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Review: Alias |
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Album:
| | NEVER SAY NEVER, 2009, EMI |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | M.H., 04.04.2009 |
Review:
| | Um gleich allen die Freude zu nehmen - die Band Alias hat sich nicht wieder gegründet und feiert auch kein Comeback. Vielmehr handelt sich es bei dem vorliegenden Silberling um bisher unveröffentlichtes Material aus den zweiten Recordings zum geplanten Nachfolger des sehr erfolgreichen Debüt namens ALIAS aus dem Jahr 1990, das mit der Ballade "More than Words can say" auch noch einen Megaerfolg in den US Billboard Charts aufweisen kann. 1992 sollte NEVER SAY NEVER erscheinen, aber da zu diesem Zeitpunkt Grunge wohl die einzige Art von Rockmusik war, mit der man Erfolg haben konnte, droppte Capitol den Release.
Die Frage ist natürlich - Alias? Wer ist das? Nun, Alias bestand bzw. besteht aus Sänger Freddy Gurci und Gitarrist Steve DeMarchi von der kanadischen Rockband Sheriff - dazu gesellten sich mit Roger Fisher, Steve Fossen und Mike DeRosier immerhin drei Gründungsmitglieder der Superband Heart.
Die 2. Frage, die sich nun aufdrängt: Hat es sich denn gelohnt das Material, das immerhin schon 17 Jahre alt ist in die Neuzeit zu retten? Eins vorweg: Wer irgendwie modernen Rock erwartet, sollte hier aufhören weiter zu lesen. Alle anderen, die einfach immer noch auf den klassischen US Melodic Hard Rock mit einem Schuss Blues und Southern Rock stehen, können gerne dabei bleiben.
Der Anfang bilden "Women enough" und "XTCOI", die einfach nur folgendes wollen: Rocken und Spaß bereiten, und das gelingt beiden Nummern erstaunlich gut.
"How much longer is forever" nimmt sich dann etwas zurück und erweist sich als amtliche AOR-Ballade mit einer hitverdächtigen auf Hymne getrimmten Hookline.
Die Ballade "Give me a Reason to stay" erinnert dann verdammt an Hit "More than Words can say", wobei ich bei jedem neuen Anhören mehr und mehr den Eindruck bekomme, dass Alias hier sich selber durch den Kakao ziehen wollen, denn die Nummer ist verdammt überladen arrangiert und kann bei mir nur als Satire punkten, ansonsten ist das ganze verdammt lau.
Wie dem auch sei, danach ist wieder losrocken und mitwippen der Füße angesagt, denn "Wild wild one" geht erneut gut ab und macht entsprechend Spaß.
Auch wenn man meinen könnten, dass "Pleasure and Pain" eine entsprechende Rocknummer ist - weit gefehlt, denn hier hört man erneut eine Ballade, die aber nicht so schwülstig arrangiert wie "Give me a Reason to stay", sondern als typische Powerballade, mit denen die viele US Rockbands ihre größten Singleerfolge in den 80ern feiern konnten.
Mit "The Warden" hört man dann eine Up-Tempo-Nummer, die mit ihren Countryzitaten erfrischend klingt und sich von den restlichen Rocksongs abhebt.
Danach kommt mit "Bare Necessity" ein Song, der als eingängiger Melodic Rocker arrangiert und zudem den Spaß, den Alias bei der Aufnahme hatte, sehr gut beim Anhören rüber bringt. Für mich eine der besten Nummern auf der CD.
Nun wird es wieder Zeit für eine Ballade und "All i want is you" ist wohl die beste von den langsamen Songs auf NEVER SAY NEVER. Hier ist nix überladen oder irgendwie schleimig arrangiert, vor allem kommen diesmal die Emotionen in der Stimme von Freddy Gurci auch glaubhaft rüber. Dazu kommt ein sehr gutes Arrangement mit langsamen Aufbau der Gitarrenriffs; einfach perfekt.
Auch das funky angehauchte "Call of the Wild" und die Akustiknummer "Diamonds" können überzeugen.
Doch den absoluten Vogel - im positiven Sinne - schießt "Play me a Song" ab. Das Werk ist zwar nur 2 Minuten kurz, aber das ist sowas von cool arrangiert, ein Drum-Intro wie bei "We will rock you", nach dem ersten Refrain setzt dann die Gitarre ein und der Gospelchor tut den Rest, um den Song zu einer Guten-Laune-Nummer par excellence zu machen.
"We want it all" hätte dann normalerweise die CD beenden sollen und man hätte dann zum Abschluss erneut eine sehr gute Rockhymne gehört, doch für 2009 hat man noch 4 Bonustracks auf die CD gepackt und auch diese funktionieren erstaunlicherweise sehr gut. Hier möchte ich das poppige "Perfect World" und die Halbballade "Into the Fire" hervor heben.
Fazit: Es ist immer wieder schön, wenn es CDs gibt, von denen man weiß, was einen erwartet und die Erwartungen nicht enttäuscht werden. Und NEVER SAY NEVER von Alias ist genau so eine CD, denn wer das Debüt kennt, weiß, dass Alias eigentlich kein schlechte Songs schreiben können - und das beweist NEVER SAY NEVER sehr eindrucksvoll. |
Anspieltipps:
| | "The Warden", "Bare Necessity", "All I want is you", "Into the Fire" |
Tipp:
| | Fans von Bad Company in den Neunzigern, Firehouse, Heart und auch dem Solowerk von Danny Vaughn sollten hier zugreifen. Die CD gibt es übrigens nur als Import, aber zu normalen Preisen. |
Titel-Liste:
| | - Woman enough
- XTCOI
- How much longer is forever
- Give me a Reason to stay
- Wild wild one
- Pleasure and Pain
- The Warden
- Bare Necessity
- All i want is you
- Call of the Wild
- Diamonds
- Play me a Song
- We want it all
- - - Bonus Tracks - - - - Perfect World
- Into the Fire
- Who do you think you are
- When i'm with you (Live Acoustic Version)
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/theofficialalias  |
Probehören und Kaufen:
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