 |
News |
 |
 |
Redaktion |
 |
 |
Kontakt |
 |
 |
Glossar |
 |
 |
Über uns |
 |
 |
Links |
 |
|
 |
Review: Age Of Evil |
 |
| |
Album:
| | LIVING A SICK DREAM, 2009, Evil Eye Entertainment |
Stil:
| | Heavy Metal, Speed Metal, Thrash Metal |
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | S.M., 19.02.2009 |
Review:
| | Mit Age Of Evil tritt aus den US of A eine weitere Band ans Tageslicht, bei der die Mitglieder noch längst nicht alle das Erwachsenen-Alter erreicht haben. Die Geschwisterpaare Goldberg und Ziff gründeten Age Of Evil im Februar 2004. Wenn man nachrechnet, waren sie damals kaum im Teenager-Alter angekommen.
Inzwischen konnten sich die Jungs live auszeichnen und traten 2007 sogar auf dem "Bang Your Head"-Festival auf. Vom Heavy-Magazin bekamen sie die Auszeichnung "Best Newcomer Of 2007". Danach machten sie sich auf zu den Arbeiten an ihrem ersten Longplayer LIVING IN A SICK DREAM, der am 27.03.2009 vom Label Evil Eye Entertainment released wird.
Im Einzelnen besteht das Line-Up der Nachwuchskünstler aus Jeremy Goldberg (Gesang, Gitarre), Jacob Goldberg (Bass), Jordan Ziff (Gitarre) und Garrett Ziff (Schlagzeug).
Age Of Evil bekamen vom ehemaligen Megadeth-Gitarristen Marty Friedman viel Lob mit auf den Weg, und er ist sogar so begeistert von ihrem Tun, dass er beim Titeltrack als Gastmusiker in Erscheinung tritt.
Wenn man sich anschaut, was die Jünglinge in dem nicht gerade einfachen Genre an der Grenze zwischen klassischem Heavy Metal, Speed Metal und Old-School-Thrash vom Stapel lassen, darf man schon beeindruckt sein. Man fragt sich vor allen Dingen, wo sie das Old-School-Gespür hernehmen. Wahrscheinlich durch das Blut ihrer damals höchstens im Teeny-Alter befindlichen Eltern aufgesogen.
Der Einstieg in die Scheibe mit "Call me evil" macht gleich mal mächtig Dampf. Eighties-Speed-Metal as its best mit straightem Rhythmus, knackigen Riffs und schön herausgestelltem Refrain, den man direkt mitgröhlen kann.
"You canīt change it" konfrontiert den Hörer dann mit einem energiegeladenen Thrash-Konstrukt, das aber etwas am Gehör vorbeirattert. Auch "A Call to Arms" poltert im Up-Tempo mit ordentlicher Aggressivität, allerdings setzt das Riffing und die Licks hier mehrere Ausrufezeichen.
Einen äußerst thrashigen Einstieg gibt es beim Titeltrack "Living in a sick Dream", doch im weiteren Verlauf wechselt der Song zwischen wuchtigen Vormärschen und melodischeren Phasen. Besonders auffallend sind hier die Leads, die original aus der NWoBHM transferiert sein könnten.
Mit "The Storm" bleiben wir gleich mal bei der New Wave of British Heavy Metal. Der Lead-Gitarren-orientierte Sound mit episch-melodischem Höhepunkt passt hervorragend in diese Zeit und könnte Kompositionen von Saxon zur Ehre gereichen.
Der meines Erachtens stärkste Song auf LIVING A SICK DREAM ist "Land of Yours". Auch hier wird eine Old-School-Note aufgefasst und zeitgemäß verarbeitet. Der tolle hymnische Refrain thront herrlich über der Komposition und setzt ihr den songwriterischen Höhepunkt auf.
Noch besser ausgearbeitet, aber nicht ganz so einfach zu verdauen, ist "Fingertips of Fate". Die Jungs bauen den Song auf unterschiedlichen Intensitäten auf und so wechseln sich wieder thrashige Abschnitte mit ruhigeren Phasen ab. Das Stück hat durch die Vielschichtigkeit etwas progressives und ist wohl die kompositorische Krone des Werks, denn die unterschiedlichen Emotionen kommen musikalisch sehr gut rüber.
Ultra-thrashig startet "Glimpse of Light", so dass man als Hörer erst das Gefühl hat, jetzt wird alles in Grund und Boden gehämmert. Doch auch dieser Song setzt dann wieder einige Akzente durch Wechsel der Intensitäten. Allerdings ist er wesentlich aggressiver aufgebaut als der direkte Vorgänger.
"Dawn of a new Area" beginnt etwas uninspiriert und relativ 08/15, so dass ich erst auf den qualitativen Ausrutscher tippe. Aber auch diese Nummer steigert sich mit zunehmender Spieldauer durch ein zunehmend episches Konstrukt und bezaubernde Solo-Auftritte.
Zum Abschluss präsentieren die jungen Ami-Rocker mit "Eye of an Eye" wieder eine Komposition mit sich wechselnden Energien. Bei den thrashigeren Phasen fühle ich mich an wuchtigere Metallica-Stücke erinnert, die besonneren Passagen muten durch die etwas epische Aufmachung schön old-schoolig an. Und auch die Soli können was.
Fazit: Ich konnte mir zwar im Vorfeld durch Hörproben auf myspace bereits ein kurzes Bild der Band machen, doch LIVING A SICK DREAM hat mich nun doch mehr beeindruckt, als ich erwartete. Was die Jungen Leute hier instrumental auf die Beine stellen, finde ich phänomenal. Die Spielfreude und die unbändige Power kann man durchaus auf ihr jugendliches Ungestüm und die unverbrauchte Energie schieben, doch wo nehmen sie nur diese Professionalität her? Gerade die Gitarristen lassen viele erfahrenere Musiker alt aussehen.
Auch kompositorisch machen die Jungs eine gute Figur, verbinden kraftvolle, aggressive, wuchtige, melodische und auch epische Elemente sehr intelligent miteinander. So etwas schüttelt man nicht so ohne weiteres aus dem Ärmel.
Ein leichter Wermutstropfen ist lediglich der Gesang. Er wirkt gerade in den dynamischen Phasen etwas gepresst und ist dann ohne wirklichen Ausdruck oder eine wiedererkennbare Charakteristik. Erinnert mich ein bisschen an Hetfield zu Frühzeiten. Bei den melodischeren Abschnitten gefällt mir die Stimme besser, da Jeremy hier die Töne besser halten und die Höhepunkte ganz gut ausreizen kann. Aber ich bin sicher, der Gesang ist allgemein noch steigerungsfähig. Für ein Debüt-Album liefern Age Of Evil hier trotzdem astreine Arbeit ab. Respekt! Respekt! |
Anspieltipps:
| | "Call me evil", "The Storm", "Land of yours" und "Fingertips of Fate". |
Tipp:
| | Wer klassischen Metal aus den 80ern mit einer gut bemessenen Speed- und Thrash-Metal-Schlagseite mag, sollte sich auch die Jungs aus Amiland mal zu Gemüte führen. |
Titel-Liste:
| | - Call me evil
- You can't change me
- A Call to Arms
- Living a sick Dream
- The Storm
- Land of yours
- Fingertips of Fate
- Glimbs of Light
- Dawn of a new Area
- Eye of an Eye
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.ageofevil.com  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
|
|
 |
|
 |
|
 |
Neue Reviews |
 |
|