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Review: After Forever
 
AFTER FOREVER

Album:
 AFTER FOREVER, 2007, Nuclear Blast

Stil:
 Symphonic Gothic Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 M.H., 22.01.2008

Review:
 After Forever ist eine Symphonic-Metal-Band aus den Niederlanden, die 1995 gegründet wurde. Im Jahre 2007 erschien die fünfte Studio-CD, die bei den Fans der ersten Stunde nicht unbedingt zum großen Jubel führte. Auf der anderen Seite gab es aber auch sehr viele positive Kritiken für den Silberling. Nun will ich mich mal an AFTER FOREVER wagen.

Die CD eröffnet gleich mit einem sehr guten Song namens "Discord", denn das ist ein Track ider Extraklasse. Gitarrist Sander Gommans und die charismatische Frontfrau Floor Jansen singen hierbei im Wechselspiel sich die Seelen aus dem Leib, während sofort die großartigen Klassik-Elemente auffallen: Indem die Niederländer das Prager Philharmonic Orchestra ins Boot geholt haben, bewegt sich der Sound in die richtige Richtung.
Das nachfolgende "Evoke" geht in die gleiche Richtung, ist nur ein Stück weit eingängiger arrangiert und der Sound klingt etwas moderner.
Der dritte Track namens "Transitory" kommt da schon um einiges härter und hektischer daher, was vor allem daran liegt, dass hier mehr Wert auf Grunten von Sander Gommans gelegt wurden und sich viele schnelle Breaks die Klinke in die Hand geben. Trotzdem ein sehr starker Song.
Die erste Singleauskopplung war im März 2007 "Energize me" und das hört man dem mit 3 Minuten doch sehr kurzem Song sofort an, denn das ganze wurde verdammt radiotauglich eingespielt und passt für mich deswegen auch nicht zum Gesamtkonzept der restlichen CD.
Nach diesem eher seichten Werk knallt "Equally destructive" mit einem fetten Gitarrenriff in die Gehörgänge, so dass man sofort wieder als Fan dieser Musik aufhört - und es lohnt sich, denn trotz aller soliden Härte kann das Lied ebenso mit einer sehr eingängigen Melodie überzeugen.
Bei "Withering Time" startet man gleich ohne Umschweife mit dem Refrain, der von dem für Gothic Metal typischen Chorgesang getragen wird. Überhaupt kommt dieser Song verdammt klassisch daher und macht sofort beim ersten Hören einen sehr starken Eindruck, der sich mit jedem weiteren Hören der CD noch festigen kann.
"De-Energized" beginnt mit einem orchesteralen Intro, dass sehr überraschend in einen harten Gitarrenriff übergeht. Das ganze Stück erinnert wahrlich an eine Operarie durch den laufenden Wechsel zwischen dem klassischen Arrangement und den Versatzstücken des Heavy Metal.
Danach gibt es dann zum ersten Mal eine Halbballade zu hören. Dabei gehört "Cry with a Smile" wahrlich zu den Highlights der CD. Floor singt die traurigen Lyrics mit solch einer Intensität, dass einem wirklich warm ums Herz werden muss.
Danach geht bei "Envision" wieder etwas härter zu, jedenfalls von der Instrumentierung her, doch die Melodie und der Gesang gehören dann wieder eher in die Ecke "Radiosong", so dass hier eher Mittelmaß herrscht.
Bei "Who i am" haben After Forever sich mit Doro Pesch eine namenhafter Gastsängerin an Bord geholt - ich frage mich nur, warum? Meiner Meinung nach passt die Stimme von Doro einfach nicht zu der Musikrichtung, die After Forever machen. Die Stimme von Frau Pesch gehört eindeutig in die Kategorie Hard Rock und kann beim bombastischen Sound des Gothic Metals einfach nicht mithalten. So ist "Who i am" wohl die größte Enttäuschung auf der CD.
Das nachfolgende "Dreamflight" holt zum Glück die Kohlen wieder aus dem Feuer, denn dieser Song ist einfach nur groß! Das liegt nicht nur an der epischen Spieldauer von 11 Minuten, nein, hier passt einfach alles - die ständig wechselnde Motive, Instrumente und Sänger und die großartigen Lyrics erinnern erneut an eine Arie, so dass der Begriff Song hier sogar schon zu wenig ist.
"Empty Memories" lässt es dann wieder etwas ruhiger angehen, was ich ganz gut finde, denn nach dem epischen Vorgänger braucht man wirklich einen eher beruhigenden Song, und das kann "Empty Memories" sehr gut - beruhigend wirken.
Mit "Lonely" findet die CD dann einen sehr ruhigen Abschluß, da hier die wunderschöne Stimme von Floor nur von einem Piano begleitet wird und dadurch diese Ballade eine melancholische Intensität entwickelt, die zum Träumen einlädt.

Fazit: Danke an After Forever - denn die Niederländer haben es geschafft mit der gleichnnamigen CD eine verdammt starke Gothic Metal - CD einzuspielen, die um einiges abwechslungsreicher daher kommt als z.B. die aktuelle CD ihre Landsleute Within Temptation. Leider haben sich ein paar Füller eingeschlichen, die einfach vom Sound her nicht in das akustische Gesamtbild passen wollen, ich denke da vor allem an "Who i am, das so überflüssig ist wie ein Kropf. Trotzdem macht die CD viel Spaß beim Hören, so dass ich noch gerade so 6,0 Punkte zücken kann.

Anspieltipps:
 "Discord", "Evoke" und "Cry with a Smile"

Tipp:
 Wer mit der aktuellen CD von Nightwish was anfangen kann, sollte hier auch seinen Gefallen dran finden.

Titel-Liste:
 
  1. Discord
  2. Evoke
  3. Transitory
  4. Energize me
  5. Equally destructive
  6. Withering Time
  7. De-Energized
  8. Cry with a Smile
  9. Envision
  10. Who i am
  11. Dreamflight
  12. Empty Memories
  13. Lonely

Laufzeit:
 61:02 Min.

Band-Infos:
 
  • www.afterforever.com 

  • Probehören und Kaufen:
    After Forever: After Forever

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