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Review: Acid Drinkers |
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Album:
| | FISHDICK ZWEI - THE DICK IS RISING AGAIN, 2010, Mystic |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | J.G., 06.11.2010 |
Review:
| | Mit bereits mehr als 500 Gigs auf dem Erfahrungskonto und jeder Menge Preise in ihrer Heimat möchten es die talentierten Polen von Acid Drinkers den Großen in der Branche gleich tun und ihr zweites Album FISHDICK ZWEI - THE DICK IS RISING AGAIN ausschließlich mit Cover-Versionen zu bestücken. Ein interessantes Unternehmen, setzt es doch anhand der Auswahl ein breites Feld musikalischer Fähigkeiten und ein gewisses Maß an Songwriter-Geschick voraus, den Stoff an eigene Verhältnisse anzupassen.
Bereits der erste Titel "Ring of Fire" macht klar, hier ist kein Johnny Cash am Werk, der mit sonorer Stimme und gefälligem Gitrarrengeklimper versucht, die Zuhörer in den Schlaf zu singen, sondern eine rotzfreche Rockband, die dem Altmeister zeigt, was man aus einem Schnarcher so alle heraus holen kann.
Beim nachfolgenden "Hit the Road Jack", das auch schon über 40 Jahre aus dem Buckel hat, wird ebenfalls kräftig gerockt, jedoch hält man sich etwas mehr an die Vorlage.
Iron Maidens "Losfer Words big 'orra" dient lediglich als Überleitung, bevor der B-52's Megahit "Love Shack" aus den Boxen dröhnt, stilecht mit weiblicher Unterstützung an den Mikros.
Bemerkenswert sind da schon eher die Interpretationen von Frank Sinatras "New York, New York" in bester Highspeed-Rock-Manier mit interessantem Intermezzo oder der beinharten Umsetzung von Donna Summers Popsong "Hot Stuff".
Es geht aber auch in die andere Richtung. So wird Slayers "Seasons on the Abyss" noch relativ authentisch begonnen, jedoch als typischer Bluegrass-Song mit Fidel und Countrygitarre beendet. Ein ähnliches Schicksal ereilt Metallicas "Nothing else Matters", das sich einerseits recht nahe am Original entlang hangelt, jedoch immer wieder in Richtung Kirmes abbiegt und mit recht schrägen Blasinstumentklängen Marke Clarinette & Co. eine ganz eigene Note hinterlässt.
Relativ unbefleckt schaffen es die ultrakurzen Filler "Detroit Rock City" von Kiss oder als Ausklang Black Sabbaths "Fluff".
Neben jeder Menge Rock und Metal bleiben auch zwei recht besinnliche Songs für die Freunde der Kuschel-Balladen. Für "Et si tu n'existais pas" und "Make no Mistakes" hat man dabei auch auf recht eigenwillige Interpretationsambitionen verzichtet.
Der geneigte Zuhörer sei gewarnt, denn die Polen haben eine stilistische Achterbahn-Fahrt zusammengestellt, die sich gewaschen hat, mit mehreren Loopings inklusive.
Fazit: Auch wenn dieses Album ausschließlich mit Cover-Versionen bestückt wurde, so mangelt es kaum an Abwechslung. Dies liegt einerseits an der Wahl unterschiedlichster Vorbilder, aber auch an der teilweise recht eigenwilligen bzw. interessanten Umsetzung. Für Zwischendurch oder als Anheizer für die nächste Party ist das genau der richtige Stoff. Wer mehr Anspruch möchte, muss sich gedulden, bis die Polen wieder ein Album mit (hoffentlich) eigenen Titeln auflegen. |
Tipp:
| | Wer auf die Verrockung, Metalisierung oder Neuinterpretation bekannter Kost steht, wie sie auch J.B.O. und ähnliche bieten, der kann sich getrost dieses Album der Acid Drinkers einverleiben. |
Titel-Liste:
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- Ring of Fire
- Hit the Road Jack
- Losfer Words big 'orra (Iron Maiden)
- Love Shack (B-52's)
- New York, New York (Frank Sinatra)
- Bring it on Home (Led Zeppelin)
- Hot Stuff (Donna Summer)
- Et si tu n'existais pas
- 2000 Man (Rolling Stones)
- Bad Reputation (Thin Lizzy)
- Seasons on the Abyss (Slayer)
- Blood Suger Sex Magic (Red Hot Chili Peppers)
- Nothing else Matters (Metallica)
- Detroit Rock City (Kiss)
- Make no Mistakes
- Fluff (Black Sabbath)
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.acid-drinkers.com  |
Probehören und Kaufen:
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