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Review: Alpha Tiger |
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Album:
| | MAN OR MACHINE, 2011, Sonic Attack |
Stil:
| | Heavy Metal, Speed Metal, US Metal |
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | W.W., 01.02.2012 |
Review:
| | Alpha Tiger haben zwar wirklich einen Namen, der eher Assoziationen zu knallbunten Glamdolls in Toyland weckt, spielen aber ganz unprätentiösen, knallharten Heavy Metal der alten Schule, sind also tief in den 80ern verwurzelt, was man auch zu jeder Minute des neuen Albums MAN OR MACHINE hören kann.
Dabei ist das Album keineswegs altbacken oder langweilig, im Gegenteil, mit "Starriders" geht es direkt spannend und abwechslungsreich los. Zwar gilt es als erstes die doch sehr hohen Sirenen-Vocals von Sänger Stephan Dietrich zu verdauen, der sich bei näherem Hinhören jedoch als erstaunlich unnervig entpuppt und, ganz unerwartet, den Songs genau jenes gewisse Etwas zu verleihen in der Lage ist, die sie zu etwas Besonderem und Eigenständigen machen.
Die neun Songs sind allesamt überlang, nur "Martyr’s Paradise" und "Karma" bleiben unter der 5-Minuten-Grenze, wenn auch nur knapp. Dabei passiert jedoch jede Menge, so dass von Langeweile nicht die Rede sein kann.
"Crimson Desert" überzeugt mit spannenden zweistimmigen Soli des Gitarrengespanns Peter Langforth und Alexander Backasch, die beide überhaupt sehr souverän die Äxte bearbeiten.
Im längsten Song, dem Titelsong "Man or Machine" (7:33 Minuten lang) bekommen die beiden Gitarristen erneut die Gelegenheit, sich und ihr Können sehr songdienlich zu präsentieren. Aber auch das Rhythmus-Doppel, Bassist Dirk Frei und Schlagzeuger Axel Pätzold, arbeitet solide und schafft den Rahmen für die ausufernden Kompositionen.
"When Autumn Leaves Fall" ist etwas seltsam betitelt, überzeugt aber mit seiner melancholischen Stimmung und ist eine Art Kontrapunkt zu den überwiegend sehr flott gehaltenen Songs.
"Against the Time" ist dann wieder eine Speed-Granate, dessen Schlusssolo immer schneller wird, um sich dann doch noch in eine letzte Strophe zu entladen.
"Martyr’s Paradise" und "Karma" sind dann eher konventionellere Klopfer ohne große Überraschungen, wissen aber trotzdem gut zu gefallen.
"Exit: Night" überzeugt dann mit treibenden Rhythmen, die so eine ganz leichte Iced Earth-Schlagseite aufweisen.
Der Höhepunkt kommt dann zum Schluss - "Black Star Pariah" ist grandios! Wäre das ganze Album auf diesem Niveau, sprächen wir hier von einem 7-Punkte-Werk. So bleibt am Schluss eine sehr gute Platte mit einigen Höhepunkten und noch einem Stück Luft nach oben!
Fazit: MAN OR MACHINE der Sachsen Alpha Tiger weiß sehr gut zu gefallen und ist für ein Debüt-Album verdammt stark geworden! Daumen hoch nach Sachsen! |
Anspieltipps:
| | "Black Star Pariah" ist wohl der Song, der auf diesem wirklich guten Album eindeutig heraussticht. Stimmungsvoller Beginn, knackige Geschwindigkeit, tolle Widerhaken-Melodien, feine Soli, ein prima Chorus und eben keine Sekunde Langeweile bei 7:14 Minuten Spielzeit! |
Tipp:
| | Für alle Fans klassischen 80er-Jahre Heavy Metals der US-amerikanischen Prägung, wie etwa alten Fates Warning oder noch älteren Queensryche. Modernere Iced Earth oder das Soloprojekt von Hansi Kürsch und Jon Schaffer, Demons & Wizards kommen auch ab und zu in den Sinn. Ach ja, man sollte keine absolute Abneigung gegen Kopfstimmen haben... |
Titel-Liste:
| | - Starriders
- Crimson Desert
- Man or Machine
- When Autumn leaves Fall
- Against the Time
- Martyr’s Paradise
- Karma
- Exit: Night
- Black Star Pariah
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.alphatiger.de  |
Probehören und Kaufen:
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