat the Bastards
  2. Teutonic Terror
  3. The Abyss
  4. Blood of the Nations
  5. Shades of Death
  6. Locked and Loaded
  7. Time Machine (Bonus-Track)
  8. Kill the Pain
  9. Rollin' Thunder
  10. Pandemic
  11. New World Comin'
  12. No Shelter
  13. Bucket full of Hate

Laufzeit:
 72:57 Min.


Probehören und Kaufen:
Accept: BLOOD OF THE NATIONS (+ Bonus-Track)

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