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Review: Alyson Avenue |
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Album:
| | CHANGES, 2011, Avenue of Allies |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | J.G., 11.10.2010 |
Review:
| | Die Geschichte der schwedischen Band Alyson Avenue beginnt bereits in den späten 80ern. Wie damals weit verbreitet schwamm man auf der allgemein boomenden Melodic Rock-Welle mit männlicher Frontstimme und wollte den Größen Europe und Treat aus der eigenen Heimat nacheifern. Und dann kam Anette Olzon... Zunächst als Background-Sängerin engagiert, arbeitete sie sich schnell hoch zur Frontfrau und verlieh der Band einen neuen Stil. Bis zum Debüt sollte es aber dauern und erst 2000 kam man mit PRESENCE OF MIND auf den Markt. Gute Bewertungen bestärkten die Band fortzufahren.
Jetzt sind nochmals über zehn Jahre vergangen, Anette Olzen wurde als Nachfolgerin von Tarja Turunen bei Nightwish engagiert und nutzte verständlicherweise die Chance, die ihr die Finnen boten.
Arabella Vitanc kann jedoch nahtlos an ihre Vorgängerin Anette anknüpfen und für das inzwischen dritte Album mit dem bezeichnenden Titel CHANGES konnte die Band ihre Ex als Background-Gastsängerin überreden. Apropos Gäste, hier hat man wirklich aus den Vollen geschöpft. Neben der ex-Frontfrau Anette Olzon, tummeln sich noch Michael Bormann als Gastsänger ebenso wie Chris Laney, Mike Anderssen und Tommy Stråhle und als Instrumentalisten Rob Marcello (Gitarrensolo) und Frederik Bergh (Keyboards) auf dem Album.
Geboten wir dabei Gitarren- oder Keyboard-lastige melodische Rock-Kost mit einer rundum überzeugenden Frontstimme, die nicht umsonst als großes schwedisches Talent gehandelt wird.
Einen flotten Einstieg bietet der Opener "Liar", der neben einen ausgewogenen Gleichgewicht zwischen Keyboard-Klangteppichen und Gitarren vor allem durch seinen groovenden Rhythmus den Zuhörer sofort mitreißt. Mit seiner zusätzlichen Radiotauglichkeit sehe ich hier eindeutig Hitpotenzial.
Mit "Will I make Love" folgt gleich ein weiteres Highlight, denn Michael Bormann und Arabella harmonieren bei ihrem Gesangsduett hervorragend und sorgen sofort für Wohlgefühle ohne dabei ins übertrieben Schmalzige abzudriften.
Deutlich härtere Kost verbirgt sich hinter dem Titelsong "Changes", welcher mit einem Solo von Gitarrenzauberer Rob Marcello veredelt wird und sich voll in Augenhöhe mit anderen AOR-Größen wie Journey und Co. befindet.
Ähnlich druckvoll wie der Opener rockt das gitarrenlastige "Amazing Days" recht überzeugend im beschwingten Mid-Tempo und zeigt, dass sich Arabella auch bei etwas härterer Kost recht wohl fühlt.
Richtige Ausfälle sucht man bei den nachfolgenden Songs vergebens. Fröhlich beschwingt geht es mit "Don't know if Love is Alive" weiter und erinnert hier an die deutschen Mainstream Rocker Dominoe. "Fallen" glänzt mit radiotauglichem Groove und choraler Unterstüztung im Refrain.
Das dicht gestrickte "Into the Fire" spielt mit Emotionen und bietet einen kontrastreichen Wechsel zwischen gitarrendominierten härteren und keyboardlastigen sanfteren Passagen.
Abgesehen von der Halbballade "Will I make Love" gleich zu Beginn, sucht man bis zum Schluss-Song "Always keep on loving you" vergebens nach richtigen Balladen, was für AOR/Melodic Rock-Bands beileibe keine Selbstverständlichkeit darstellt. Richtig vermissen tut man sie aber auch nicht. Dafür ist das Album bei aller Abwechslung immer leicht, locker und flüssig komponiert ohne an Schnulz- oder Hard Rock-Grenzen zu stoßen.
Fazit: Eigentlich ist schon alles gesagt und wer zwischen den Zeilen gelesen hat, der mag auch die leichten Schwächen des Albums erkannt haben. Trotz imposantem Aufgebot an Gästen und einer absolut wasserdichten Komposition der Songs, hat es Alyson Avenue nicht gänzlich geschafft, sich mit CHANGES von der Masse sprich "großen Konkurenz" abzusetzen. Selbst die herausragende Stimme von Arabella ist heutzutage keine Selten- oder gar Besonderheit mehr. Viele Songs haben durchaus Radiotauglichkeit, würden aber nur in der großen Flut gleichgestrickter Songs mitschwimmen.
Echten AOR-Fans mit einem Faible für Frontfrauen darf das aber egal sein, denn das Album macht bei aller Kurzweil einfach nur Spaß und kann auch mehreren Durchläufen im CD-Player standhalten. |
Titel-Liste:
| | - Liar
- Will I make Love
- Changes
- Amazing Days
- Don't know if Love is Alive
- Fallen
- Into the Fire
- I will be waiting
- I'll cry for you
- Somewhere
- Always keep on loving you
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.alysonavenue.se  |
Probehören und Kaufen:
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